Man kann sich alles wichtig- und schönreden . Wenn man will, kann man sogar ein Kaugummi zum lebenswichtigen Element erklären - also wer es meint.
Ich denke, es ist wichtiger, dass die Arbeitnehmer ihre Arbeit auch künftig wahrnehmen können, selbst wenn sie mit dem Auto fahren müssen. Ich halte die Belieferung von Geschäften und den Erhalt des gesellschaftlichen Lebens und ihrer Versorgung für wichtiger. Den Straßenbau sehe ich da untergeordnet an. Ob die ein oder andere Straßenbaustelle nun noch länger dauert bzw. verschoben wird, ist im Verhältnis aus meiner Sicht nicht so wichtig.
Es ist ja auch nicht so, dass der Straßenbau dann ganz still steht. Die KFZ-Steuereinnahmen gibt es ja auch noch, und die sind ja auch für Straßenbau und Co. vorgesehen. Ich kann zwar nicht verstehen, wie man daraus etwas Lebenswichtiges kreieren kann, aber das steht ja jedem frei. Es gibt ja auch Leute, die halten Kaviar für lebenswichtig. So setzt halt jeder andere Prioritäten.
Hier mal der sanfte Hinweis, dass es gerade im Sauerland rund um die A45 um pure Existenzen vieler Familien und Unternehmen geht, die direkt auf marode Infrastruktur zurück zu führen ist.
Gerade in den Regionen, die stark auf Handwerk und Produktion angewiesen sind, ist es nahezu überlebensnotwendig eine gute Infrastruktur zu haben, denn sonst gehen Betriebe pleite und damit brauchen sich dann die Arbeitnehmer keine Gedanken mehr machen wie sie zum Job kommen, den es dann nicht mehr gibt.
Ganz so pauschal, wie "Infrastruktur ist sekundär, weil mein Job nicht drauf angewiesen ist" (überspitzt formuliert) ist es dann nicht.
Es gibt verschiedene empirische Studien dazu, wie sich Investitionen in Infrastruktur (und hier nur Straßen, Schiene und Wasserwege), überproportional positiv auf die Wirtschaftsleistung eines Landes auswirken.
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Tatsächlich hat er sogar die genaue Höhe der Steuer gleich mitgeliefert.

Ich habe früher mal für eine Firma gearbeitet, wo Preise im Hektoliter notiert waren, wahrscheinlich habe ich mich deswegen vertan