Das Problem bei den Simpsons ist, dass ich mit der Serie aufgewachsen bin und bis zur 10. Staffel eigentlich fast alle Folgen toll finde und mittlerweile auswendig kann. Man setzt damit allerdings einen Standard fest und der muss erreicht oder getoppt werden. Ab Staffel 11/12 setzten die Simpsons dann auf Humor, der mir grotesker, viel unrealistischer und alberner rüberkam, und nicht zuletzt auf Prominente, die sich selbst verkörperten, statt einem Charakter ihre Stimme zu leihen, wie es häufig vorher der Fall war. Die Simpsons haben auch eh und je andere Filme/Romane/etc. parodiert, und daraus den ein oder anderen Gag gebaut. In den 90ern waren diese "Parodien" oder Persiflagen nur selten für eine komplette Folge gedacht, sondern nur für einzelne Szenen, und wenn doch, dann war das ganze dennoch in einem Rahmen gehalten, der für eine Comicserie durchaus realistisch war und neben Humor auch viel Handlung, Tiefgang und Emotionen bot. Die Simpsons waren da eher eine Familie von nebenan.
Später fuhren die Simpsons in die weite Welt hinaus, trafen ständig Prominente und waren völlig überzogen. Ich hab dann erst wieder beim Film reingeguckt. Ich würde gerne weiterschauen, aber jedes Mal, wenn ich über die 11. Staffel hinauskomme, verliere ich einfach tierisch schnell die Lust, während ich bei Staffel 5-6 noch richtig lachen kann.