J
Juri
Guest
Liebe Werder-Freunde,
meines Erachtens ist das Schicksal unseres Lieblingsvereins an einem entscheidenden Punkt angelangt. Die "Grunddaten" stimmen nach wie vor: toller Verein, tolle Stadt, tolles Stadion, tolle Fans, tolle Tradition. Eigentlich auch ein paar tolle Spieler. Dieses Gerüst wackelt immer mehr, weil immer mehr eine Mentatlität des Kleine-Brötchen-Backens überhand nimmt, des Sich-klein-Machens. Bescheiden waren die Bremer schon immer, das ist auch eine gute Eigenschaft. Aber früher war der Tenor: Wir haben nicht das meiste Geld, trotzdem sind wir die Besten. Gegen Bayern hat man meistens gewonnen. Heute heißt es, wenn man gegen Bayern spielt: Bei unserere Kassenlage wäre es vermessen, einen Blumentopf gewinnen zu wollen, wir geben schon vorher auf.
Dieses Bayern-Spiel mit der ganzen Vorgeschichte war das Unwürdigste, was ich je von Werder erlebt habe. Zwei Führungsspieler holen sich gelbe Karten ab, um nicht zu spielen. Von Werder bekommen sie für diese Arbeitsverweigerung je 20.000 Euro geschenkt. Das Spiel danach war von der ersten Sekunde von der Einstellung geprägt, sich in die Niederlage zu fügen und sich nicht zu verletzen. Die Interviews danach machten die Sache nicht besser, Trainer und Geschäftsführer Sport schienen ganz zufrieden zu sein.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Man besinnt sich darauf, was man ist, wodurch man sich unterscheidet und geht wieder mit Freude an die Sache heran. Gegen Bayern gewinnen zu wollen, ist nicht nur die normale Pflicht eines Sportmanns, sondern es gehört auch zum Common sense eines jeden vernünftigen Fans, dass man Bayern aus tausend Gründen nicht mag und ihnen die Punkte nicht gönnt.
Kann man wirklich Leute wie Rummenigge ertragen, gibt es niemanden, der ihm sagt, wieviel Blödsinn er erzählt? Das ist doch der ungehemmte Kapitalismus, wenn einer wie Rummenigge Setzlisten für die eh schon langweilige CL fordert.
Ganz viel entscheidet sich über Stimmung. Man erreicht nichts, wenn man es nicht will. Ich will wieder Leute wie Reinke, Ismael und Davala, die hier ankamen und sagten "Wir wollen Meister werden." Das klang damals nicht viel realistischer als heute, aber sie wurden dann halt Meister. Weil sie es wollten.
Die andere Möglichkeit ist die, die mir Angst macht. Dass man jetzt, nur weil man nicht die richtige Einstellung hat, schlechte Entscheidungen trifft, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Jetzt ist Werder noch 100 % Werder. Holt man sich einen blöden Investor, hat man einen Teil von Werder für immer abgegeben. Man würde sich komplett in dieses In-Zahlen-Denken begeben. Statt sich auf die eigenen Stärken zu besinnen.
Also, wie gesagt, dieses Bayern-Spiel war ganz schlimm. Danach war ich überzeugt, nach vielen Jahren meine Dauerkarte abzugeben, als Protest.
Jetzt habe ich nochmal innegehalten, denke: so schnell will ich das auch nicht entscheiden.
Wenn ein paar Leute ähnlich denken, könnte man sich zusammentun, einige Forderungen an den Verein formulieren, damit so etwas wie beim Bayernspiel nie wieder passiert.
Dann legt man Forderungen auf den Tisch und sagt: Wir fordern diese Sachen, sonst geben wir unsere Dauerkarten ab.
Das hätte eine Tragweite, mit der man sich bei Werder beschäftigen müsste, das könnte nicht ignoriert werden.
Also, sind hier Gleichgesinnte? Dann könnten wir gemeinsam an einer Liste von Forderungen arbeiten.
meines Erachtens ist das Schicksal unseres Lieblingsvereins an einem entscheidenden Punkt angelangt. Die "Grunddaten" stimmen nach wie vor: toller Verein, tolle Stadt, tolles Stadion, tolle Fans, tolle Tradition. Eigentlich auch ein paar tolle Spieler. Dieses Gerüst wackelt immer mehr, weil immer mehr eine Mentatlität des Kleine-Brötchen-Backens überhand nimmt, des Sich-klein-Machens. Bescheiden waren die Bremer schon immer, das ist auch eine gute Eigenschaft. Aber früher war der Tenor: Wir haben nicht das meiste Geld, trotzdem sind wir die Besten. Gegen Bayern hat man meistens gewonnen. Heute heißt es, wenn man gegen Bayern spielt: Bei unserere Kassenlage wäre es vermessen, einen Blumentopf gewinnen zu wollen, wir geben schon vorher auf.
Dieses Bayern-Spiel mit der ganzen Vorgeschichte war das Unwürdigste, was ich je von Werder erlebt habe. Zwei Führungsspieler holen sich gelbe Karten ab, um nicht zu spielen. Von Werder bekommen sie für diese Arbeitsverweigerung je 20.000 Euro geschenkt. Das Spiel danach war von der ersten Sekunde von der Einstellung geprägt, sich in die Niederlage zu fügen und sich nicht zu verletzen. Die Interviews danach machten die Sache nicht besser, Trainer und Geschäftsführer Sport schienen ganz zufrieden zu sein.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Man besinnt sich darauf, was man ist, wodurch man sich unterscheidet und geht wieder mit Freude an die Sache heran. Gegen Bayern gewinnen zu wollen, ist nicht nur die normale Pflicht eines Sportmanns, sondern es gehört auch zum Common sense eines jeden vernünftigen Fans, dass man Bayern aus tausend Gründen nicht mag und ihnen die Punkte nicht gönnt.
Kann man wirklich Leute wie Rummenigge ertragen, gibt es niemanden, der ihm sagt, wieviel Blödsinn er erzählt? Das ist doch der ungehemmte Kapitalismus, wenn einer wie Rummenigge Setzlisten für die eh schon langweilige CL fordert.
Ganz viel entscheidet sich über Stimmung. Man erreicht nichts, wenn man es nicht will. Ich will wieder Leute wie Reinke, Ismael und Davala, die hier ankamen und sagten "Wir wollen Meister werden." Das klang damals nicht viel realistischer als heute, aber sie wurden dann halt Meister. Weil sie es wollten.
Die andere Möglichkeit ist die, die mir Angst macht. Dass man jetzt, nur weil man nicht die richtige Einstellung hat, schlechte Entscheidungen trifft, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Jetzt ist Werder noch 100 % Werder. Holt man sich einen blöden Investor, hat man einen Teil von Werder für immer abgegeben. Man würde sich komplett in dieses In-Zahlen-Denken begeben. Statt sich auf die eigenen Stärken zu besinnen.
Also, wie gesagt, dieses Bayern-Spiel war ganz schlimm. Danach war ich überzeugt, nach vielen Jahren meine Dauerkarte abzugeben, als Protest.
Jetzt habe ich nochmal innegehalten, denke: so schnell will ich das auch nicht entscheiden.
Wenn ein paar Leute ähnlich denken, könnte man sich zusammentun, einige Forderungen an den Verein formulieren, damit so etwas wie beim Bayernspiel nie wieder passiert.
Dann legt man Forderungen auf den Tisch und sagt: Wir fordern diese Sachen, sonst geben wir unsere Dauerkarten ab.
Das hätte eine Tragweite, mit der man sich bei Werder beschäftigen müsste, das könnte nicht ignoriert werden.
Also, sind hier Gleichgesinnte? Dann könnten wir gemeinsam an einer Liste von Forderungen arbeiten.
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