Nein, aber die "normalen" Grippen reichen nicht, um das zu erkennen.
Ich frag mich ja, als vor 2 Jahren 25.000 an Grippe gestorben sind, ob die Intensivstationen auch so überfüllt waren? Müsste ja eigentlich sogar noch extremer gewesen sein als derzeit, inklusive zu weniger Beatmungsmaschinen, oder? Corona soll ja ansteckender und gefährlicher als die "normale" Grippe sein. Wurde aber mMn damals nicht so eine Welle geschoben von den Medien abseits der Krankenhausblätter.
Unser Gesundheitssystem wäre sogar noch schlechter, wären die geplanten Streichungen von Intensivbetten letztes Jahr durchgeführt worden...
Einer der "besten Ideen aller Zeiten", das Gesundheitswesen zu privatisieren...
Ich hatte deswegen ja extra den Artikel von 2015 hinterher gepostet und 2018 war sogar nochmal ne ganz andere Hausnummer. Auch aus der Zeit gibt es diverse Artikel, die sich wie Berichte von heute zu Corona lesen.
Natürlich wurde das Gesundheitswesen, wie auch vieles andere, kaputt gespart. Die Schulen quälen sich gerade in vielen Teilen durch das Homeschooling, weil die digitale Infrastruktur dafür vielerorts überhaupt nicht gegeben ist. Bei meinem Sohn mussten sie alles, was Bandbreite kostet, abschalten, weil der Server der Schule das mit so vielen Schülern nicht packte. Man schreibt jetzt E-Mails hin- und her anstatt mit Voicechat, Videochat, Massenger etc. zu kommunizieren, wie man es sich eigentlich vorstellte.
So erhält er Aufgaben für vielleicht 20 Minuten pro Fach und bis 18 Uhr sollen die Ergebnisse hochgeladen sein.
Dass man davon ausgehen kann, dass es im neuen Jahr noch eine lange Zeit kein Präsenzunterricht geben wird, muss man sich was einfallen lassen, wie man das fast komplett verlorene Lernjahr wieder aufholen kann. Durch G8 fehlen dann eigentlich schon zwei Jahre für das Abitur. Sinnvoll wäre ein komplettes Wiederholen, was aber zu Problemen führt, weil ja neue Klassen aus den Kindergärten/Grundschulen nachrücken müssen.
Kurz vor Corona wurde noch davon gesprochen, die Krankenhäuser zu halbieren, es gäbe zu viele davon.
Im Frühling gab es noch 33000 Intensivbetten, jetzt nur noch 27000. Während einer Pandemie dieser Tragweite die Betten auch noch zu reduzieren, obwohl man wusste, dass das Virus im Herbst/Winter wieder wüten würde?
Das Geld, das uns der Staat, unnachahmlich wie kein anderes Land aus den Rippen zieht und dadurch wie ein Reiches Land wirkt, wurde Jahrzehnte für alles mögliche verschleudert als gäbe es kein Morgen.
In den Ländern, wo es jetzt ähnlich oder schlimmer ausschaut mit den Totenzahlen, da wurde aber noch weniger ins Gesundheitssystem investiert. Das rächt sich jetzt natürlich besonders.
Ich frage mich, was hier einmal los sein wird, wenn es mal nicht „nur“ ein grippeähnlicher Virus ist, der hier sein Unheil treibt, oder durch die super durchdachte Energiewende mal kein Strom da sein sollte. Das mag ich mir gar nicht vorstellen.
Das schöne neue geplante Kanzleramtsgebäude wird für 600 Millionen Euro (man sollte den Betrag vorsorglich schon mal verdreifachen, um keine Überraschung wie bei der Elbphilharmonie zu erleben) doch wohl einen integrierten Notstromaggregat haben?