Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

Es geht auch nicht darum, ob das Virus existiert, sondern um die Angst davor und wie Du ja gut beschreibst, ist es eine rationale Entscheidung zum Arzt zu gehen oder nicht, eben aus Angst davor und die ist nicht rational. Diese wurde ja auch geschürt vom Staat und dadurch befürchten viele Mediziner in dem Zusammenhang Tote.
In wie weit wurde denn Angst vom Staat geschürt? Und selbst wenn das so gewesen sein sollte, entscheide am Ende immer noch ich über das, was ich tue und das, was ich lasse. Wenn ich etwas aus Angst lasse, ist das ja völlig okay - nur kann ich mich, wenn es negative Konsequenzen hat, am Ende nicht hinstellen und jemandem anderen dafür die Verantwortung zuschustern wollen - die Verantwortung ist und bleibt allein bei mir.

Ein anderes Beispiel als den Doc: Diverse Bekannte von mir wollten sich anfangs mit niemandem treffen, auch nicht im Rahmen dessen, was durchgehend erlaubt war (z. B. zu zweit mit Abstand durch den Wald spazieren). Einige, weil sie Risikopatienten sind und Angst hatten, andere, ohne Risikopatienten zu sein - also nur, weil sie Angst hatten. Sie alle haben - einige früher, andere später - gemerkt, was diese vollständige Isolation, ggf. kombiniert mit Homeoffice allein zu Hause über Wochen, mit ihnen macht, und nach und nach angefangen, abzuwägen, welches Risiko größer ist - das psychische aus der selbst gewählten kompletten Kontaktsperre, oder das Corona-Risiko. Sie alle haben jetzt für sich entschieden, welche Begegnungen sie eingehen wollen und welche nicht - ganz unterschiedlich in der Vorgehensweise, ganz unterschiedlich im Ergebnis. Wenn ich mich jetzt mit einer dieser Personen treffe, akzeptiere ich ihre Regeln - weil ich, anders als sie, keine Angst habe, aber ihre Ängste respektiere. So sollte es mMn doch laufen. Wenn mir aber eine(r) davon sagen würde, der Staat, das Gesundheitssystem oder Mr. X seien für ihr Problem bzw. ihre Angst verantwortlich, hätten wir ganz schnell eine hitzige Diskussion ;)

Letzten Endes muss ich mich doch fragen, was ich davon habe, wenn ich am Ende kein Corona bekomme, aber ggf. eine andere Krankheit, für die ich nicht zu Arzt wollte, oder eine Depression aus Vereinsamung? Abwägen ist der Schlüssel - und nicht erst jetzt bei Corona, sondern bei allen anderen Lebensentscheidungen, die man so trifft ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach dem Statement habe ich erst Recht weiter geguckt. Der Gute hat sich in meinen Augen mit dieser Aussage direkt disqualifiziert, bevor die Diskussion zum eigentlichen Thema überhaupt begonnen hat. Das muss man auch erst einmal schaffen. Und, wie gesagt, die Diskussion zum Thema fand ich insgesamt erstaunlich sachlich geführt, ohne dass sich die Diskutanten angepöbelt hätten etc.

Wie gesagt, ich gucke mir Talk-Runden generell eh sehr wenig an, den Link habe ich ja überhaupt nur angeklickt um zu sehen um was es hier geht und dann so ein Statement zum Einstand :D

Hast du aus der Diskussion etwas mitnehmen können?
 
Wie gesagt, ich gucke mir Talk-Runden generell eh sehr wenig an, den Link habe ich ja überhaupt nur angeklickt um zu sehen um was es überhaupt geht und dann so ein Statement zum Einstand :D

Hast du aus der Diskussion etwas mitnehmen können?
Es ging im Wesentlichen um die Punkte, die wir hier auch haben, mit ähnlich verhärteten Fronten bzw. teilweiser Zustimmung zur jeweils anderen Seite zu bestimmten Punkten - auch nicht anders wie hier. Ein "Ergebnis" gab es nicht, das wäre auch überraschend gewesen. Es war jedoch - daher aus meiner Sicht positiv - nicht polemisch, sondern argumentativ, und den Argumenten konnte man als Zuhörer folgen oder eben auch nicht. Es gab jedenfalls keine Argumente der Lockdown-Kritiker, die mich so überzeugt hätten, dass ich jetzt eine andere Haltung habe als vorher.
 
Wodarg, Püschel in einer Talkshow? Hat man die alibimäßig mal als Gäste eingeladen und wann war das in ARD und ZDF?
Wie oft sollen die Herren denn eingeladen werden? Man könnte ja auch mal überlegen, ob es gute Gründe dafür gibt, warum ein Wodarg beispielsweise "nur" das eine Mal eingeladen wurde. Ob es vielleicht daran liegt, dass er teils unbelegte, teils einfach unhaltbare Thesen verbreitet, dass er auch keine Skrupel hat, bei so lustigen Gestalten wie Ken Jebsen aufzutreten oder vielleicht auch dass es von ihm keine relevanten Forschungsarbeiten zu dem speziellen Gebiet gibt? Nein, da muss wohl was anderes hinterstecken..
 
Es gab jedenfalls keine Argumente der Lockdown-Kritiker, die mich so überzeugt hätten, dass ich jetzt eine andere Haltung habe als vorher.

Ein Lockdown-Gegner aus Brasilien (Bolsonaro) hat jetzt übrigens beschlossen, die Gesamtzahlen aus dem Netz nehmen und nicht mehr veröffentlichen zu lassen. Ich bin mal gespannt wann er anordnet, die Fußballstadien wieder zu öffnen weil die Krise überstanden sei....
 
In wie weit wurde denn Angst vom Staat geschürt? Und selbst wenn das so gewesen sein sollte, entscheide am Ende immer noch ich über das, was ich tue und das, was ich lasse. Wenn ich etwas aus Angst lasse, ist das ja völlig okay - nur kann ich mich, wenn es negative Konsequenzen hat, am Ende nicht hinstellen und jemandem anderen dafür die Verantwortung zuschustern wollen - die Verantwortung ist und bleibt allein bei mir.

https://www.abgeordnetenwatch.de/bl...ier-des-innenministeriums-zur-corona-pandemie

unter 4a

oder als PDF hier https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/...gen/2020/corona/szenarienpapier-covid-19.html

Ansonsten kommen wir nicht zueinander, ich beschreibe Angst im Zusammenhang mit Corona als Zustand, der einen irrational handeln lassen, also nicht zum Arzt zu gehen, aufgrund der geschürten Angst. Die Tatsache ist doch, das eben ein großer Anteil eben dies nicht tut, weil die Angst größer ist und das ist nicht rational und trotzdem passiert es in Größenordnungen. Du hingegen siehst jeden Einzelnen in der Eigenverantwortung auch in dieser Situation rational zu handeln.


Ein anderes Beispiel als den Doc: Diverse Bekannte von mir wollten sich anfangs mit niemandem treffen, auch nicht im Rahmen dessen, was durchgehend erlaubt war (z. B. zu zweit mit Abstand durch den Wald spazieren). Einige, weil sie Risikopatienten sind und Angst hatten, andere, ohne Risikopatienten zu sein - also nur, weil sie Angst hatten. Sie alle haben - einige früher, andere später - gemerkt, was diese vollständige Isolation, ggf. kombiniert mit Homeoffice allein zu Hause über Wochen, mit ihnen macht, und nach und nach angefangen, abzuwägen, welches Risiko größer ist - das psychische aus der selbst gewählten kompletten Kontaktsperre, oder das Corona-Risiko. Sie alle haben jetzt für sich entschieden, welche Begegnungen sie eingehen wollen und welche nicht - ganz unterschiedlich in der Vorgehensweise, ganz unterschiedlich im Ergebnis. Wenn ich mich jetzt mit einer der Personen treffe, akzeptiere ich ihre Regeln - weil ich, anders als sie, keine Angst habe, aber ihre Ängste respektiere. So sollte es mMn doch laufen. Wenn mir aber eine(r) davon sagen würde, der Staat, das Gesundheitssystem oder Mr. X seien für ihr Problem verantwortlich, hätten wir ganz schnell eine hitzige Diskussion ;)

Naja hier geht es aber eben um schwerwiegende Krankheiten mit durchaus tödlichen Folgen und nicht um Spaziergänge durch den Wald.


Letzten Endes muss ich mich doch fragen, was ich davon habe, wenn ich am Ende kein Corona bekomme, aber ggf. eine andere Krankheit, für die ich nicht zu Arzt wollte oder eine Depression aus Vereinsamung? Abwägen ist der Schlüssel - und nicht erst jetzt bei Corona, sondern bei allen anderen Lebensentscheidungen, die man so trifft ;)

Ja siehe Punkt 1...es gibt soviele Phobien (starke Ängste), die meist alle irrational sind, trotzdem gibt es sie. Das hat doch nichts mit rational und irrational zu tun, sondern mit der Psyche

https://www.netdoktor.de/krankheiten/phobien/

Dies zu vereinfachen und zu sagen, man sollte abwägen ist gut gemeint, aber der vollkommen falsche Ansatz
 
Laut BLÖD noch 5 Bundesländer mit Infektionsanstieg. Darunter Bremen....
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................. habe mal geguckt und siehe da: Mehrheitlich in Bremerhaven. Wohl keiner am Osterdeich dabei.
 
Wie oft sollen die Herren denn eingeladen werden? Man könnte ja auch mal überlegen, ob es gute Gründe dafür gibt, warum ein Wodarg beispielsweise "nur" das eine Mal eingeladen wurde. Ob es vielleicht daran liegt, dass er teils unbelegte, teils einfach unhaltbare Thesen verbreitet, dass er auch keine Skrupel hat, bei so lustigen Gestalten wie Ken Jebsen aufzutreten oder vielleicht auch dass es von ihm keine relevanten Forschungsarbeiten zu dem speziellen Gebiet gibt? Nein, da muss wohl was anderes hinterstecken..

Streeck war übrigens häufiger als Gast in Talkshows als Drosten ;) Und Liebling der Talkrunden ist übrigens Melanie Brinkmann.
 
Das ist allerdings nur ein Szenarienpapier, welches von einer Gruppe Experten auf Nachfrage hin erstellt wurde. Das heißt nicht zwingend, dass auch dementsprechend gehandelt wurde.
Medienberichten zufolge sollen weder Merkel noch Spahn von dem Papier aus dem Innenministerium sonderlich begeistert gewesen sein. Merkel bevorzugt ohnehin einen anderen Ton: In ihren Ansprachen an die Nation appelliert die Bundeskanzlerin vor allem an die Verantwortung der Bürger.
https://www.focus.de/politik/deutsc...en-deutschen-angst-zu-machen_id_11851227.html
 
Das ist allerdings nur ein Szenarienpapier, welches von einer Gruppe Experten auf Nachfrage hin erstellt wurde. Das heißt nicht zwingend, dass auch dementsprechend gehandelt wurde.

Das weiß keiner genau stimmt, was man weiß, das Menschen aber aus Angst davor nicht zum Arzt gehen, woher das genau kommt, ist schwer verifizibar. Ist es die Angst, die von Politikern geschürt werden, vor einer 2. und 3. Welle.
Sind es Aussagen, ohne Impfstoff kein zurück zur Normalität. Oder waren es die Bilder aus Norditalien, die zumindest im Strategiepapier erwähnt werden, gleich im ersten Punkt.

https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/corona-italien-155.html

"
Es waren Bilder wie im Krieg: Militärtransporter voller Särge, Intensivstationen, auf denen Ärzte entscheiden mussten, wer stirbt. Nach Monitor-Recherchen hat es in Italien noch mehr Corona-Tote gegeben als bekannt."

Zumindest sind diese Schlagzeilen nicht etwas, wovor meine keine Angst bekommen könnte.
 
Ein Lockdown-Gegner aus Brasilien (Bolsonaro) hat jetzt übrigens beschlossen, die Gesamtzahlen aus dem Netz nehmen und nicht mehr veröffentlichen zu lassen. Ich bin mal gespannt wann er anordnet, die Fußballstadien wieder zu öffnen weil die Krise überstanden sei....
Das habe ich heute Morgen im Radio gehört. So kann man sich die Welt natürlich auch hindrehen, wie man sie haben möchte....

Es waren Bilder wie im Krieg: Militärtransporter voller Särge, Intensivstationen, auf denen Ärzte entscheiden mussten, wer stirbt. Nach Monitor-Recherchen hat es in Italien noch mehr Corona-Tote gegeben als bekannt."
Soll man das also unter den Tisch kehren, nur weil es Angst machen könnte? Es ist so in Italien geschehen, das kann man mMn also auch nicht verschweigen. Über die reißerische Überschrift können wir diskutieren, die müsste mMn nicht sein. Die Bilder als solche sind jedoch Teil der Wahrheit.
 
Das weiß keiner genau stimmt, was man weiß, das Menschen aber aus Angst davor nicht zum Arzt gehen, woher das genau kommt, ist schwer verifizibar. Ist es die Angst, die von Politikern geschürt werden, vor einer 2. und 3. Welle.
Sind es Aussagen, ohne Impfstoff kein zurück zur Normalität. Oder waren es die Bilder aus Norditalien, die zumindest im Strategiepapier erwähnt werden, gleich im ersten Punkt.

https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/corona-italien-155.html

"
Es waren Bilder wie im Krieg: Militärtransporter voller Särge, Intensivstationen, auf denen Ärzte entscheiden mussten, wer stirbt. Nach Monitor-Recherchen hat es in Italien noch mehr Corona-Tote gegeben als bekannt."

Zumindest sind diese Schlagzeilen nicht etwas, wovor meine keine Angst bekommen könnte.
Du kannst aber einfach nicht verhindern, dass Menschen in einer kritischen Situation wie dieser Angst bekommen. Politker müssen über das Thema reden, ebenso kannst du kaum verschweigen, was in anderen Ländern, wie eben beispielsweise Italien, passiert. Was man machen kann, ist zu versuchen, gegen einen Aspekt wie das Unterlassen von Arztbesuchen gegenzusteuern. Und das wurde ja auch durch Aufrufe gemacht.
 
Soll man das also unter den Tisch kehren, nur weil es Angst machen könnte?

Oh, hier begehst du einen Fehler wenn du glaubst, Bolsonaro macht das um seinen Bürgern die Sorge zu nehmen. Er ist ein Rechtsradikaler, seine Bürger sind ihm egal. So wie bei Trump geht es ihm nur um die eigene Person und sein Amt. Eine außer Kontrolle geratene Pandemie deutet nicht gerade auf den großen Führer hin der alles im Griff hat. Also leugnen, verschweigen, Lärm machen, das Ausland beschuldigen....oder wie gestern geschehen: Die WHO ist schuld.
 
Das habe ich heute Morgen im Radio gehört. So kann man sich die Welt natürlich auch hindrehen, wie man sie haben möchte....

Soll man das also unter den Tisch kehren, nur weil es Angst machen könnte? Es ist so in Italien geschehen, das kann man mMn also auch nicht verschweigen. Über die reißerische Überschrift können wir diskutieren, die müsste mMn nicht sein. Die Bilder als solche sind jedoch Teil der Wahrheit.

Es ging um Angst machen und dazu dient der Artikel in der Form. Kein Mensch redet von verschweigen.
 
Du kannst aber einfach nicht verhindern, dass Menschen in einer kritischen Situation wie dieser Angst bekommen. Politker müssen über das Thema reden, ebenso kannst du kaum verschweigen, was in anderen Ländern, wie eben beispielsweise Italien, passiert. Was man machen kann, ist zu versuchen, gegen einen Aspekt wie das Unterlassen von Arztbesuchen gegenzusteuern. Und das wurde ja auch durch Aufrufe gemacht.

siehe Antwort an Opalo
 
Naja hier geht es aber eben um schwerwiegende Krankheiten mit durchaus tödlichen Folgen und nicht um Spaziergänge durch den Wald.
Wenn jemandem die Behandlung verwehrt wurde wegen Corona bin ich komplett Deiner Meinung - das hätte anders gelöst werden müssen. Wenn aber jemand schwer krank wird, weil er nicht zum Arzt geht, kann niemand etwas dafür - kein Staat, kein Gesundheitswesen, kein sonstiger. Diese Personen daher als Opfer der wegen Corona getroffenen Entscheidungen zu sehen, ist falsch. Die muss man also hier herausrechnen (so es denn geht)
London. In den kommenden zwölf Monaten könnten in Großbritannien wegen des Corona-Lockdowns Forschern zufolge rund 20 Prozent mehr neu diagnostizierte Krebspatienten sterben als sonst in diesem Zeitraum. Zu diesem Schätzwert kommen die Wissenschaftler wegen der stark zurückgegangenen Aktivitäten bei der Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen."
bevor man Schlüsse zieht, in wie weit Patienten mit anderen Krankheiten wegen Corona-Maßnahmen benachteiligt worden sind.
 
Oh, hier begehst du einen Fehler wenn du glaubst, Bolsonaro macht das um seinen Bürgern die Sorge zu nehmen. Er ist ein Rechtsradikaler, seine Bürger sind ihm egal. So wie bei Trump geht es ihm nur um die eigene Person und sein Amt. Eine außer Kontrolle geratene Pandemie deutet nicht gerade auf den großen Führer hin der alles im Griff hat. Also leugnen, verschweigen, Lärm machen, das Ausland beschuldigen....oder wie gestern geschehen: Die WHO ist schuld.
Hier ging es mir nicht um Bolsonaro, sondern um das Zitat von derelfer über meiner Antwort ;)
 
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