Danke für den Beitrag. Zwei kleine Anmerkungen dazu:Mal was etwas Grundsätzliches:
- vor 2 Jahren hatten wir hier eine Influenza-Epidemie mit 25000 Toten (!!!) nur in D. Was haben wir davon in der Presse gelesen? Nichts!
[...]
- Es werden Medikamente gegen Corona gefordert! Eine Medikamenteneinführung bis zur Marktreife beim Menschen dauert ca 10 Jahre und kostet pro Medikament 500Mill € Entwicklungskosten. Es muss u.a. die FDA(= Food Drug Administration) der USA passieren, was ein sehr komplizierter Prozess ist. Bei Impfstoffen sieht es genauso aus. Das ist nicht Hollywood, wo ein gutaussehender Wissenschaftler mit seiner nicht minder attraktiven Assistentin ein Medikament über Nacht entwickelt und die Welt rettet.[...]
Die Influenza-Viren, die für die Grippewelle verantwortlich waren, sind nicht mit dem Corona-Virus zu vergleichen. Einfach weil die Bevölkerung gegen die Influenza-Viren durchimmunisiert ist, gegen das neue (sic!) Corona-Virus nicht. Deswegen gibts ja diesen Irrglauben, dass man den Corona-Virus möglichst weit verbreiten sollte, dann wäre die Bevölkerung schnell durchimmunisiert und Corona würde seinen Schrecken verlieren (Herdenimmnität). Was man dabei nicht beachtet: Bei einer Mortalitätsrate von 0,5 % würde man bei 80 Millionen Einwohnern in Deutschland etwa 400.000 Tote in Kauf nehmen. Nur durch das Virus. Von sogenannten Kollateralschäden aufgrund heillos überlasteter Kliniken und Krankenhäuser ganz zu schweigen...
Manche Prozesse in der Entwicklung eines Medikaments lassen sich beschleunigen, die Forschungsphase beispielsweise indem man einfach mehr Personen in der Forschung einsetzt. Die Testphase sollte wiederum eigentlich nicht verkürzt werden, aber das wird bereits gemacht, indem beispielsweise in den USA auf Tierversuche verzichtet wird und gleich mit freiwilligen Testpersonen gearbeitet wird. Wie weit man das dann verkürzen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Optimistische Schätzungen von Virologen sagen aus, dass man Anfang nächsten Jahres frühestens ein Medikament haben könnte.


