Corona - generelle Diskussion

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Nicht alles, was geschrieben steht, muss auch richtig sein.
Von 'richtig' oder 'falsch' rede ich doch gar nicht. Es ist eine - legitime - Sichtweise auf die Verhältnisse und wie es 'dazu' kam, wenigstens in den Grundzügen. Es gibt so viele unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen (Vorsicht, Spalteralarm!), die von den verschiedensten 'Schaltstellen' der Gestaltung unseres gesellschaftlichen Lebens ferngehalten wurden und werden, weil sie eben nicht das sind, was in 20, 30, 40 Jahren 'alte weiße Männer (Menschen)' sein werden. Das sollte nicht so schwer zu verstehen sein. Sollte.
 
Naja, ob auf Schubladendenken mit Schubladendenken zu reagieren die Ultima Ratio ist?
Ich hatte übrigens auch mit Diskriminierung so meine Probleme, die gibt es übrigens nicht nur bei der Hautfarbe.
Ich beschwere mich aber nicht, mir geht es ganz gut.
Das Problem ist einfach, dass es gute und schlechte Menschen gibt.
Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
 
Ein Kollege ist positiv getestet, bin daher zuhause in Quarantäne, habe selbst aber einen negativen Schnelltest.

Frage: Bin ja prinzipiell bis Feierabend in Bereitschaft, kann ich danach eigentlich noch Besorgungen machen, obwohl sich mein Arbeitgeber noch nicht gemeldet hat? Oder ist das eine offizielle Quarantäne, wie schaut es rechtlich aus?
 
Diese Begrifflichkeit, bzw. die Erfindung und Etablierung dieser lässt halt einfach keine Debatte zu. Genau das ist doch das Problem.

Manchmal dient derlei Zuspitzung ja gerade der Eröffnung einer Debatte. So wie es eben in dem verlinkten Artikel beschrieben wird (beschrieben, nicht wiss. hergeleitet). Es stimmt auch nicht, dass keine Debatte zugelassen wird. In den USA existiert sogar der Begriff "White Trash" und darüber gibt es sehr wohl eine wiss. Debatte. Im Gegensatz zum White Trash ist der Alte Weiße Mann aber immer noch in den Schaltpositionen während zb die Menschen im Rust Belt, jetzt mal sehr platt ausgedrückt, nicht nur ihre eigene Armut sehen sondern nicht mal mehr auf andere Minderheiten herabblicken können weil diese sozial aufgestiegen sind. Da fehlt der alte Schutzmechanismus und bietet Nährboden für Xenophobie oder schlimmeres. In den USA haben diese Ängste vor Verlust des (vermeintlichen oder echten) Status nach Obamas Wahl zu einer noch viel heftigeren Spaltung der Gesellschaft geführt und das NICHT weil irgendwer einen Kampfbegriff benutzt. Aus genau diesen Ängsten dürften sich auch hier bei uns nicht eben wenige der sog. Querdenker nähren, um mal zum Thema zurück zu kommen. Denn die Radikalinskis unter den Impfgegner, eben die Querdenker, brauchen einen Anlass gegen die Regierung. Der heißt aktuell Corona. Morgen sind es dann wieder die Ausländer, etc..
 
Ein Kollege ist positiv getestet, bin daher zuhause in Quarantäne, habe selbst aber einen negativen Schnelltest.

Frage: Bin ja prinzipiell bis Feierabend in Bereitschaft, kann ich danach eigentlich noch Besorgungen machen, obwohl sich mein Arbeitgeber noch nicht gemeldet hat? Oder ist das eine offizielle Quarantäne, wie schaut es rechtlich aus?

Quarantäne kann nur durch das Gesundheitsamt angeordnet werden. Und wenn du geimpft bist, brauchst du da nichts zu befürchten und kannst deine Besorgungen machen. Trotzdem ist es natürlich sinnvoll, zu Hause zu bleiben und wirklich nur für das Nötigste raus zu gehen in den nächsten Tagen. Infos sonst hier:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ...=BC6E2C339586BE05BED346162E7A514D.internet061

Quarantäne (ist Stand 09.09., sollte aber gültig sein, auch wenn da nichts von Delta und Omikron steht):

Die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne obliegt im Einzelfall dem zuständigen Gesundheitsamt.

Eine Quarantäne ist nach aktueller Datenlage nur dann nicht erforderlich, wenn die Kontaktperson vollständig gemäß den Empfehlungen der STIKO geimpft wurde, innerhalb der letzten 6 Monate eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hat („Genesene“) oder als genesene Person eine Impfstoffdosis gemäß STIKO-Empfehlung erhalten hat und es sich um keine Exposition gegenüber den Virusvarianten Beta (B.1.351) und Gamma (P.1) handelt.
 

Spielt ja keine Rolle wie lange es her ist, wenn sich an den Umständen die zu dem Begriff führten nur langsam etwas ändert. Hier noch mal ein anderer Link (ok, mit sarkastischem Unterton und nicht ganz ernst zu nehmen.):

https://www.zdf.de/kultur/aspekte/alter-weisser-mann-feindbild-abschied-100.html

Jahrzehntelang haben weiße Männer, meist fortgeschrittenen Alters, die Geschicke der Welt bestimmt, waren in den entscheidenden Positionen in Politik und Wirtschaft. Und sie blieben, so lange es irgend ging, unter sich.

Nach den Bürgerrechtsbewegungen des 20. Jahrhunderts und den Kämpfen der Identitätspolitik ist allerdings die Bezeichnung "Alter weißer Mann" zum ideologischen Kampfbegriff geworden - und seine (manchmal unfreiwilligen) Vertreter zum Feindbild einer offenen und toleranten Gesellschaft.

Eine Betrachtung dazu, wie es zu diesem Wandel gekommen ist, wie es der Spezies des alten weißen Mannes damit geht und wie er darauf reagiert.

 
Manchmal dient derlei Zuspitzung ja gerade der Eröffnung einer Debatte. So wie es eben in dem verlinkten Artikel beschrieben wird (beschrieben, nicht wiss. hergeleitet). Es stimmt auch nicht, dass keine Debatte zugelassen wird. In den USA existiert sogar der Begriff "White Trash" und darüber gibt es sehr wohl eine wiss. Debatte. Im Gegensatz zum White Trash ist der Alte Weiße Mann aber immer noch in den Schaltpositionen während zb die Menschen im Rust Belt, jetzt mal sehr platt ausgedrückt, nicht nur ihre eigene Armut sehen sondern nicht mal mehr auf andere Minderheiten herabblicken können weil diese sozial aufgestiegen sind. Da fehlt der alte Schutzmechanismus und bietet Nährboden für Xenophobie oder schlimmeres. In den USA haben diese Ängste vor Verlust des (vermeintlichen oder echten) Status nach Obamas Wahl zu einer noch viel heftigeren Spaltung der Gesellschaft geführt und das NICHT weil irgendwer einen Kampfbegriff benutzt. Aus genau diesen Ängsten dürften sich auch hier bei uns nicht eben wenige der sog. Querdenker nähren, um mal zum Thema zurück zu kommen. Denn die Radikalinskis unter den Impfgegner, eben die Querdenker, brauchen einen Anlass gegen die Regierung. Der heißt aktuell Corona. Morgen sind es dann wieder die Ausländer, etc..
Der Begriff white trash wird wissenschaftlich debattiert? Ich dachte das ist nur ein Meme. Der Begriff alter weißer Mann wird jedenfalls nicht wiss. debattiert sondern wurde "beschlossen" und pseudowissenschaftlich etabliert. Irgendwelche "Schalthebel" reichen mir da nicht um das anzuerkennen. Das ist genauso Schwurbelei. Vorallem lässt es die gesamte Welt außerhalb von den USA und Teilen von Europa außer Acht.

Ebenso teile ich nicht deine Einschätzung zur Lage in den USA nach Obama. Bzw. ich glaube es hat wenig mit dem Begriff zu tun. Ich glaube wir beide wissen, dass der "alte" Part bei "alter weißer Mann" nur ein Vorzimmer ist für "you're a fuckin' priviliged white male". Ich gehe da nicht mit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bzw. ich glaube es hat wenig mit dem Begriff zu tun.

Sage ich doch.

Zum Rest, wie du meinst. Der Begriff ist sehr alt. Wikiwissen sagt

The expression "white trash" probably originated in the slang used by enslaved African Americans, in the early decades of the 1800s, and was quickly used by richer white people who used the term to stigmatize the kind of whites they considered to be inferior.[12] "Poor white trash", then, is the term for the "bad poor", not the romanticized "noble and hardworking" good poor"[1] Nancy Isenberg compiled a long list of derisive names that have been used to refer to poor whites:

Edit: sorry für offtopic
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, was ich meinte war, dass das was du geschrieben hast nichts mit dem Begriff zu tun hat, bezogen darauf wieso ich diesen ablehne. Was ich meinte war, dass der Exkurs in diese sehr spezifischen Details der US-amerikanischen Gesellschaft nichts damit zutun haben wieso dieser Begriff (dennoch) zur Spaltung beiträgt, auch wenn mir durchaus bewusst ist, woher er stammt, nämlich genau da her, aus den USA.
 
Eine gesellschaftliche Thematik/Debatte hat m.E., auch vor dem Hintergrund von Corona - wir sind übrigens im 'Corona allgemein Fred ;) - immer eine (oft unausgesprochene) politische Dimension Das schließt Debatten um Maßnahmen ebenso ein wie einen Austausch zu Impfungen, Behandlungen und den Rahmenbedingungen, unter denen das alles passiert. Wäre das hier eine parteipolitische Debatte, würde ich dir wegen off topic zustimmen.
Isses aber nicht.
 
Über unsere Führung kann man aktuell doch wieder nur schmunzeln. Omikron ist für alle super ansteckend und unser Gesundheitssystem droht zeitnah wieder an seine Grenzen zu kommen. Lockdown und verschärfte Maßnahmen aber natürlich erst irgendwann nach Weihnachten, weil, naja weil Weihnachten und so. Die paar Millionen Extra-Infizierte über die Festtage können wir schon verkraften, aber danach dann...:)
 
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