Gehen wir einmal davon aus, dass KL im Prinzip richtig liegt, fehlt MIR (!) ein m.M.n. wichtiges Teil in der gesellschaftlichen Debatte.
Wenn diese Virus etwas Neues ist, was so zweifelsfrei der Fall ist, dann müssen auch Gegenmeinungen zugelassen werden.
Damit meine ich nicht die von windigen Selbstdarstellern, sondern die von anderen Ärzten.
Gegenmeinungen oder zumindest teilweise andere Meinungen von erfahrenen Ärzten und Professoren, die gleichfalls, wie KL/das RKI, Epidemiologie- und/oder Virologie-Experten sind.
Das war und ist in Deutschland nicht der Fall!
Während den RKI-Experten und den, sich in ihren Entscheidungen zwangsläufig daran anlehnenden Politikern in allen privaten und vor allen öffentlich-rechtlichen Medien eine breite Plattform gegeben wurde, wurden andere Experten dahingehend zum Schweigen gebracht, in dem ihnen diese Möglichkeiten verwehrt wurde.
Schlimmer noch, sie wurden als Corona-Leugner stigmatisiert, mithin sich deren Expertisen in offenen Diskussionen nicht gestellt.
Ich nenne die Seite mal, nicht abwertend gemeint (!), RKI-Fraktion.
Diese "verkauft/e" ihre Meinung als einzig richtige Wahrheit.
Das aber im Wissen darum, dass auch ihnen bei einer solch neuen Virusart Denk- oder experimentelle Untersuchungsfehler unterlaufen können.
Mithin blieb allen Experten, die anderer Meinung waren, aber fachlich auf einer gleichen oder gar besseren Fachwissenstufe waren, nur eine Medien-Plattform.
Nämlich das Internet, hauptsächlich Youtube.
Was war die Folge?
Neben deren (möglicherweise sogar richtigen oder teilweise richtigen) Aussagen, platzierten sich die Meinungen von irgendwelchen Scharlatanen.
Das wiederum führte dazu, dass die wirklichen Experten und eben diese Scharlatane seitens der Gegenseite, der RKI-Fraktion, zusammengemischt und verunglimpft, ja sogar stigmatisiert wurden.
So wurden Szenarien geschaffen, die die Bevölkerung zusätzlich belastet und zudem Verschwörungstheorien einen satten Nährboden verschafften.
Auf diese Art schafft man kein großes Vertrauen in Maßnahmen, die (richtig oder falsch) an sich für alle schon als höchst belastend empfunden wurden.
Gerade Verbotenes zieht Menschen an.
Verbietet man z.B. einem Kind etwas anstatt aufzuklären, wird dieses das Verbotene zu nahezu 100% trotzdem versuchen auszuprobieren.
Auf Corona und dem medialen Prozessen projeziert drängte man Menschen mit Zweifeln und Skepsis regelrecht zu Youtube.
Dadurch verringerten sie ihre Zweifel und Skepsis sicher nicht.
Es kam zu noch mehr Zweifel und Skepsis, d.h., zu noch mehr Vertrauensverlust.
Was wäre der bessere Weg gewesen?
Zum Beispiel ein öffentlich ausgetragener, fachlich fundamentierter Dialog mit weltweit anerkannten Experten, die teilweise oder gänzlich eine andere Meinung zu den Maßnahmen vertreten.
Stattdessen eben diese dogmatische Ablehnung.
Bei einem offenen Dialog hätte man die eigene Meinung fachlich begründen und die gegenteilige damit a absurdum führen können.
In Dänemark wurde z.B. viel offener gehandelt.
Die Folge war, dass viel mehr Vertrauen geschaffen, die Bevölkerung sensiblisiert und Vertrauen auch zu bestimmten, sich beschissen anfühlenden, Maßnahmen geschaffen.
Warum so nicht in Deutschland?
Wenn ich versuche, mir diese Frage offen, d.h., ohne mich auf eine der Meinungsseiten zu schlagen, zu beantworten, komme ich zu keiner wirklich zufriedenstellenden Antwort.
@FadTony, Vorstehendes habe ich einmal so versucht aufzuschreiben, wie ICH die letzten 18 Monate die Entwicklung empfunden habe.
Ich gebe offen zu, dass ich trotz Zweifachimpfung, immer noch, d.h., zu vielen Maßnahmen große Zweifel hege, ja einige als völlig überzogen oder gar falsch ansehe.
Auch wegen der von mir aufgezeigten Entwicklung und dem daraus resultierenden politisch-dogmatischen Handeln.
Allerdings, sind das MEINE persönlichen Empfindungen.
Dabei geht es mir gar nicht einmal so darum, welche Meinungsseite recht hat.
Letztlich kann ich das als Laie eh kaum beweisbar beurteilen.
Aber auch Gefühle können Verhalten, Glauben und Vertrauen wesentlich beeinflussen.
Und:
Andere werden anders denken und fühlen.
Das ist sicher eine sehr individuelle Mentalitäts- und Charaktersache.
Ich kann deren Sicht respektieren, teilweise sogar nachvollziehen oder zu einem ganz kleinen Teil sogar teilen.
Es wäre mir deshalb lieb, wenn auch meine Meinung zumindest respektiert und ich nicht in eine absurde und stigmatisierende Schublade geschoben wird.