Interview aus der SportBILD. Ist ein wenig unübersichtlich, weil ich vom Handy aus schreibe.
SB: Herr Pizarro, ist Werder nicht ein Rückschritt, wenn man vorher für Bayern und Chelsea gespielt hat?
CP: Sicher ist Bremen nicht mit Chelsea zu vergleichen, aber Werder steht vor einer großen Zukunft. Die Mannschaft ist stark besetzt, spielt in der CL. Ich bin gekommen um Titel zu gewinnen und in der CL Erfolg zu haben.
SB: Das heißt?
CP: Das Viertelfinale muss unser Ziel sein.
SP: Luca Toni gilt als bester Stürmer der Liga, jetzt kommen sie zurück...
CP: (lacht) Jaja, ich bin Bremens Antwort auf LT. Ich werde mir aber keine Marke setzen ob ich 15 oder 20 Tore schieße, nur der Erfolg der Mannschaft ist wichtig. Aber ich weiß, dass viel von mir erwartet wird.
SB: Inwieweit kommt ihnen die offensive Spielweise von Trainer Schaaf entgegen?
CP: Das war auch ein Grund warum ich mich für Werder entschieden habe. Ich werde davon profitieren.
SB: Wie groß ist der Druck der auf ihnen lastet?
CP: Druck ist, wenn man für große Mannschaften spielt, immer vorhanden. Das macht mir nichts aus. Mein Job bei Werder ist es nun, Führungsspieler zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Tore zu schießen. Das mache ich gerne.
SB: Schon an diesem Sonntag gegen Schalke?
CP: Ich hoffe es. Sollte ich dazu noch treffen und wir gewinnen, wäre es ein tolles Comeback. Um Meister zu werden ist es ganz wichtig, dass wir unsere Heimspiele gewinnen. Auch gegen Schalke, die zu den Favoriten zählen. Wir müssen Konstanz in unser Spiel bringen, die Klasse dazu haben wir.
SB: Steht Werder auf Augenhöhe mit Bayern?
CP: Ich glaube schon. Werder hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Wir haben eine gute Mannschaft.
SB: Nach Sport Bild Informationen sollen auch der Hsv und Hertha an ihnen interessiert gewesen sein.
CP: Ich habe davon über meinen Berater erfahren. Aber ich wollte etweder in London bleiben oder bei einem Verein spielen, der in der CL spielt, also gab es da keine Gespräche.
SB: Zumal sie zu Werder auch ein ganz besonderes Verhältniss haben?
CP: Das stimmt. Mitentscheidend war, dass die Verantwortlichen wie KA und TS immer noch dieselben sind wie 1999, als ich mit 20 Jahren zu Werder kam. Hier konnte ich meine Karriere starten, dafür bin ich Werder dankbar. Der Kontakt war nie abgerissen.
SB: Sie haben noch bis 2011 Vertrag beim CFC und nur ausgeliehen. Ist ein langfristiger Verbleib in Bremen ausgeschlossen?
CP: Das will ich nicht sagen. Wenn es gut für mich läuft, warum soll ich dann nicht länger bleiben? Ich möchte auf keinen Fall ein Wandervogel werden. Es gefällt mir nicht, ein Jahr bei einem Klub zu spielen, das andere Jahr dann bei dem. Warten wir nun mal die Saison ab.
SB: Wie groß ist der Ärger, bei CFC nicht den Durchbruch geschafft zu haben?
CP: Groß. Denn ich bekam nicht die Chance zu zeigen, was ich kann. Mourinho hatte mich geholt und nach 3 Monten wurde er entlassen. Das war mein Pech. Hinzu kam, das ich eine schlechte Vorbereitung hatte, weil ich mit Peru an der Südamerika-Meisterschaft teilnahm. Ich bin ein Spieler, der eine vernünftige Vorbereitung braucht, um während der Saison Top-Leistungen zu bringen. Die will ich nun in Bremen zeigen.