Meine Eindrücke zu gestern:
- So ist eben Fußball. Und diese Unberechenbarkeit macht den Fußball doch so schön...
-Bayern hat alles, wirklich alles gegeben. Sie sind körperlich und mental bis an die absolute Grenze gegangen. Sah man am Fallbeispiel von Schweinsteiger sehr deutlich. Und sowas kann man nicht zweimal binnen sieben Tagen, wie hier einige nach dem DfB-Pokalendspiel glaubten...
-Ist schon seltsam, das Chelsea ausgerechnet in diesem Jahr, wo vieles nicht mehr lief, viele Stars in ein gewisses Alter gekommen sind, die ganz teuren und tollen Neuzugänge es nicht gab, und die spielerischen Möglichkeiten doch begrenzt waren und zudem im Finale einige sehr wichtige Spieler gesperrt fehlten, es endlich schafften, diese Trophäe zu gewinnen. Zwar sehr, sehr glücklich, aber letztendlich nicht unverdient.
Und irgendwie war das auch eine gewisse Gerechtigigkeit nach dem Moskauer Finale, das ausgerechnet Drogna den fünften und entscheidenden Elfer verwandeln konnte, nachdem er das in Moskau nicht mehr konnte und Terry dann versagte. Otto Rehhagel würde sagen, das es eben DOCH einen Fußballgott gibt...
-Das ausgerechnet dem als Trainer bisher noch namenlosen Di Matteo dies gelang, übrigens ein unglaublich sympathischer und bescheidener Trainer, aber ein Erfolgstyp (schon als Spieler) durch und durch.
-Das Abramowich einfach nur ein total sympathischer, bescheidener und auf dem Boden gebliebener Typ ist, eindrucksvoll, wie er nach dem Spiel locker mit Chelsea-Fans auf der Werbebande saß und sich mit denen unterhielt, in legerer Kleidung
-Die unglaubliche Fairneß nahezu aller Spieler und Verantwortlichen beider Vereine nach dem Spiel, in Interviews, aber auch mit Gesten (besonders beeindruckend Drogba, der mehrere Bayern-Spieler lange in den Arm nahm und zu trösten versuchte).
Gruß vom
Werder-Oldie