CAF Africa Cup of Nation - Angola 2010

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auch ghana überlegt abzureisen

Der ghanaische Sportminister Rashid Pelpuo ist mit der Fußball-Nationalmannschaft zusammengetroffen, um über eine mögliche Abreise von Afrika Cup zu beraten. Die „Black Stars“ sollten in ihrem ersten Turnier-Match auf die togolanische Mannschaft treffen. Nach dem blutigen Anschlag auf den Mannschaftsbus der Togoer hat sich die Mannschaft zur Abreise aus Angola entschlossen. In Ghana wurden nach Bekanntwerden des Anschlags einer separatistischen Rebellengruppe Sorgen um die Sicherheit der Mannschaft geäußert.
 
Verdammt schlimme und traurige Sache...

Da ich nirgends anderslautende Informationen gefunden habe gehe ich mal davon aus dass in der Gruppe B nur drei Gruppenspiele ausgetragen werden. Falls sich Ghana auch noch aus dem Turnier zurückzieht würde die Gruppe B allerdings nur noch aus zwei Mannschaften bestehen.
 
Das Organisationskomitee gibt Togo eine Mitschuld an dem Anschlag, wie Spiegel-Online berichtet:
Das Organisationskomitee des Afrika-Cups (Cocan) erhob jedoch schwere Vorwürfe gegen die Togoer. "Die Regeln waren eindeutig: Kein Team sollte mit dem Bus anreisen. Ich weiß nicht, was Togo bewogen hat, es trotzdem zu tun", sagte Virgilio Santos: "In der Stadt hätte es diesen Vorfall niemals gegeben."
Mag ja sein, dass es diese Warnung gegeben hat. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob ein Spielort, der nur unter Lebensgefahr betreten werden kann, angemessen ist, oder ob da die Oranisation geschlampt hat.

Ich hoffe nur, dass bald der Sport wieder im Vordergrund steht.
 
ich faend es nicht verkehrt, wenn noch weitere laender sich zurueckziehen wuerden. die sicherheit von menschenleben sollte vorrang vor allem haben. wenn angola dies nicht sicherstellen kann, dann nuss es damit rechnen, dass dss turnier boykottiert wird und im endeffekt nicht stattfindet. sehe es im uebrigen wie brummsel. die warnung ist ja schoen und gut. aber wo gibtx denn sowas? stell sich mal einer vor, die deutsche regierung haette 2006 davor warnen muessen, dass die jeweiligen teams nach leipzig nur mit dem flugzeug fliegen sollen, da ueberlandfahrten durch das rechtsradikal gepraegtere saechsische umland einen anschlag zur folge haben koennte. angola hin oder her. ich bin gespannt wie es in suedafrika um die sicherheit bestellt ist. bloss wird man hier sehen, dass die wirtschaftlichen interessen eine groessere rolle als die sicherheit der menschen spielen wuerden. prinzipiell bin ich der meinung, dass turniere nur an die laender vergeben werden sollten, die politisch stabil sind und wo einem nicht nach dem leben getrachtet wird. wo soll der naechste acn stattfinden? somalia oder doch sudan (darfur) ?
 
ich faend es nicht verkehrt, wenn noch weitere laender sich zurueckziehen wuerden. die sicherheit von menschenleben sollte vorrang vor allem haben. wenn angola dies nicht sicherstellen kann, dann nuss es damit rechnen, dass dss turnier boykottiert wird und im endeffekt nicht stattfindet. sehe es im uebrigen wie brummsel. die warnung ist ja schoen und gut. aber wo gibtx denn sowas? stell sich mal einer vor, die deutsche regierung haette 2006 davor warnen muessen, dass die jeweiligen teams nach leipzig nur mit dem flugzeug fliegen sollen, da ueberlandfahrten durch das rechtsradikal gepraegtere saechsische umland einen anschlag zur folge haben koennte. angola hin oder her. ich bin gespannt wie es in suedafrika um die sicherheit bestellt ist. bloss wird man hier sehen, dass die wirtschaftlichen interessen eine groessere rolle als die sicherheit der menschen spielen wuerden. prinzipiell bin ich der meinung, dass turniere nur an die laender vergeben werden sollten, die politisch stabil sind und wo einem nicht nach dem leben getrachtet wird. wo soll der naechste acn stattfinden? somalia oder doch sudan (darfur) ?

Nein, die nächsten finden in Gabun und Äquatorialguinea statt.
Was den Anschlag angeht, kann ich nicht verstehen, warum ein paar A******* meinen, Unschuldige töten zu müssen um ihre Forderungen durchzusetzen. Dies ist schlicht und einfach Terror und dem sollte man nicht nachgeben, denn sonst haben diese Leute gewonnen. Denn sie haben durch diese Anschläge dann das erreicht, was sie erreichen wollten: Das der Wettbewerb nicht vernünftig oder gar nicht stattfinden kann. Das kann man allerdings auch nciht mit Sachsen vergleichen. Afrika ist ein Kontinent, in dem in vielen Ländern solche schlimmen Dinge Alltag sind. Soll man jetzt komplett auf friedliche Wettbewerbe verzichten, die viele Menschen unterschiedlicher Herkunft verbindet, oder sollte man das Ganze dann komplett absagen und allem nachgeben, was schlecht ist? So eine Ausrichtung kann für ein Land auch eine Chance sein sich zu zeigen, etwas wirtschaftlich aufzubauen.

Ich denke in Südafrika werden die Sicherheitsmaßnahmen besser sein. Die beiden Länder sind nicht vergleichbar. Südafrika ist weitaus stabiler. Zumindest hat Südafrika keine Exklave, die von einigen Rebellen für sich beansprucht wird, wie es in Angola der Fall ist.
 
Ich glaube nicht, dass diese Guerilla-Banden es explizit auf den Fußball absehen. Die Gegend dort in Angola ist seit Jahren hart umkämpft. Ging es den verfeindeten Parteien vielleicht um Land, Autonomie, Freiheit oder auch Geld, geht es den Beteiligten nur noch um den Krieg. Es herrscht dort Krieg wegen des Krieges willen.
Eine Regierung kann immer einfach sagen, wir sorgen für Sicherheit. Diese Regierung schafft es seit der Unabhängigkeit des Landes nicht die Bürgerkriege zu beenden, den Menschen dort Frieden und Sicherheit zu geben. Im Gegenteil, auf dem ganzen Kontinent wird landauf landab gemordet und geraubt.
Man wird Südafrika nicht nicht mit Angola vergleichen können, denn in Südafrika gibt es annähernd sowas wie Frieden.
Aber dieser Frieden ist trügerisch. In den Townships herrscht eine große Gewalt, die Mordrate in Südafrika ist hoch. Südafrikaner machen jagd auf Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten. Die besser gestellte Bevölkerungsschicht muss sich gegen die Kriminalität abschotten.
Wir werden, soetwas wie in Angola bei der WM nicht sehen. Denn ich bin mir sicher, dass jedes Teilnehmerland ihre eigene Terroreinheit mitnehmen wird, um sich zu schützen. Andere Schauplätze werden sicherlich von den südafrikanischen Behörden so abgeriegelt, damit kein Europäer annähernd in die Nähe der südafrikanischen Problemzonen kommt.
Sicher ist es für die einfach Bevölkerung in diesem Land ein riesige Event. Ich bin mir auch sicher, dass man ihre Nationalmannschaft feiern wird. Aber diese WM wird auf zwei Seiten stattfinden. Einmal für uns Europäer, Amerikaner usw. am Bildschirm und auf den Fifa-Meilen und einmal abgeschottet für die arme einheimische Bevölkerung.

Der Afrikacup ist für die Menschen in Afrika eine der wichtigsten Sportveranstaltungen überhaupt. Es geht den Mannschaft dort um ihre Bestimmung im afrikanischen Fußball. Daher kann ich das Antreten der Togolesen schon verstehen.
Aber die Frage nach dem Sinn und Unsinn einen Turnierort in einem bürgerkriegsähnlichen Gebiet stattfinden zu lassen muss aber dennoch gestellt werden. Auch warum die Mannschaft aus Togo über die Grenze mit dem Bus kam.
Der afrikanische Fußballverband muss strenger mit ihren Austragungsländern umgehen, um die Gefahr zumindest für die Teilnehmer zu verringern. Sonst werden sich wohl in Zukunft die gutbezahlten Profis aus Europa nicht mehr in ihre Heimat trauen. Da wird man selbst Sperren in Kauf nehmen oder man tritt aus den Nationalmannschaften zurück. Verlierer wird jedenfalls der Fußball auf diesem Kontinent sein.
Die Bürgerkriegsparteien scheren sich nicht um den Sport. Ihnen geht es um den Krieg wegen des Krieges willen.
 
Ist ja eine nette Geste der Nationalmannschaft von Togo dass sie wegen ihrer verletzten und getöten Kameraden nun doch antreten sollen. Aber sie hätten auch mal bedenken soll dass die Organisatoren nach dem Angriff versucht haben diesen zu verschleiern/die Schuld bei Togo zu suchen. Und dass man überhaupt der Meinung war Gruppenspiele in Gebiet zu geben, in denen die eigenen Besatzungstruppen in Konflikt mit der Bevölkerung und den dortigen Rebellen stehen.:rolleyes:
 
Aus dem spox-Ticker:

14.34 Uhr: UPDATE Togos Nationalmannschaft scheint dem Afrika Cup nun doch den Rücken zu kehren und die Reise in die Heimat anzutreten. Das bestätigte Emmanuel Adebayor im französischen Radiosender "RMC".
 
jep. hab ich eben auch schon im videotext gelesen. auf ordnung des togolesischen premiers. ich finds nicht verkehrt. wenn angola nicht in der lage ist, dort für eine sichere atmosphäre zu sorgen, dann haben sie als austragungsortes eines solch bedeutenden turnieres nix zu suchen. dann geht das halt immer nur in ländern wie tunesien, marokko und südarfika, wo relative ruhe herrscht. andere länder, die gleichfalls noch so halbwegs was wie infrastruktur aufzuweisen haben, fallen mir gerade nicht ein. ägypten ja. aber da ist ja auch nicht immer alles sicher. schon gar keine algerier. :rolleyes:
 
Ich frag mich im Falle Togos nur, was zur Hölle sich die Politik in den Sport einmischt. Zumal die Spieler selbst - soweit man gehört hat - spielen wollten um ein Zeichen zu setzen.

Auch schade, dass jetzt in den Medien oft alles über einen Kamm geschert wird und direkt die Sicherheit in Südafrika angezweifelt wird. Der Chef des Organisationskomitees hat das schon ganz gut ausgedrückt: Seit wann wird ein Land dafür verantwotlich gemacht, was in einem anderen Land passiert? Aber soll der Springer-Verlag mal weiter Panik schieben. ;)
 
Ich frag mich im Falle Togos nur, was zur Hölle sich die Politik in den Sport einmischt. Zumal die Spieler selbst - soweit man gehört hat - spielen wollten um ein Zeichen zu setzen.

Auch schade, dass jetzt in den Medien oft alles über einen Kamm geschert wird und direkt die Sicherheit in Südafrika angezweifelt wird. Der Chef des Organisationskomitees hat das schon ganz gut ausgedrückt: Seit wann wird ein Land dafür verantwotlich gemacht, was in einem anderen Land passiert? Aber soll der Springer-Verlag mal weiter Panik schieben. ;)

Denke mal, dass Südafrika noch sicherer ist als Angola. Zudem huschen in Südafrika keine Rebellen über die Straße.
 
Auch schade, dass jetzt in den Medien oft alles über einen Kamm geschert wird und direkt die Sicherheit in Südafrika angezweifelt wird. Der Chef des Organisationskomitees hat das schon ganz gut ausgedrückt: Seit wann wird ein Land dafür verantwotlich gemacht, was in einem anderen Land passiert? Aber soll der Springer-Verlag mal weiter Panik schieben. ;)
Südafrika ist natürlich nicht Angola. Trotzdem muss man die Situation dort nun auch unter diesem Gesichtspunkt neu bewerten. Alles andere wäre fahrlässig...
 
Trotzdem muss man die Situation dort nun auch unter diesem Gesichtspunkt neu bewerten. Alles andere wäre fahrlässig...

Das ist doch Schwachsinn. Südafrika hat keine Exklaven, in denen Rebellengruppen mit Gewalt nach Unabhängigkeit trachten. Und das Sicherheitsproblem ist in Bezug auf die WM 2010 nichts Neues. Deutschland hätte 2006 sein Sicherheitskonzept auch nicht neu überdenken müssen, wenn im Winter weißrussische Rebellen einen Mannschaftsbus angegriffen hätten. Es ist natürlich in Mode gekommen, auf die südafrikanische WM-Organisation draufzuhauen - und wenn man keine Ahnung von der Materie hat, kann man auch wunderbare Parallelen zu dem Terroranschlag in Cabinda ziehen. Man macht sich die Welt eben, wie sie einem gefällt. Stimmt's, Herr Springer, Afrika ist ja gleich Afrika. Und in einer erdölreichen angolanischen Exklave, welche zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo liegt, ist die allgemeine Lage ja schließlich auch genau so wie im unmittelbaren Umfeld der WM-Stadien.
 
das kranke an der geschichte ist, dass dieser afrika-cup stattfindet :wall::wall:

jetzt überlegen wir mal, wenn bei einer wm was derartiges passieren würde - da würde alles passieren, bloß kein fußball gespielt werden. und dass dieser vorfall aus dem sport in die politik rüberwandert halte ich für mehr als nötig - das war ein politisch motivierter anschlag und der sport war nur mittel zum zweck.

abgesehen davon dass spiele des afrika-cups meistens eher einer schlafdroge gleichkommen, schau ich es mir dieses mal erst recht nicht an
 
Laut [dieser] Meldung auf der Homepage von EuroSport nimmt das Team von Togo nun definitiv nicht am Wettbewerb teil. Ich habe den Spielplan im Eröffnungspost dieses Threads entsprechend aktualisiert.

Nachtrag: Ich habe dem Spielplan noch die Informationen hinzugefügt, welche Spiele auf EuroSport und welche auf EuroSport 2 stattfinden.
 
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