BSG Chemie Leipzig - Grün-Weiß hat bock auf Grün-Weiß

Tränen-Abschied
Leipzig - Leutzsch, Mittwoch, 17.12 Uhr: In der Geschäftsstelle des FC Sachsen bestätigte Insolvenzverwalter Heiko Kratz (40), was BILD.de-Leser bereits vorab wussten: AUS für den Traditionsklub! „Die vorhandene Struktur ist nicht sanierungsfähig, der Spielbetrieb wird zum 30. Juni eingestellt und der Verein abgewickelt!“ BILD.de beantwortet die fünf wichtigsten Fragen!

►Was passiert mit dem Geld aus dem möglichen Verkauf des Oberliga-Spielrechts der 1. Mannschaft?
Alle Einnahmen wandern weiter in die Insolvenzmasse. Laut NOFV-Statuten dürfen Spielrechte sowieso nicht verkauft, sondern nur abgetreten werden. RB zeigt Interesse.
►Wie verhält sich der Verband?
Noch abwartend. Stefan Oberholz (46), Vizepräsident Rechts- und Satzungswesen beim sächsischen Fußballverband: „Ich kenne den Fall bisher nur aus der Zeitung.“ Bedingung bei der Übertragung des Spielrechts allerdings: Mindestens 51 Prozent der Spieler müssen in den neuen Verein integriert werden. Bis zum 31. Mai muss der Wechsel angezeigt sein.
► Wie haben es die Spieler aufgenommen?
Für sie kam die Nachricht wie aus heiterem Himmel. Kapitän Kevin Kittler (29): „Das tut schon weh, der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Ich wusste, dass es schlimm ist, aber so schlimm?“ Oldie Khvicha Shubitidze (36): „Ich selber mache mir weniger Sorgen, aber für die jüngeren Spieler ist es natürlich hart.“
► Wie geht's mit dem Kunze-Sportpark weiter?
Der fällt ab 1. Juli zurück an die Stadt. „Der Insolvenzverwalter muss die Sportfläche im ordnungsgemäßen Zustand zurückgeben“, sagt Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (36/Linke). Dann wird neu vergeben, beispielsweise an die interessierte BSG Chemie. Problem: Die Unterhaltung kostet mindestens 150 000 Euro im Jahr. Ob das ein Klub, der momentan noch 10. Liga spielt, stemmen kann?
► Welches Konzept hat die BSG Chemie?
Deren Vizechef Wolf-Peter Hoffmann (47): „Vorrangig geht es uns darum, den Nachwuchs zu erhalten." Aber auch die Übernahme der U23 (2. Mannschaft des FC Sachsen) sei möglich. Hoffmanns Bedenken: „Das will schließlich alles finanziert werden. Wir wollen viele Mitstreiter gewinnen, müssen aber kleine Brötchen backen.“


Insolvenzverwalter gibt FC Sachsen Leipzig auf

Leipzig – Nach den Spekulationen über das Aus des FC Sachsen zum Saisonende, stellten sich nun Insolvenzverwalter Heiko Kratz sowie die Klub-Vorständler Matthias Weiß und Uwe Seemann auf einer offiziellen Pressekonferenz.
Von Kratz, der um 16.49 Uhr mit einem Taxi (sicher ist sicher) in Leipzig-Leutzsch vorfuhr, kam dann um 17.12 Uhr der Satz, den die Fans des FC Sachsen so fürchteten: „Der Spiel- und Vereinsbetrieb wird zum 30. Juni eingestellt. Der Klub wird aus dem Vereinsregister entfernt.“
Sinkende Zuschauerzahlen, fehlende Sponsoren und die enormen Kosten des Alfred-Kunze-Sportparks (rund 200 000 Euro jährlich) haben ihn diesen Entschluss fällen lassen.
Kratz: „Jeder weiß, dass sich die Situation nicht positiv entwickelt hat...“
Gleich nebenan trainierten inzwischen die Spieler des FC Sachsen, um sich auf das Heimspiel Sonntag gegen Bautzen vorzubereiten. Es wird das letzte in der Geschichte des Traditionsklubs werden.
Hoffnung nun nur noch: Alle Mannschaften des FC Sachsen sollen gerettet, von anderen Vereinen übernommen werden. RB zeigt am Spielrecht der 1. Mannschaft Interesse, die BSG Chemie am Nachwuchs. Der Verein ist gerade Meister in der 1. Kreisklasse (10. Liga) geworden und will künftig im Kunze-Sportpark spielen.
Noch fraglich, wie man sich das leisten will...
 
Ich will echt nicht den Schlaumeier spielen...aber der FC Sachsen Leipzig und die BSG Chemie sind 2 unterschiedliche Vereine.

Auch wenn sie die selbe Vergangenheit haben...und wohl auch nur einer eine zukunft hat :D
 
Ich will echt nicht den Schlaumeier spielen...aber der FC Sachsen Leipzig und die BSG Chemie sind 2 unterschiedliche Vereine.

Auch wenn sie die selbe Vergangenheit haben...und wohl auch nur einer eine zukunft hat :D

Brauchst du auch nicht, denn mir ist durchaus bewusst, dass das zwei "verschiedene" Vereine sind.

Es geht in dem Artikel aber darum, dass die BSG Chemie (und somit passt der Artikel hier rein) die Jugendabteilungen und den Kunze-Sportpark von SaLei übernehmen soll/will, und nun mischt sich halt noch die SG Leipzig Leutzsch ein.
 
Hey ihr,
die BSG Chemie Leipzig würde der Hansestadt gerne mal einen Besuch abstatten.
Wir spielen zwar nur in der 6.Liga, haben aber eine sehr aktive Fanszene: Wir stehen für Gewaltlosigkeit und Antirassismus und gestalten unseren Verein selbst mit (mehr dazu:chemie-leipzig.de).
Euer Sponsor die Targobank würde diesen Ausflug, inklusive einem Spiel gegen eure erste Mannschaft, finanzieren, vorrausgesetzt wir erhalten genug Stimmern. Genau deshalb wäre es top, wenn ihr uns vielleicht die ein oder andere schenken würdet.
Momentan führt übrigens unser Lokalrivale Lok Leipzig das Voting an, ein Verein, dessen Fans streckenweise eindeutig mit der rechten Szene in Verbindung gebracht werden können.
So, jetzt will ich nicht weiter nerven.
Grün-Weiße Grüße aus Leipzig :schal:
Flo

https://www.so-geht-bank-heute.de/s...praemie/vereinsprofil/bsg-chemie-leipzig.html
 
Das ist eine Frage, die nicht ganz so leicht zu beantworten ist. Ich versuch es trotzdem in wenigen Worten:

Wieso überhaupt "BSG CHEMIE"?
Der Sport in der DDR wurde anders organisiert und besaß andere Strukturen als in der BRD.
So gab es zentrale Sportvereinigungen auf der Basis der Gewerkschaftsstruktur:
So war im Falle der BSG Chemie Leipzig, der Gewerkschaftsbereich "Chemische Industrie, Glas- und Keramik" der Sportvereinigung "Chemie" untergeordnet.
Die Aufgabe der SV war es, die BSG innerhalb ihres Bereiches zu organisieren und zu fördern.
Chemie Leipzig wurde 1951 und 1964 DDR-Meister.

Um sich auch nach außen hin vom "DDR-Mief" zu befreien wurde nach der Wende aus der BSG Chemie Leipzig letztendlich der FC Sachsen Leipzig.

Durch Fehlwirtschaft in den zahlreichen Ober- und Regionalligajahren, verschwand der Verein dann schließlich 2011 aus dem Vereinsregister.

Doch bereits im Jahr 1997 wurde die BSG (diesmal: Ballsportgemeinschaft) Chemie Leipzig in Anlehnung an den "alten" Verein neu gegründet.

Fanstreitigkeiten und unterschiedliche Ansichten über das Vereinsmanagement führten dazu, dass sich unter anderem die größte Ultragruppierung ("Diablos") vom Verein abspaltete und 2008/09 den Spielbetrieb, unter dem bereits oben erwähnten Namen Ballsportgemeinschaft Chemie Leipzig, in der 3. Kreisklasse neu aufnahm.

Nach drei Aufstiegen in Folge, gelangte man bis in die Stadtklasse. In dieser Zeit, gab es zahlreiche Highlights -unter anderem ein Spiel um die Vorentscheidung im Aufstiegskampf vor 850 Zuschauern in der 1.Kreislasse (Video: http://www.youtube.com/watch?v=7glI9c6MiAI).

Nach dem dann letztendlich der FC Sachsen aufgelöst war, wurde, überraschend für beinahe alle Beteiligten, ein "neuer" Verein aus dem Boden gestapft (die SG Leipzig-Leutzsch), der die Nachfolge allein für sich beanspruchen wollte.

Die BSG Chemie Leipzig übernahm nach den drei Jahren in der Kreisklasse das Spielrecht eines 6.Ligisten, während die SG Leipzig-Leutsch, das Spielrecht der damals 2.Mannschaft des FC Sachsen Leipzig(ebenfalls 6.Liga) übernahm.

Seitdem tragen diese beiden Vereine ihre Derbys in ein und der selben Spielstätte aus, dem Alfred-Kunze-Sportpark.
Doch für eine Vereinigung sind die philosophischen und kulturellen Unterschiede zu eklatant.
So leben die Fans der BSG Offenheit und Toleranz, im Gegensatz zu denen der SGLL, wo eher der Verdacht der Rechtsoffenheit besteht.

Ich hoffe, diese Ausführung war einigermaßen verständlich.
Flo
 
Hey ihr,
die BSG Chemie Leipzig würde der Hansestadt gerne mal einen Besuch abstatten.
Wir spielen zwar nur in der 6.Liga, haben aber eine sehr aktive Fanszene: Wir stehen für Gewaltlosigkeit und Antirassismus und gestalten unseren Verein selbst mit (mehr dazu:chemie-leipzig.de).
Euer Sponsor die Targobank würde diesen Ausflug, inklusive einem Spiel gegen eure erste Mannschaft, finanzieren, vorrausgesetzt wir erhalten genug Stimmern. Genau deshalb wäre es top, wenn ihr uns vielleicht die ein oder andere schenken würdet.
Momentan führt übrigens unser Lokalrivale Lok Leipzig das Voting an, ein Verein, dessen Fans streckenweise eindeutig mit der rechten Szene in Verbindung gebracht werden können.
So, jetzt will ich nicht weiter nerven.
Grün-Weiße Grüße aus Leipzig :schal:
Flo

https://www.so-geht-bank-heute.de/s...praemie/vereinsprofil/bsg-chemie-leipzig.html

done! dieses LOK Gesocks will ich nicht gegen uns spielen sehen!

Grün weiße Grüße nach Leipzig aus Leipzig:wink:
 
Zur Info - ich habe im Thema den Vereinsnamen ergänzt, damit der Thread jederzeit über die Suchfunktion gefunden werden kann.
 
Die Chemiker gehen ins 6. Jahr. Nach 3 Jahren Kreisklassefußball und 2 Landesligajahren stieg man letzte Saison ab. Trotzdem geht es weiter im Alfred-Kunze-Sportpark. Am 17.8. empfängt man TUS Leutzsch, nicht verwechseln mit SG leipzig-Leutzsch, die jetzt Sachsen Leipzig heißen.

Alle Informationen entnehmt ihr hier: www.chemie-leipzig.de

Hier ein Auftritt mit 500 Fans in Wittenberg im Winter: http://www.youtube.com/watch?v=PtSOL732bMo

Hier geht es zum Fanshop: http://www.chemie-leipzig.de/fanshop.html

Wer Freund oder Freundin der BSG Chemie Leipzig werden will: https://de-de.facebook.com/bsg.chemie.leipzig
 
Grün-Weiß klingt grundsätzlich gut. Dennoch sollte ein Thread dafür reichen, so daß eine Zusammenführung erfolgt ist.

GWG

Bremen
Moderatorenteam
 
https://www.betterplace.org/de/proj...edium=iframe_widget&utm_source=project_widget

Die Sanierungsarbeiten und Neuausstattung des Alfred-Kunze-Sportparks sind in vollem Gange und bedürfen natürlich auch diesmal finanzieller Mittel. Die Erneuerung des Familienblocks, welche maßgeblich von Fans, Sponsoren, Unterstützern und Freunden des Leutzscher Fußballs mitgetragen wurde, soll hierbei als Vorbild dienen.

Zu diesem Zwecke greifen wir erneut auf das Spendenportal "Betterplace" zurück, über das Unterstützungswillige komfortabel ihre kleinen und großen Spenden einzahlen können. Auf diese Weise können die Bedarfe transparent und stets aktuell aufgelistet werden - man sieht genau, was gebraucht wird und kann zweckbezogen spenden! Auf der rechten Seite der Chemie-Website kann man zudem immer den derzeitigen Gesamtspendenstand verfolgen.

Oberste Priorität genießen zurzeit Groß- und Kleinfeldtore, eine neue Schließanlage sowie Trainerbänke für das Hauptfeld.

Sachspenden sind ebenfalls möglich. Solltet ihr also über benötigte Geräte, Technik oder Materialien verfügen, so schickt uns eine Mail an die Adresse sanierung(at)alfred-kunze-sportpark.de. Eure Sachspenden werden dann in die Liste eingepflegt und berücksichtigt.
Weitere Fragen könnt ihr jederzeit per Mail an die oben genannte Adresse senden. Wir werden diese stets so zeitnah wie möglich beantworten.

Wir sind uns über die Größenordnung des Bedarfes bewusst, sind aber zuversichtlich, mit Hilfe unserer Fans, Sponsoren, Unterstützer und Partner auch diese Mammutaufgabe zu bewältigen.

Eine Alternative gibt es ohnehin nicht - schließlich geht es um den Alfred-Kunze-Sportpark, unser schönes Stadion!
 
Chemie Leipzig war neben "Eisern" Union Berlin derjenige Verein zu DDR- Zeiten mit den verrücktesten und fanatischsten Fans. Das hab ich in Kindertagen in den 80ern selbst noch erlebt, wenn beide nach Magdeburg zu Punktspielen kamen.

Ob das nun im wesentlichen mit den verhassten, sozusagen staatlich geförderten Nachbarn von Lok und BFC zusammenhing, oder doch länger mit Tradition, weiss ich nicht, glaube aber es war eine Mischung aus beidem.

Wenn ich heute mal durch Leutzsch nach Böhlitz-Ehrenberg dran vorbeifahre, was in den letzten Jahren zugegeben sehr selten war, stimmt einen das schon bedenklich, was aus dem Verein geworden ist. Selbst in der vierten Liga kamen da doch noch 5-stellige Zuschauerzahlen.
 
Während des Werderspiels in Leipzig haben wir tags zuvor das Spitzenspiel Chäämie gegen Einheit Rudolstadt gesehen auf der alten Holzsitzplatztribüne vor über 1000 Zuschauern. Ein Hauch von Fußballromantik wehte durch das Stadion.
Wir haben Chemiefans kennengelernt, die echt toll waren und uns die ganze Chemiegeschichte erzählt haben.
Einer kommt immer extra aus München und war dann später unser Guide für Leipzig für den Abend.
Für mich echt ein Kultverein in Leipzig. KÄÄMIE. Grünweiß dazu.
 
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