Boykott der CL-Heimspiele

Da war jemand schneller. Schreibe das aber trotzdem, da es ja genügend Statements in die andere Richtung gibt. Stichwort soziale Verantwortung: Ich bin enttäuscht, dass mein Verein für auch noch unüberdachte Plätze das CL-Paket erhöht. Darüber hinaus, wieso ist es nicht Konsens, Kategorien, wo nachweislich (jüngere) Leute, die sich dem Support verschrieben haben und hierfür - also für den Erfolg von Werder - ebenfalls unentgeltlich einen massiven Aufwand betreiben, zu fördern, indem man diese unterstützt. Insofern finde ich es zwar für das Team traurig, aber grundsätzlich und mittelfristig richtig, mit dem Boykott zu protestieren und zwar so, dass es auch öffentlich ist, wehtut und wahrgenommen wird. Ob das für Verantwortliche ein ernstes Problem darstellt, ist eine zweite Frage.

Für mich auch nicht glaubhaft, dass ohne derartige Zusatzeinnahmen Werders Gesamtsituation entscheidend tangiert wird. Mit der Erhöhung des Mitgliederbeitrages und teuren Auswärtskarten kann ich umgehen, da ich es mir glücklicherweise noch leisten kann und will bzw. das noch akzeptiere. Genauso können es sich aber auch andere dann eben immer weniger leisten, was bei der derzeitigen Entw. auch nicht wirklich verwunderlich ist.

Ultragruppen sind für mich ein unverzichtbarer Teil des Spiels und von Werder - völlig unabhängig davon, dass ich auch schon über eine Fahne vor meiner Nase geflucht habe. Und ja, auch als > 30 sehe ich in dihnen diejenigen, die mit viel Einsatz, Engagement und Leidenschaft eine Fankultur tragen, entwickeln und logischerweise auch verteidigen (müssen).
 
In Leverkusen kosten die ermäßigten Tickets im Stehplatzbereich 12,50 Euro! Preisliste

Beim VfB Stuttgart kosten die ermäßigten Karten 12 Euro! Ich gehe mal davon aus, dass diese die "Stehplätze" darstellen! Preisliste

Bei Borussia Dortmund habe ich keine Preisliste gefunden, nur über Eventim und dort gibt es Karten ab 18 Euro!

Natürlich handelt es sich hier überall nur um Preise für die Europa-League! Aber solche Preise hatten wir auch letztes Jahr in der Euro-League nicht!
 
Aber wer bitte zwingt den die Ultras zu jedem Spiel zu fahren. Ich würde auch gerne vieles aber ich kann es mir nicht alles leisten.
Wenn ich mir aber etwas leisten möchte arbeite ich dafür auch als Schüler.
Früher hat man auch über die Preise gemeckert und ich habe als Schüler damals mir nebenbei was verdient um mir eine DK kaufen zu können, heute als Student arbeite ich auch neben bei, um mir solche Dinge wie Werder leisten zu können.

Hallo so ist nun mal das Leben!

Ich finde es gut, dass man nicht alles hin nimmt und auch was macht aber nicht in dieser Art und Weise und vorallem, wenn man so sozial eingestellt ist und das auch auf so einen Banner zeigt sollte man selbst auch so sein bevor man etwas fordert.

Die Ultras stehen ja allgemein in der Kritik und man hat ja auch in der PK gegen Mainz gehört was KA über die Stimmung sagte.
Wenn man solche Aktionen macht und sich so sozial versteht, verstehe ich nicht warum das nicht auch innerhalb der Kurve hinsichtlich der Stimmung etc. geht!

Es heißt das man nur das Wort Ultra sagt und alle schießen dagegen andersherum ist es doch genauso, doch wenn ich so viel Kritik höre oder bekomme muss man sich auch mal ernsthaft hinterfragen und überlegen was kann man den ändern, da brechen sich auch die Ultras keinen Zacken aus der Krone.
 
Aber wer bitte zwingt den die Ultras zu jedem Spiel zu fahren. Ich würde auch gerne vieles aber ich kann es mir nicht alles leisten.
Wenn ich mir aber etwas leisten möchte arbeite ich dafür auch als Schüler.
Früher hat man auch über die Preise gemeckert und ich habe als Schüler damals mir nebenbei was verdient um mir eine DK kaufen zu können, heute als Student arbeite ich auch neben bei, um mir solche Dinge wie Werder leisten zu können.

Hallo so ist nun mal das Leben!

Ich finde es gut, dass man nicht alles hin nimmt und auch was macht aber nicht in dieser Art und Weise und vorallem, wenn man so sozial eingestellt ist und das auch auf so einen Banner zeigt sollte man selbst auch so sein bevor man etwas fordert.

Die Ultras stehen ja allgemein in der Kritik und man hat ja auch in der PK gegen Mainz gehört was KA über die Stimmung sagte.
Wenn man solche Aktionen macht und sich so sozial versteht, verstehe ich nicht warum das nicht auch innerhalb der Kurve hinsichtlich der Stimmung etc. geht!

Es heißt das man nur das Wort Ultra sagt und alle schießen dagegen andersherum ist es doch genauso, doch wenn ich so viel Kritik höre oder bekomme muss man sich auch mal ernsthaft hinterfragen und überlegen was kann man den ändern, da brechen sich auch die Ultras keinen Zacken aus der Krone.

Fährst du zu jedem Auswärtsspiel, selbst in die entlegensten Gegenden Europas?
Gibst du Geld für Fahnen, Choreos und anderes Material aus, die im Stadion zu sehen sind und die Mannschaft optisch unterstützen?
All diese Sachen kosten, Geld. Geld, das man verdienen kann um sie sich leisten zu können.
Manchmal geht es aber nicht nur um das können, sondern auch, ob man sich etwas leisten will, selbst wenn es einem sehr wichtig ist.
Ich als Azubi kann gar nicht so viel Geld verdienen, um mir die oben genannten Dinge leisten zu können und habe daher höchsten Respekt vor den Leuten, die selbst bis nach Kasachstan fahren und zwar nicht mit dem Flieger der Mannschaft.
 
Aber wer bitte zwingt den die Ultras zu jedem Spiel zu fahren. Ich würde auch gerne vieles aber ich kann es mir nicht alles leisten.
Wenn ich mir aber etwas leisten möchte arbeite ich dafür auch als Schüler.
Früher hat man auch über die Preise gemeckert und ich habe als Schüler damals mir nebenbei was verdient um mir eine DK kaufen zu können, heute als Student arbeite ich auch neben bei, um mir solche Dinge wie Werder leisten zu können.

Hallo so ist nun mal das Leben!

Schon richtig und stimme dir da prinzipiell aboslut zu.

Nur ich sage es gerne nochmal: Fussball war immer Unterhaltung auch für die Menschen, die es nich so "dicke auf der Tasche" haben. Fussball hat dadurch auch eine integrative Wirkung (gehabt). Menschen fühl(t)en sich, nur weil sie vielleicht nicht so vermögend sind wie andere, im Stadion nicht ausgegrenzt. Im Stadion gab es früher, und gibt es gerade noch so, keine sozialen Grenzen.
Hierdurch ist eine spezielle Fussballkultur entstanden.
 
Schon richtig und stimme dir da prinzipiell aboslut zu.

Nur ich sage es gerne nochmal: Fussball war immer Unterhaltung auch für die Menschen, die es nich so "dicke auf der Tasche" haben. Fussball hat dadurch auch eine integrative Wirkung (gehabt). Menschen fühl(t)en sich, nur weil sie vielleicht nicht so vermögend sind wie andere, im Stadion nicht ausgegrenzt. Im Stadion gab es früher, und gibt es gerade noch so, keine sozialen Grenzen.
Hierdurch ist eine spezielle Fussballkultur entstanden.

Da gebe ich dir Recht aber aber es ist auch eine Frage wie man solche Thematiken etc. angeht und durchführt.
 
Fährst du zu jedem Auswärtsspiel, selbst in die entlegensten Gegenden Europas?
Gibst du Geld für Fahnen, Choreos und anderes Material aus, die im Stadion zu sehen sind und die Mannschaft optisch unterstützen?
All diese Sachen kosten, Geld. Geld, das man verdienen kann um sie sich leisten zu können.
Manchmal geht es aber nicht nur um das können, sondern auch, ob man sich etwas leisten will, selbst wenn es einem sehr wichtig ist.
Ich als Azubi kann gar nicht so viel Geld verdienen, um mir die oben genannten Dinge leisten zu können und habe daher höchsten Respekt vor den Leuten, die selbst bis nach Kasachstan fahren und zwar nicht mit dem Flieger der Mannschaft.

Ja ich habe für solche Dinge Geld ausgegeben und nein ich fahre nicht in hintersten Ecken Europas, weil ich mir das nicht leisten kann " das Leben ist kein Wunschkonzert".

Ich habe auch vor den Leuten Respekt die solche Reisen machen aber darum geht es nicht.
 
Die Studenten, die ich aus dem Fanclub kenne, müssen arg selektieren, um mitzufahren, auch wenn sie nebenbei arbeiten. Das ist aber mehr oder weniger auch ok für sie. Sie haben eben nicht den Anspruch, zu jedem Spiel zu fahren, weil sie garnicht so ein Selbstverständnis haben.

Vielleicht kann man sich da missverstehen. Die Zwistigkeiten (siehe Stimungsthread) kriegt man sogar von hier aus mit. Ich habe bei den Ultras den Eindruck, dass sie fast bzw. fast immer versuchen, zu den Spielen zu fahren. insofern bin ich auch froh, dass sie niemand zwingen muss. :cool: Was den Support angeht - sind sie - mMn diejenigen, die Fankultur leben, präsentieren, erfinden, gestalten. (Die Werder, egal wie das Spiel steht, bis zum Ende den Rücken stärken. ) Und diese Diskussionen über die 'richtige' Stimmung sollten doch mMn übergreifend gesehen nicht so gravierend und spaltend sein, dass darüber die Bedeutung einer aktiven und präsenten Fanszene Werders vor Ort hinterfragt wird.
 
Ach leute, ich schätze mal mindestens 90% kritisieren den Boykott doch nur, weil er von den Ultras kommt. Hätten sich die alten Säcke (sorry ;)) aus dem Oberrang zusammengeschlossen und gesagt, das sie das nicht mehr mitmachen, dann hätte es das hier doch ganz andere Reaktionen gegeben. Das sieht man gut daran, da hier von vielen reflexartig mal wieder allgemeines Ultra-bashing betrieben wird, wie immer wenn das Wort Ultra irgendwo im Zusammenhang mit etwas steht. Überlegt doch mal ganz ehrlich, ob diese Preise für einen Platz in der Kurve wirklich noch in Ordnung sind.

Die Preise sind überhaupt nicht in Ordnung, jedenfalls was die Karten für Nicht-DK-Inhaber angeht.

Führt der Boykott zu einer Änderung der aktuellen Preise ? Nein.

Führt der Boykott zukünftig zu einer Änderung ? Nein

Was bringt der Boykott effektiv ? Nichts
 
Die Preise sind überhaupt nicht in Ordnung, jedenfalls was die Karten für Nicht-DK-Inhaber angeht.

Führt der Boykott zu einer Änderung der aktuellen Preise ? Nein.

Führt der Boykott zukünftig zu einer Änderung ? Nein

Was bringt der Boykott effektiv ? Nichts

Und jetzt? Nur weil es deiner Meinung nach nichts bringt, sollten dann doch alle hingehen, auch wenn sie das Geld nicht haben oder was? Check ich nicht, was du mir sagen willst.
Übrigens wurde der Boykott in der Presse schon behandelt, KA hat drüber gesprochen, Zeiffer hat auch was abgelassen. Immerhin.
 
Vorne weg: Auch ich bin kein Ultra. Sehe an der Ultrabewegung im speziellen auch einiges sehr kritisch.

Aber an deinem Beitrag sieht man, dass du allgemein nicht verstanden hast worum es - mir beispielsweise - eigentlich geht.
Wenn Werder sich in Zukunft nur noch als ganz normale GmbH & Co KG aA sehen möchte, dann ist das ok, dann sollen sie es kommunizieren. Dann soll ein KA offen in die Kameras sagen, dass ihnen die Fans schei*** egal sind und es nur noch maximalen Profit geht. Die Kommunkation nach Aussen sieht aber dann eben doch anders aus. Es ist eben schon richtig von den Gruppen, die boykottiert haben, auf den ständig wiederholten Spruch mit der "Sozialen Verantwortung" hinzuweisen. Man liest/sieht kaum ein Interview von Fischer, in dem nicht darauf verweist, dass für ihn "SV" eben mehr bedeutet.
Und mal ganz weg von der sozialen Verantwortung: Man zerstört, wenn man bestimmte Schichten über die Preispolitik aussprerrt, die Fussballkultur. Und das sehe ich als viel gefährlicher, denn es nicht gesagt, dass sich das wie in England dann einigermaßen fängt. Es könnte nämlich auch für den Eventzuschauer ziemlich langweilig werden, wenn ausser dem Fussballspiel im Stadion nichts mehr stattfindet. Ohne Atmosphäre kann man Fussball besser vor der Glotze verfolgen.
Ich verstehe sehr wohl das Problem.
Ich habe auch oben klar ausgedrückt, daß auch ich eine soziale Mischung im Stadion für unerläßlich halte, da das Fußball ist und kein Tennis (da gab es z.Z. von Becker/Graf lustigerweise eine umgekehrte Entwicklung).

Denen fliegt "das Produkt" ohne Stimmung über kurz oder lang um die Ohren.
Für die Stimmung scheint die GL die derzeitige Klientel aber nicht als unersetzlich anzusehen, während sie es in ihren eigenen Augen natürlich sind.

Wie das Kommuniziert wird und ob meine Vermutung über die Gedanken der GL stimmen kann ich nicht beurteilen, wird vorraussichtlich auch keiner jemals feststellen.
 
Da gebe ich dir Recht aber aber es ist auch eine Frage wie man solche Thematiken etc. angeht und durchführt.

Da kann man schlich geteilter Meinung sein. In meinem ersten Post in diesem Thread habe ich ziemlich deutlich gesagt, dass ich den Boykott für das falsche Mittel halte. Die Ultragruppierungen haben sie zu diesem Weg entschieden.

Was nun die dazugehörige Erklärung und den Zeitpunkt der Veröffentlichung angeht. Auch hier kann man geteilter Meinung sein. Das ist alles vollkommen in Ordnung. Aber ich denke auch hier sollte man sehen, dass die Ultras keine professionelle PR-Abteilung unterhalten.

In der Sache hingegen, denke ich sollte man eben schon überlegen wohin das alles führt. Habe mir eben die PK zum Mainzspiel angeschaut. Ich finde es entlarvend wenn KA von "Kunden" und "Kundschaft" redet und nun einmal das Wort "Fans" in den Mund nimmt. Dazu führte er aus, dass die Ostkurve am Dienstag dennoch ausverkauf gewesen wäre und dann "eben einfach andere Leute" da gestanden hätten.
Hatte eigentlich immer das Gefühl, dass man bei Werder doch bemüht darum sei ein positives Verhältnis zu den Fans zu haben. Für mich schaut das jetzt jedoch tatsächlich fast so aus als sei es Werder egal wer da steht, hauptsache es wird der aufgerufene Preis gezahlt.
Im Übrigen muss sich KA dann in Zukunft auch nicht öffentlich beschweren, wenn in seinen Augen zu schnell gepfiffen wird. Wenn er dieses Publikum haben will, dass da für sein Geld ein spezielles Event erwartet, dann muss er auch damit Leben, dass wenn gewünschtes nicht geliefert wird, der Unmut deutlich geäußert wird.

Für mich, wie gesagt kein Ultra, sogar ein großer Kritiker der Ultrabewegung im Allgemeinen und auch Kritiker der Werder Ultras in vielen Fragen im Besonderen, geht es um den Erhalt der Fussballkultur.

Ich verstehe sehr wohl das Problem.
Ich habe auch oben klar ausgedrückt, daß auch ich eine soziale Mischung im Stadion für unerläßlich halte, da das Fußball ist und kein Tennis (da gab es z.Z. von Becker/Graf lustigerweise eine umgekehrte Entwicklung).

Denen fliegt "das Produkt" ohne Stimmung über kurz oder lang um die Ohren.
Für die Stimmung scheint die GL die derzeitige Klientel aber nicht als unersetzlich anzusehen, während sie es in ihren eigenen Augen natürlich sind.

Wie das Kommuniziert wird und ob meine Vermutung über die Gedanken der GL stimmen kann ich nicht beurteilen, wird vorraussichtlich auch keiner jemals feststellen.

Das Selbstverständnis der Ultras ist mir in dieser Frage ehrlich gesagt ziemlich egal. Sie sind nur die ersten, die öffentlich gegen diese Preise "mobil machen". Will gar nicht wissen wie viele eigentliche, frühere, Stammkunden (um mal im Geschäftsjargon zu bleiben) schweigen auf den Kauf einer Eintrittkarte verzichtet haben.
In meinen Augen macht man den Fussball mit dieser Art der Geschäftspolitik kaputt. Es wird irgendwann die spezielle Atmosphäre verloren gehen.
 
Und jetzt? Nur weil es deiner Meinung nach nichts bringt, sollten dann doch alle hingehen, auch wenn sie das Geld nicht haben oder was? Check ich nicht, was du mir sagen willst.
Übrigens wurde der Boykott in der Presse schon behandelt, KA hat drüber gesprochen, Zeiffer hat auch was abgelassen. Immerhin.

Presse habe ich gelesen.

Was hat denn KA dazu gesagt und Zeiffer abgelassen ?
 
Presse habe ich gelesen.

Was hat denn KA dazu gesagt und Zeiffer abgelassen ?

KA:

Geisterstimmung nach Ultra-Boykott
- 16.09.2010
Allofs versteht Kritik an Eintrittspreisen nicht
Von Thorsten Waterkamp
Bremen. Es lag eine merkwürdige Ruhe über dem Weserstadion. Hier ein "Werder", dort ein "Bremen", während auf dem Spielfeld 22 Männer einem Ball hinterher rannten. Champions-League-Atmosphäre geht anders, das weiß man in Bremen aus langjähriger Erfahrung. So war die Partie gegen Tottenham Hotspur am Dienstag auf ihre Art eine besondere, wenn auch eben das Gegenteil von einem stimmungsvollen Europapokal-Abend. Stille Nacht im Weserstadion - weil zwei Ultra-Gruppen das Spiel aus Protest gegen die Eintrittspreise boykottiert haben.

Werder-Boss Klaus Allofs reagiert verärgert

"Infamous Youth" heißt die Gruppierung, die in der Nacht auf Dienstag mit einem im Internet veröffentlichten Brief ihren "einstweiligen Boykott aller Champions-League-Heimspiele" bekannte machte. Begründet wird der Schritt mit 'der unerträglichen Preispolitik des Vorstandes', von "astronomischen Preiserhöhungen" ist die Rede. Die Kosten für diese Spiele zu stemmen, sei für viele aus dem Umfeld von "Infamous Youth" nicht mehr möglich - der Besuch im Weserstadion aber müsse "weiterhin auch für weniger zahlungskräftige Menschen möglich sein".

Tatsächlich liegen die Kartenpreise für die Osttribüne in der Champions League weit über dem Niveau in der Bundesliga. Ein Einzelticket für die bevorstehende Partie gegen Mainz am Sonnabend kostet elf Euro, eine Karte für Tottenham lag am Dienstag bei 40 Euro. Zwar ist der Platz in der Champions League als Sitzplatz ausgewiesen, wahrgenommen wird er von den Ultra-Fans aber als Stehplatz.

"Totentanz" und "Katastrophe"

Die Folge des Boykotts, dem sich das "Ultra-Team Bremen" anschloss, war unüberhörbar - weil nichts zu hören war. Keine Dauerbeschallung durch Gesänge der Ultras, keine koordinierten Anfeuerungsrufe, dazu fehlte die übliche Kurven-Choreographie. Nur einige Unentwegte versuchten sich in der ersten Hälfte bemerkbar zu machen. Der bis zur Pause schwache Auftritt der Mannschaft tat ein Übriges zur miserablen Stimmung, die gestern in Fan-Foren mit Beschreibungen wie "Totentanz", "Katastrophe" oder "schlechteste Stimmung, die das Weserstadion je erlebt hat" etikettiert wurde.

Werder-Boss Klaus Allofs reagierte ziemlich angefasst und widersprach den Vorwürfen, die Eintrittspreise seien zu hoch. "Dann sollen die mal ihre Kollegen aus dem englischen Block fragen, was in der Premier League gezahlt wird oder in anderen Stadien", schimpfte Allofs. Beim Rückspiel an der White Hart Lane kostet die günstigste Karte etwas mehr als 50 Euro.

Allofs hält die Ticketpreise in der Champions League - die teuersten Normalplätze kosten 60 Euro (gegenüber 40 Euro im Mainz-Spiel) - für nötig: "Wir müssen konkurrenzfähig bleiben. Bundesliga, DFB-Pokal, Champions League - das kostet nun mal Geld. Ich glaube nicht, dass wir das Rad überdrehen." Werder liegt mit seinen Champions-League-Preisen auf einem ähnlichen Niveau wie Schalke (40 bis 70 Euro) und ist teurer als Bayern (25 bis 60 Euro).

Uneingeschränkte Zustimmung war selten

Unter den Werder-Anhängern ist der Vorstoß von "Infamous Youth" auf ein geteiltes Echo gestoßen. Uneingeschränkte Zustimmung war selten, weil vielen, die die Kritik grundsätzlich unterstützen, die Ankündigung des Boykotts 21 Stunden vor Anpfiff viel zu kurzfristig kam. Schließlich waren die Preise bereits Wochen zuvor bekannt. Allerdings gab es auch teils geharnischte Kommentare gegen die Aktion - weil die fehlende Unterstützung auf Kosten der Mannschaft gegangen sein könnte.

In seiner Konsequenz jedoch, dem fehlen jeglicher Atmosphäre in der ersten Halbzeit - hat der Ultra-Boykott selbst Kritiker dieser Hardcore-Fans beeindruckt. Ohne Ultras geht es nicht, fassten viele zusammen. Und einer schrieb "An die Verantwortlichen von Werder: So sieht die Wirklichkeit im Stadion aus, wenn man die vergrault, die vielleicht nicht das große Geld bringen, aber Fußball leben."

Zeiffer: http://board.fanszene-bremen.net/thread.php?threadid=14831&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=8
5. Post
 
Ich glaube mal, dass den Werder Verantwortlichen schon bewusst ist, dass die arme Stadt Bremen, nicht allein das Stadion wir füllen können. Bezogen auf die Preisgestaltung der CL-Spiele - und nur auf die beziehe ich mich - sind die teueren Preise auch eine Chance für Weitgereiste, die eben nicht jede 2. Woche ins Stadion kommen können und gerne bereit sind, für internationalen Spitzenfussball einen entsprechenden Preis zahlen zu wollen.

Als Nicht-DK Bezitzer (muss 300 km nach Bremen fahren) bekommt man schon sehr schlecht Karten für den normalen Bundesligaspieltag. Der Onlinebezug einer Karte war z.B. zum Pokalendspiel 1999 noch ein Kinderspiel - geklickt, gekauft - fertig ! Seit einigen Jahren gilt das Losverfahren - eine unplanbare Lotterie. Ein Auswärtsspiel von Werder ist leichter zu ergattern, als im schönen Weserstadion einen netten Abend verbringen zu können. Die 3 hochpreisigen Spiele kompensieren somit entgangene Freuden der Werder Fans, die nicht nur die Linie 3 aus Walle nehmen können.

B.
 
Bin auch Nicht-DK-Besitzer. Und fürs Pokalfinale habe ich auch Pech gehabt. In doppelter Hinsicht. Ersten weil ich bei der Lotterie kein Glück hatte und dann weil mir ein Ticket angeboten worden ist, worauf ich mich dann verlassen habe, und sich der Kerl am Ende nicht mehr gemeldet hat.

Fürs Kölnspiel habe ich auch keine Karte mehr bekommen. (Gehe ja nur Ost)

Ansonsten habe ich für die Spiele Genua, Mainz, Hamburg, Freiburg und die drei CL-Spiele über verschiendene Wege Karten für die Ost bekommen und das alles zu den normalen Preisen. Also es kann schon gehen mit den Karten. Man wird nicht jedes Spiel sehen könne, aber sehr viele.
 
Habe über Ebay für Köln (Süd) 70,-- EUR bezahlt, Mainz hingegen - wider Erwarten - zum ordentlichen Preis 33,-- EUR (Nord) ergattert. Dann noch - auch wider Erwarten - das CL-Paket für 186,-- EUR bekommen, das Losglück (erkauft) begann mit der Vollmitgliedschaft. Ansonsten eben T-Home oder Auswärtsspiel, gerne auch mal in London...

B.
 
Die Studenten, die ich aus dem Fanclub kenne, müssen arg selektieren, um mitzufahren, auch wenn sie nebenbei arbeiten. Das ist aber mehr oder weniger auch ok für sie. Sie haben eben nicht den Anspruch, zu jedem Spiel zu fahren, weil sie garnicht so ein Selbstverständnis haben.

Vielleicht kann man sich da missverstehen. Die Zwistigkeiten (siehe Stimungsthread) kriegt man sogar von hier aus mit. Ich habe bei den Ultras den Eindruck, dass sie fast bzw. fast immer versuchen, zu den Spielen zu fahren. insofern bin ich auch froh, dass sie niemand zwingen muss. :cool: Was den Support angeht - sind sie - mMn diejenigen, die Fankultur leben, präsentieren, erfinden, gestalten. (Die Werder, egal wie das Spiel steht, bis zum Ende den Rücken stärken. ) Und diese Diskussionen über die 'richtige' Stimmung sollten doch mMn übergreifend gesehen nicht so gravierend und spaltend sein, dass darüber die Bedeutung einer aktiven und präsenten Fanszene Werders vor Ort hinterfragt wird.

Klar gestallten sie auch vieles aber wer sagt denn, dass jemand z.B. ich der kein Ultra ist nicht den Fankult etc. Lebt!? Nur weil ich nicht jedes Spiel Auswärtspiel hinfahre oder sonst was!?
Das ist ja nun quatsch!
Ich bin aus Hannover und nehme dafür ganz andere Hürden auf mich etc. und lebe es halt anders aus wie z.B. die Ultras.
Es gibt da ja nicht irgendwelche Regeln!

Ich glaube nicht das du oder wer anders das beurteilen kann, denn jeder der irgendwie Fan ist lebt in irgendeiner Weise den Fankult. Denke jeder diffiniert das auch anders
 
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