Borussia Dortmund

Das ist eine Behauptung deinerseits und keineswegs Fakt.

Was meinst Du konkret? Dass man nicht bliebig Personal und Bedingungen wechseln kann?

Dass ein Wechsel um des Wechsels Willen nur in den seltensten Fällen sinnvoll ist? :confused:

Es gibt genug Gegenbeispiele, wo ein Trainerwechsel sehr wohl etwas bewirkt. Bei Werder kann man aktuell Skripnik nennen, bei Schaaf als Magathnachfolger war es so und die Gladbacher sind immer noch froh, Favre als Trainer zu haben. To be continued, bei Freiburg sitzt auch kein Finke mehr auf der Bank.

Es ging ja nicht um den Wechsel an sich. Wenn er notwendig ist, wenn der aktuelle Trainer die eindeutige Ursache für aktuelle Krisen sind, wenn eine Änderung unabdingbar ist, dann muss man zu dem Mittel greifen.

Wenn man aber, wie derzeit bei Dortmund, vom aktuellen Übungsleiter überzeugt ist, wenn es diverse andere, handfestere Gründe für die Krise gibt, muss man nicht den TRainer wechseln, weil es Presse, Fan-Gemeinschaft, Experten fordert oder weil es dem Zeitgeist einer Konsumgesellschaft entspricht, Bekanntes, Bewährtes, Altes, "wegzuwerfen" bzw. gegen "Neues", "Modernes", einfach "Anderes" einzutauschen.


Zudem hätte es sich der BVB durchaus finanziell leisten können, mehr neue, qualitativ hochwertige Spieler zu verpflichten, wenn man schon den Trainer ewig behalten möchte. Stattdessen holt man Kagawa und Sahin zurück und verpflichtet in Aubameyang und Mikhitarian für großes Geld Wundertüten.

Das ist eine gewagte These. Wieviel Budget für die Verpflichtung neuer Spieler tatsächlich zur Verfügung gestanden hätte, entzieht sich meiner Kenntnis. Dass sich die verpflichteten Spieler, die auch nicht preisgünstig waren, nicht zu der von Dir geforderten Kategorie gehören, konnte man zuvor wohl kaum ahnen. Letztendich haben Spieler dieser Kategorie für CL-Teilnehmer heutzutage einfach einen entsprechenden Preis. Ich kann mich noch gut erinnern, dass der BvB direkt nach der Verpflichtung Aubemeyangs und auch Mkhitaryan (sind die Namen richtig geschrieben? :D) von Sammer, seines Zeichens Sportdirektor bei Bayern München, für eben diese Transfers gelobt wurde.

Im Übrigen war auch ein Lewandowski zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung (von Legia Warschau?) eine, wie Du es ausdrückst, Wundertüte! Es kann nicht jeder Verein, wie Bayern München, die jeweils besten Akteure direkt von der Konkurrenz wegkaufen.
 
Wobei man vorher wusste bzw "vorgewarnt" war , daß Elia und Arnautovic "keine charakterlich einfache" Spieler waren. Ebenso wie davor Megaflop Carlos Alberto, dem auch "ein gewisser Ruf" vorhereilte...
Das Modell Besserungsanstalt für schwierige Profis scheiterte auch... War Risiko dabei,... mehr als wenn du einen "Muster Profi" wie Baumann oder Mertesacker holst, die voher schon einen super Ruf hatten!

Absolut!

Mir ist auch immer schlecht geworden, wenn man uns wieder mal einen talentierten Spieler vorgestellt hat "der etwas besonderes darstellen" könne aber dem wohl noch die Reife fehle. TS war dann wohl doch nicht so der Erzieher für die schweeren Fälle.

Ich denke er wollte kreative Spieler mit besonderen Fähigkeiten, die möglichst billig sind. - Da musst du eben Kompromisse machen.
Als die gestandenen Respektpersonen in der Mannschaft weniger wurden, ist die Ordnung eben gekippt
 
Was meinst Du konkret? Dass man nicht bliebig Personal und Bedingungen wechseln kann?

Dass ein Wechsel um des Wechsels Willen nur in den seltensten Fällen sinnvoll ist? :confused:



Es ging ja nicht um den Wechsel an sich. Wenn er notwendig ist, wenn der aktuelle Trainer die eindeutige Ursache für aktuelle Krisen sind, wenn eine Änderung unabdingbar ist, dann muss man zu dem Mittel greifen.

Wenn man aber, wie derzeit bei Dortmund, vom aktuellen Übungsleiter überzeugt ist, wenn es diverse andere, handfestere Gründe für die Krise gibt, muss man nicht den TRainer wechseln, weil es Presse, Fan-Gemeinschaft, Experten fordert oder weil es dem Zeitgeist einer Konsumgesellschaft entspricht, Bekanntes, Bewährtes, Altes, "wegzuwerfen" bzw. gegen "Neues", "Modernes", einfach "Anderes" einzutauschen.




Das ist eine gewagte These. Wieviel Budget für die Verpflichtung neuer Spieler tatsächlich zur Verfügung gestanden hätte, entzieht sich meiner Kenntnis. Dass sich die verpflichteten Spieler, die auch nicht preisgünstig waren, nicht zu der von Dir geforderten Kategorie gehören, konnte man zuvor wohl kaum ahnen. Letztendich haben Spieler dieser Kategorie für CL-Teilnehmer heutzutage einfach einen entsprechenden Preis. Ich kann mich noch gut erinnern, dass der BvB direkt nach der Verpflichtung Aubemeyangs und auch Mkhitaryan (sind die Namen richtig geschrieben? :D) von Sammer, seines Zeichens Sportdirektor bei Bayern München, für eben diese Transfers gelobt wurde.

Im Übrigen war auch ein Lewandowski zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung (von Legia Warschau?) eine, wie Du es ausdrückst, Wundertüte! Es kann nicht jeder Verein, wie Bayern München, die jeweils besten Akteure direkt von der Konkurrenz wegkaufen.

Reus wurde von der direkten Konkurrenz aus Mönchengladbach losgeeist!
Ginter (immerhin Nationalspieler) aus Freiburg. Im Kleinen Stil nichts anderes, als wenn Bayern Götze und Lewandowski holt.
Natürlich wagt der BVB nicht den Kauf von Huntelaar, der meiner Meinung nach Lewandowski besser ersetzen könnte als Immobile....
dazu ist die Rivalität von Schalke zu "den Anderen" doch zu groß....
 
Wobei Schaaf und Allofs den eklatanten Fehler begingen, Özil nicht zu ersetzen. Fehleinkäufe wie Arnautovic, Marin (zumindest passte er nicht in Schaafs System)Wesley ,Avdic, Tosic häuften sich. Die Transferpolitik war Anfangs eine große Stärke Allofs gewesen....:tnx:

Diese Fehleinschätzungen bei der Transferpolitik, Verletzungspech kam hinzu sorgte auch beim BVB für den Abstiegstrend.
Klar scheute man beim BVB, nochmals wie bei Meier zu viel zu wollen! Aber vielleicht wäre nach 2 Titeln und dem Double "mehr" drin gewesen.
Aber natürlich auch reine Spekulation.

:tnx:

Im gerade letzte Woche veröffentlichten Interview mit Gladbachs Manager Max Eberl sprach dieser an, wie schwierig es ist/werden kann, die gestiegenen Erwartungen bei dauerhaftem Erfolg weiterhin erfüllen zu können. Sprich, dass Vereine, die jahrelang CL spielen, dazu neigen, Spieler-Abgänge durch Einkäufe gleicher Kategorie zu kompensieren, statt die notwendige Geduld für die Förderung und Integration von JUgendspielern aufzubringen. MMn ein Phänomen, was man bei Dortmund derzeit ebenso erkennt, wie damals bei uns, obwohl beide Trainer es nachgewiesenermaßen ausgezeichnet beherschen. Es wird interessant zu beobachten sein, wie man in Gladbach in den kommenden Jahren damit umgehen wird.
 
Reus wurde von der direkten Konkurrenz aus Mönchengladbach losgeeist!
Ginter (immerhin Nationalspieler) aus Freiburg. Im Kleinen Stil nichts anderes, als wenn Bayern Götze und Lewandowski holt.
Natürlich wagt der BVB nicht den Kauf von Huntelaar, der meiner Meinung nach Lewandowski besser ersetzen könnte als Immobile....
dazu ist die Rivalität von Schalke zu "den Anderen" doch zu groß....

Reus ist in der Tat ein realisiertes "Positiv-Beispiel", auch wenn Gladbach damals nicht unmittelbare BvB-Konkurrenz war, Freiburg und Ginter schon gar nicht.

Aber, Reus ist eben eher die Ausnahme. Ja, das Beispiel Huntelaar ist gut. In dieser Kategorie hätte man wohl handeln müssen, um den Lewandowski-Verlust auffangen zu können. Nur, wäre Huntelaar dorthin gewechselt? Vermutlich nur für ein exorbitant hohes Gehalt. Und damit beginnt ein neues Problem, was wir auch bei Werder gut kennen. Der BvB wird nicht in der Lage sein, bzw. auch nicht willens, das Gehaltsniveau soweit nach oben zu schrauben, wenn es jahrelang doch auch mit einem kleineren Budget möglich war.
 
Weil sicherlich auch dir bewußt ist, daß der BVB trotz eines überdurchschnittliches Budget finanziell nicht mit den Bayern mithalten kann, ist dieses Beispiel obsolet. Dennoch hat der BVB finanzielle Möglichkeiten, von denen die meisten Bundesligisten nur träumen.

Es geht doch gar nicht um die Frage, ob unerfahrene Nachwuchskräfte für wieder fit erscheinender Routiniers spielen sollen, sondern um den skuzessiven Einsatz von Nachwuchsspielern, damit die Routiniers die Chance bekommen, überhaupt erst wieder fit zu werden bzw. auch um Verletzungen zu vermeiden.

Denn wenn wo und vom wem auch immer über die Dauerbelastung und den daraus resultierenden Formkrisen/Verletzungen rumgeplärrt wird – aber die Kohle aus der CL und dem DFB-Pokal nimmt man trotzdem gerne mit… – dann erscheint die Wahrscheinlichkeit, daß machen Spielern nicht ausreichend Ruhephasen gewährt werden, doch sehr hoch. Daher sieht es so aus, daß Klopp der gleiche Fehler unterlief bzw. unterläuft, wie ihn einst TS bei Werder begannen hat und somit wäre der Tenor des nachstehenden Auszugs aus einem Interview mit dem Ex-Werder-Profi Günter Hermann im Weser-Kurier vom 02.12.14 auch auf den BVB übertragbar:

[…]

Warum hat Werder das jahrelang so selten geschafft: seine Talente in die Bundesliga zu befördern?

Werder hat immer auf einem hohen Level gelebt, in der Champions League. Werder hat Geld gehabt und versucht, die Mannschaft immer stark genug dafür zu machen. Aber dabei hat Werder es versäumt, junge Spieler nachzuziehen. Ich denke da an Simon Rolfes, Christian Schulz, Max Kruse, Martin Harnik, die ja alle Werder verlassen haben. Und mein Zögling Karim Bellarabi, den ich selber Werder angeboten habe, war ja nicht tauglich für die Bundesliga – und ist heute in Leverkusen der gefragte Mann, der Nationalspieler geworden ist.

Dabei beißt es sich doch gar nicht, in der Champions League zu spielen und jungen Talenten Chancen zu geben – oder?

Nee. Ich bin ja auch aufgewachsen in den Jahren, in denen Werder viel Erfolg hatte. Da gab’s zwar noch nicht die Champions League, aber Europapokalspiele. Da wurde ich immer wieder rein geschmissen. Und nicht nur ich, auch Frank Ordenewitz oder Gunnar Sauer. Das hat uns geprägt.

[…]

Du wirst sicher wissen, dass Werders Kader in den Jahren 2006-2011 erheblich teurer war als der damalige mit dem Spieler Hermann. Du weist auch, dass dieser Kader insbesondere auch durch den möglichst teuren Verkauf einst günstig erworbener und selbst ausgebilderter Spieler finanziert werden musste.

Das bedeutete eben auch, dass Spieler, mit deren späteren Verkauf spekuliert wurde, auch "ins Schaufenster gestellt werden" mussten. Das war bei Werder noch viel stärker nötig als derzeit bei Dortmund.

Welchen Fehler haben denn Klopp und auch Schaaf DMn begangen? Dass sie sich hinsichtlich der Verletzungen, Belastungen verspekuliert haben? Du behauptest aus Deiner Warte heraus also felsenfest, dass sie hinsichtlich Personal-Einsatz die für den (vorübergehenden)
Misserfolg entscheidenden Fehler begangen haben?

Dass die Aussagen Hermanns nicht der Weisheit letzter Schluss sind, weißt Du sicherlich auch. Schließlich wollte man einige der aufgezählten Spieler gern behalten, musste sie aufgrund deren eigener Ungeduld aber ungewollt ziehen lassen. Ein Phänomen, das es auch bei Bayern München gibt, aktuell am Beispiel Höjberg zu sehen.
 
Vor allem auch wieder kein wirklicher Kreativspieler, sondern wieder ein laufstarker, relativ abschlussstarker und guter Pressingspieler.Davon haben sie mit Mkhitaryan, Kuba, Großrkeutz und co aber mehr als genug
 
Ich wundere mich, dass Kampl nach DO wechselt, weil ich heute irgendwo gelesen habe, dass man im RB-Konzern überlegt hatte, ihn nach Leipzig zu transferieren.
12 Mio€ stolzer Preis. Bei den vielen MF-Spielern zumindest hinterfragenswert.
 
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