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verunfalltes Jobrad






... wo wir wieder beim Thema sind:


Ehrlich betrachtet:
Für jemanden, der bereits ein funktionierendes Fahrrad besitzt und damit vollkommen zufrieden ist, macht JobRad wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn.

Hier ist die ungeschönte Realität abseits der Marketing-Versprechen:

1. Die "Ersparnis" ist oft eine Illusion

  • Vergleich mit Rabatten: Die beworbene Ersparnis von "bis zu 40 %" bezieht sich immer auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers. Im freien Handel oder bei Vorjahresmodellen erhalten Barkäufer oft ohnehin 10 bis 20 % Rabatt. Beim Leasing zahlen Sie fast immer den vollen UVP.
  • Teure Zusatzpflichten: Sie werden vertraglich oft zu jährlichen Inspektionen und teuren Versicherungen verpflichtet. Diese Kosten fressen einen großen Teil der Steuerersparnis wieder auf.
  • Der Übernahmekauf: Nach 3 Jahren gehört das Rad nicht Ihnen. Sie müssen es für aktuell meist 18 % des Neupreises abkaufen. Das Finanzamt bewertet den Restwert aber höher (40 %), weshalb Sie den geldwerten Vorteil am Ende der Laufzeit versteuern müssen (die Pauschalsteuer übernimmt zwar meist JobRad, sie ist aber in die Gebühren eingepreist).
2. Das versteckte Renten-Minus

  • Weniger Brutto, weniger Rente: Die Raten werden per Gehaltsumwandlung vom Bruttogehalt abgezogen. Dadurch sinkt Ihr sozialversicherungspflichtiges Einkommen.
  • Die Folge: Sie zahlen weniger in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Bei einem teuren E-Bike über 3 Jahre hinweg mindert das Ihre spätere Altersrente dauerhaft um einen kleinen, aber realen Betrag. Auch das Krankengeld und Elterngeld sinken dadurch minimal.
3. Das "Besitzer-Dilemma"

  • Wer bereits ein Rad hat, erzeugt durch JobRad reine Zusatzkosten statt Kosten zu ersetzen.
  • Ein neues Rad verliert in den ersten drei Jahren massiv an Wert. Ihr altes, bereits bezahltes Rad kostet Sie im Unterhalt fast nichts. Ein neues Leasingrad belastet Ihr monatliches Nettogehalt über 36 Monate spürbar.
Wann macht es trotzdem Sinn?

Es gibt genau drei Szenarien, in denen das System für den Arbeitnehmer kippt:

  1. Der Arbeitgeber zahlt alles: Wenn die Firma die Leasingrate komplett als Bonus oben auf Ihr Gehalt packt (ohne Gehaltsumwandlung), ist es ein echtes Gratis-Geschenk.
  2. Sowohl-als-auch-Nutzer: Sie besitzen ein normales Fahrrad, wollen jetzt aber für den harten Arbeitsweg ein teures S-Pedelec oder Lastenrad für 6.000 Euro kaufen, das Sie sonst niemals bar bezahlt hätten.
  3. Verschleiß-Maximierer: Sie fahren 10.000 Kilometer im Jahr, nutzen die Versicherung für jeden kleinsten Ketten- und Reifenwechsel schamlos aus und geben das komplett verschlissene Rad nach 3 Jahren einfach wieder ab, ohne es zu kaufen.
Fazit: Wenn Sie Ihr aktuelles Fahrrad lieben und kein neues brauchen, ist JobRad reine Geldverschwendung und künstlich erzeugter Konsum.


 
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