Anti-Doping im Fussball

:tnx: Genau dieser Gedanke ist mir gestern auch gekommen. Ich habe die z.B. die Aussage von Mehmet Scholl live im Fernsehen gesehen und fand die damals schon eine Frechheit. Aber auch Dutts Aussagen sind natürlich so einzustufen.

Scholls großer FC Bayern hat vorerst doch sowieso nichts zu befürchten. Der erste Spieler, der in Deutschland überführt wird, wird bei einem Club wie Paderborn, Union oder Dresden spielen, der keine Lobby beim DFB hat. Der mediale Aufschrei ist dann zwar erstmal groß, aber man hat ja was getan. Dann hat der DFB erstmal 1 Jahr Ruhe.
 
:tnx: Genau dieser Gedanke ist mir gestern auch gekommen. Ich habe die z.B. die Aussage von Mehmet Scholl live im Fernsehen gesehen und fand die damals schon eine Frechheit. Aber auch Dutts Aussagen sind natürlich so einzustufen.

:tnx:

Ich hoffe nur, Dutt hat bei uns hier nichts übles gedreht. Im Gegensatz zum Radsport oder anderen Kraft- und Ausdauersportarten kann ich mir schon vorstellen, dass man auch ohne Doping einigermaßen erfolgreich im Fußball unterwegs sein kann. Ich hoffe da natürlich, dass bei uns kein systematisches Doping betrieben wurde und wird. Ist mir aber auch klar, dass das etwas naiv ist.
 
Interessant fand ich die Aussage, dass Doping zu einer erhöhten Gefahr für Muskelverletzungen führen kann. So ganz konnte ich es nicht lassen, an die vielzähligen Muskelverletzungen bei Werder vor ein paar Jahren zu denken. Das soll jetzt keine Vermutung sein, aber ich gehe davon aus, dass auch bei Werder gedopt wird (wurde), wenn es wirklich so flächendeckend im Fußball gemacht wird. Sollte sich aus der Geschichte noch mehr entwickeln, dann könnte das auch den Blick auf unseren Lieblingsverein dramatisch verändern.

Ich merke, wie schwer es mir fällt, überhaupt sowas zu schreiben. Mein Verstand sagt mir, dass es eigentlich gar nicht anders sein kann, als dass auch in der Sportart, in der es um das meiste Geld geht, flächendeckend gedopt wird, aber meinem romantischen Fanbauch gefällt dieser Gedanke gar nicht. Zu Ullrichzeiten habe ich viel Radsport geguckt, das Interesse an dem Sport aber fast vollständig verloren, als die Ausmaße des Dopings immer klarer wurden. So ein wenig habe ich die Befürchtung, dass mir das mit dem (Profi-)Fußball auch passieren könnte. :(
 
Ich hoffe nur, Dutt hat bei uns hier nichts übles gedreht. Im Gegensatz zum Radsport oder anderen Kraft- und Ausdauersportarten kann ich mir schon vorstellen, dass man auch ohne Doping einigermaßen erfolgreich im Fußball unterwegs sein kann. Ich hoffe da natürlich, dass bei uns kein systematisches Doping betrieben wurde und wird. Ist mir aber auch klar, dass das etwas naiv ist.
Das hoffen wir natürlich alle. Ich bin da gestern etwas ins Zweifeln geraten. Vor allem bei der Aussage, dass Doping die Wahrscheinlichkeit auf Muskelverletzungen erhöht, wobei die mit mehr Erfahrung im Doping auch geringer wird.
Interessant fand ich die Aussage, dass Doping zu einer erhöhten Gefahr für Muskelverletzungen führen kann. So ganz konnte ich es nicht lassen, an die vielzähligen Muskelverletzungen bei Werder vor ein paar Jahren zu denken. Das soll jetzt keine Vermutung sein, aber ich gehe davon aus, dass auch bei Werder gedopt wird (wurde), wenn es wirklich so flächendeckend im Fußball gemacht wird. Sollte sich aus der Geschichte noch mehr entwickeln, dann könnte das auch den Blick auf unseren Lieblingsverein dramatisch verändern.

Ich merke, wie schwer es mir fällt, überhaupt sowas zu schreiben. Mein Verstand sagt mir, dass es eigentlich gar nicht anders sein kann, als dass auch in der Sportart, in der es um das meiste Geld geht, flächendeckend gedopt wird, aber meinem romantischen Fanbauch gefällt dieser Gedanke gar nicht. Zu Ullrichzeiten habe ich viel Radsport geguckt, das Interesse an dem Sport aber fast vollständig verloren, als die Ausmaße des Dopings immer klarer wurden. So ein wenig habe ich die Befürchtung, dass mir das mit dem (Profi-)Fußball auch passieren könnte. :(
Ja, ich musste auch unwillkürlich an die letzte Zeit unter Schaaf denken.
Wenn die vielen Muskelverletzungen tatsächlich durch Doping hervorgerufen worden sein sollten, stellt sich natürlich trotzdem die Frage ob das nach dem Austausch der medizinschen Abteilung besser geworden ist, weil weniger/kein Doping mehr stattgefunden hat oder einfach, weil die neue medizinische Abteilung mehr Erfahrung hat.
Ist natürlich alles nur Spekulation. Die Gedanken erschrecken mich aber.
 
Ich kann mir leider nicht vorstellen, dass bei Werder nicht gedopt wird. Selbst wenn es nicht vom Verein ausgeht, könn(t)en die Spieler ja auch auf eigene Faust etwas in der Richtung unternehmen.

Selbiges gilt natürlich auch für alle anderen Bundesligisten.
 
Schon der Umstand wie renommierte Fachleute felsenfest zu überzeugen versuchen, Doping würde nichts bringen, wäre nicht praktikabel und wird nicht praktiziert...

Das macht diese Leute nicht nur lächerlich, sondern auch verdächtig.

:tnx: Zumal, wenn man bedenkt, dass die Spieler heutzutage in einem Spiel etwa doppelt so weit laufen, wie sie es noch vor ein paar Jahrzehnten gemacht haben. Und da ist ja nicht nur lockeres Jogging gemeint, sondern Spurts übers halbe Spielfeld in der 90. Minute. Wen will man eigentlich für so dumm verkaufen, dass da kein Doping etwas hilft? Die Wirkung von Epo ist ja nun hinlänglich bekannt und es wäre mir neu, dass dieses Mittel ausgerechnet bei Fußballern nichts bewirken soll. Zumal im Fußball ja nun wahrlich genügend Mittel zur Verfügung stehen, um einerseits die neuesten und besten Dopingmittel einsetzen und ebenso die besten Verschleierungsmittel nutzen zu können. :roll:
 
Zumal im Fußball ja nun wahrlich genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um einerseits die neuesten und besten Dopingmittel einsetzen und ebenso die besten Verschleierungsmittel nutzen zu können. :roll:
:tnx: Hab mal das Wort "finanzielle" eingefügt, damit jedem klar ist, was du meinst. Das ist in dem Gespräch gestern nämlich auch deutlich geworden, dass vieles nur eine Frage des Geldes ist. Und ja, leider gibt es im Fußball davon genug.
 
Ich kann mir leider nicht vorstellen, dass bei Werder nicht gedopt wird. Selbst wenn es nicht vom Verein ausgeht, könn(t)en die Spieler ja auch auf eigene Faust etwas in der Richtung unternehmen.
Dass einzelne Spieler dopen, bin ich mir auch sicher, insbesondere nach Verletzungen, um schneller wieder auf die Beine zu kommen. Das alleine wäre schon schlimm genug. Dass das Ganze in den Vereinen systematisch passiert, ist aber ein Gedanke, der erst langsam in mir zu reifen beginnt und mit dem ich mich erst anfreunden muss.
 
Danke, genau so war das natürlich auch gemeint. Wobei, wenn man das Thema weiter spinnt, könnte man auch an andere Mittel denken. Immerhin ist der Fußball ja weitaus enger in der Gesellschaft und Politik verwoben als irgendwelche Randsportarten (im Vergleich zu Fußball). In irgendeinem Kommentar zu dem Thema fiel der Begriff "too big to fail". Da könnte was dran sein.
 
Dass einzelne Spieler dopen, bin ich mir auch sicher, insbesondere nach Verletzungen, um schneller wieder auf die Beine zu kommen. Das alleine wäre schon schlimm genug. Dass das Ganze in den Vereinen systematisch passiert, ist aber ein Gedanke, der erst langsam in mir zu reifen beginnt und mit dem ich mich erst anfreunden muss.

Anfreunden kann man sich damit mMn nicht. Aber wir als Fans müssen es wohl oder übel hinnehmen. Boykottieren möchte ich den Fußball jedenfalls (noch) nicht, obwohl mit der WM in Katar usw. langsam ein kritischer Punkt erreicht ist. :zweifeln:
 
Danke, genau so war das natürlich auch gemeint. Wobei, wenn man das Thema weiter spinnt, könnte man auch an andere Mittel denken. Immerhin ist der Fußball ja weitaus enger in der Gesellschaft und Politik verwoben als irgendwelche Randsportarten (im Vergleich zu Fußball). In irgendeinem Kommentar zu dem Thema fiel der Begriff "too big to fail". Da könnte was dran sein.

In eine ähnliche Richtung zielte auch mein Kommentar vorhin. WENN ein Spieler des Dopings überführt werden sollte, spielt er sicher nicht bei Real, Barca, Bayern oder Chelsea, um da nur einige Beispiele zu nennen.

Im Grunde genommen ist es doch das gleiche, wie beim Financial Fairplay. Da werden irgendwelche Klubs aus Bulgarien für ihre verhältnismäßig geringen Verfehlungen gesperrt, während die Klubs in der Primera Division zusammen einen Schuldenberg von über einer Milliarde Euro angehäuft haben.
 
Ehrlich gesagt, verwundert mich diese Aussage nicht wirklich. Denn der Fall der Leichtathletin Birgit Dressel (übrigens einer gebürtigen Bremerin) hat ja schon vor 28 Jahren gezeigt, was Doping im schlimmsten Fall verursachen kann.
Verwundert hat mich die Aussage auch nicht. Ich musste aber, wie geschrieben, dabei unwillkürlich an die vielen Muskelverletzungen zum Ende der Schaaf-Ära hin denken.
 
Wontis Aussagen zum Thema Aufputschmittel eben bei Lanz haben mich beunruhigenderweise an die Wunder von der Weser denken lassen... :(
 
Wontis Aussagen zum Thema Aufputschmittel eben bei Lanz haben mich beunruhigenderweise an die Wunder von der Weser denken lassen... :(

Jepp, vor allem weil Wontorra damals Sportchef bei Radio Bremen war. Aber zumindest einer der Gegner bei den Wundern von der Weser, der BFC Dynamo Ost-Berlin, stand/steht sogar unter Dopingverdacht:

Der BFC Dynamo soll dem Bericht zufolge in Europacup-Heimspielen Amphetamine eingesetzt und daraufhin bisweilen deutlich gewonnen haben: So auch 1988 gegen Werder Bremen im ersten Duell mit 3:0. Im Rückspiel in Bremen verzichtete der Club aus Angst vor Kontrollen auf die Psychopharmaka, verlor prompt mit 0:5 und schied doch noch aus.

Quelle
 
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