Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Richtiger Ansatz, nur leider nehmen viele Politiker diesen Ansatz offenbar nicht auf. Statt sich selber Wissen zu erarbeiten, folgen offenbar viele blind dem Rat einiger weniger Experten, die ihnen nahestehen. (Oft Lobbyisten bestimmter Verbände, deren Interessen natürlich Gegenargumente vermeintlich schwach erscheinen lassen.ZB dir Hartz-Reformen, die vor allem das Lohnniveau gedrückt haben. Man kann ja schließlich nicht alle Betriebsräte zu Lustreisen nach Brasilien einladen.)
Es gibt Entscheidungen, die ich für falsch halte, deren Entstehung ich aber nachvollziehen kann. Welcher Experte aber der Meinung sein soll, der Gesundheitsfond sei eine gute Idee, ist mir schleierhaft.
 
Mich hat dieses TV-"Duell" in meiner Entscheidung bestärkt: Keinen der beiden Kandidaten halte ich für befähigt, dieses Land zu regieren. Da wir aber in der Realität keine andere Wahl haben (bzw zu haben glauben) muss ich überlegen, welchen Koalitionpartner ich in Regierungsverantwortung sehen möchte bzw. welcher Partei ich eine starke Bedeutung als Oppositionspartei wünsche. Diese Partei wird dann meine Stimme bekommen.
 
Mich hat dieses TV-"Duell" in meiner Entscheidung bestärkt: Keinen der beiden Kandidaten halte ich für befähigt, dieses Land zu regieren.

Vielleicht sollten wir auch mal festhalten, dass Deutschland eben nicht nur von einer einzigen Person regiert wird. Dass du das weißt, davon gehe ich aus, aber irgendwie wird der Wahlkampf zwischen den großen Volksparteien immer nur auf diese beiden Personen reduziert (wobei man aber auch sagen muss, dass selbst die Parteien es so repräsentieren). Daran klammert sich irgendwie jeder fest. Die Kanzlerkandidaten sind zwar das Mittel zum Zweck, Ideologien ihrer Parteien an den Wähler zu bringen, an dem er sich orientieren kann, aber wenn ich mir so die Tante von der Bunten gestern bei Anne Will im Anschluss des Duells so angehört habe, bin ich doch leicht entsetzt. Sie hätte sich mehr Persönlichkeit/Menschlichkeit gewünscht, öfter ein Lächeln hätte sie lieber gesehen - typisch für ne Klatschtante, und doch wird sie nicht die einzige mit dieser Einschätzung sein. Da bekommt man echt das Gefühl, wer besser lachen kann, gewinnt die Wahl. Selbst die Taktiken der Parteien ist inzwischen darauf ausgelegt, möglichst sympathische Kandidaten ins Rennen zu schicken. Das ist auch in Ordnung so, aber primär sollte es immer noch um die Kompetenz gehen (was nicht bedeutet, dass ich Merkel/Steinmeier für gänzlich inkompetent halte - aber ich selbst sehe mich eher als potentiellen Wähler der Schwarzen, Merkel hingegen überzeugt mich gar nicht. Wie gesagt, sie ist als Kanzlerin weder eine Diktatorin, noch hat sie die alleinige Macht über das Militär ;))
 
Vielleicht sollten wir auch mal festhalten, dass Deutschland eben nicht nur von einer einzigen Person regiert wird. Dass du das weißt, davon gehe ich aus...

Genau das hatte ich zum Ausdruck bringen wollen. Irgendwie scheint es als eisernes Gesetz angesehen zu werden, dass nur Union oder SPD den Kanzler stellen könnten.

Wir waren unzufrieden mit der CDU (unter Helmut Kohl), also haben wir es die SPD probieren lassen.

Nach sieben Jahren haben wir gemerkt, dass die es auch nicht besser können.

Konsequenz: Die beiden sollen es mal gemeinsam probieren.:confused:

Ich sehe die Rolle der (momentan) kleinen Parteien nicht automatisch darin, nur als Regulativ die Regierungspolitik zu beeinflussen. So wie es momentan aussieht, wählen viele Leute, die an sich unzufrieden mit der SPD sind, diese um zu verhindern, dass die Union den Kanzler stellt und umgekehrt.
 
Irgendwie scheint es als eisernes Gesetz angesehen zu werden, dass nur Union oder SPD den Kanzler stellen könnten.

Jein.

Die Möglichkeit das auch mal jemand Kanzler wird, der nicht von CDU oder SPD kommt, ist durchaus gegeben in unserem Wahlrecht. Schließlich gibt es kein Gesetz das nur einen Kanzler aus diesen beiden Parteien erlaubt.

Allerdings stellt nun mal die Partei mit den meisten Stimmen den Kanzler oder eben die Partei, die die meisten Wählerstimmen mit in eine Koalition bringt.

Sollte z.B. die CDU/CSU am Ende 38% holen und die FDP 15%, dann wäre ein Kanzler Westerwelle doch wohl nicht im Sinne der Wähler.
 
Das TV-Duell war ein Spiegelbild des Wahlkampfes. Abgesehen von ein paar Sticheleien sind die beiden Spitzenkandidaten sehr pfleglich miteinander umgegangen und thematisch haben die beiden großen Parteien mehr Parallelen als in vorherigen Wahlkämpfen. Merkel hatte mehr Charisma und wirkte durchsetzungsfähiger, aber Steinmeier schlug sich besser als allgemein erwartet. Alles im allem haben die beiden sich neutralisiert, so daß dieses „Duell“ für die Unentschlossenen bei ihrer Entscheidungsfindung nicht wirklich hilfreich war.

Vom Moderatoren Team hat das forsche Auftreten von Frank Plasberg (ARD) sehr überzeugt, Maybrit Illner (ZDF) zeigte die höchste politische Kompetenz, auch wenn sie den Kandidaten zu oft ins Wort gefallen ist. Peter Kloeppel (RTL) war sehr sachlich und konnte gezielte Nadelstiche zu verteilen, blieb aber ähnlich farblos wie die beiden Politiker, Peter Limbourg (SAT.1) war nur Staffage.
 
Vom Moderatoren Team hat das forsche Auftreten von Frank Plasberg (ARD) sehr überzeugt, Maybrit Illner (ZDF) zeigte die höchste politische Kompetenz, auch wenn sie den Kandidaten zu oft ins Wort gefallen ist. Peter Kloeppel (RTL) war sehr sachlich und konnte gezielte Nadelstiche zu verteilen, blieb aber ähnlich farblos wie die beiden Politiker, Peter Limbourg (SAT.1) war nur Staffage.

Plasberg fand ich auch wirklich gut, war zwar energisch hat aber nicht so oft unterbrochen wie Illner das getan hat. Von Kloeppel war ich ziemlich enttäuscht hat wenig sachliche Fragen gestellt, aber auch keine interressanten Reaktionen provoziert. Limbourg fand ich eigentlich ganz in Ordnung, er hat natürlich nicht so eine Präsenz wie Illner und Plasberg hat aber durchaus gute Fragen gestellt.
Insgesamt denke ich sind 4 Fragesteller deutlich zu viel, es heißt ja nicht umsonst zu viele Köche verderben den Brei. Ich habe mir heute morgen in der ZDF-Mediathek den TV-Dreikampf (Westerwelle, Künast, Gysi) bei Illner angeschaut und muss sagen, dass das Format mit nur einer Moderatorin und Fragen aus dem Publikum deutlich gelungener war. Es kamen mehr Diskussionen auf und die Politiker konnten besser aufeinander eingehen. Auch wenn Merkel und Steinmeier sich natürlich nicht direkt attackieren wollten, hat denke ich auch das Format dazu beigetragen, dass keine richtige Diskussion zu Stande gekommen ist.
 
Plasberg fand ich auch wirklich gut, war zwar energisch hat aber nicht so oft unterbrochen wie Illner das getan hat. Von Kloeppel war ich ziemlich enttäuscht hat wenig sachliche Fragen gestellt, aber auch keine interressanten Reaktionen provoziert. Limbourg fand ich eigentlich ganz in Ordnung, er hat natürlich nicht so eine Präsenz wie Illner und Plasberg hat aber durchaus gute Fragen gestellt.
Insgesamt denke ich sind 4 Fragesteller deutlich zu viel, es heißt ja nicht umsonst zu viele Köche verderben den Brei. Ich habe mir heute morgen in der ZDF-Mediathek den TV-Dreikampf (Westerwelle, Künast, Gysi) bei Illner angeschaut und muss sagen, dass das Format mit nur einer Moderatorin und Fragen aus dem Publikum deutlich gelungener war. Es kamen mehr Diskussionen auf und die Politiker konnten besser aufeinander eingehen. Auch wenn Merkel und Steinmeier sich natürlich nicht direkt attackieren wollten, hat denke ich auch das Format dazu beigetragen, dass keine richtige Diskussion zu Stande gekommen ist.

Ich habe gehoft, daß ein Moderatoren-Quartett die beiden Spitzenkandidaten aus ihrer Wahlkampf-Lethargie reißt und somit aus der Reserve lockt, aber sowohl als Merkel als auch Steinmeier haben dahingehend gezeigt, wie dickfällig Politiker sein können (und zwar so dickfellig, daß sie ohne Rückrat darin stehen können...).

Dieses Experiment ist leider gescheitert.
 
Um ehrlich zu sein kommt es eher so rüber, dass Merkel und vor allem Steinmeier ganz zufrieden sind. So ähnlich: Wählt ihr nur und am Ende gibt es dann doch wieder die Große Koalition. Bsp. Thema Opel. Da haben Merkel und Steinmeier zusammen die Mods "attackiert". Die sind sich gestern zu einig gewesen, fast wie ein altes Ehepaar, das zwar ab und zu streitet aber sich letztlich gut versteht.
 
Mich hat auch etwas genervt, dass sich die Moderatoren ziemlich lange bei Themen wie Opel oder Afghanistan aufgehalten haben. Dass Merkel und Steinmeier da einer Meinung sind, war ja klar. Atomkraft hingegen war innerhalb von drei Minuten erledigt. Man hätte mehr daraus machen können.
 
Auf unserer Seite ist das Umfrageergebnis (bei jetzt 99 Teilnehmern) sogar noch eindeutiger, wohl auch weil wir nur zwei Wahlmöglichkeiten angegeben haben. Ich persönlich fand Steinmeier etwas sicherer und überzeugender, wirklich was gewagt haben aber beide nicht. Jedoch war es für mich auch kein "altes Ehepaar", das eine neue Große Koalition anstrebt, das wäre auch Unsinn. Verlierer des Abends: Die Moderatoren - und zwar alle. Erstmal haben sie insbesondere Merkel viel zu oft unterbrochen und dann fehlten Themenblöcke wie Bildung oder Datenschutz komplett...
 
Was hatte eigentlich dieser CSU-Bazi als "neutraler Moderator" in der Runde zu suchen? Ansonsten sehr informativ. Trittin gewohnt souverän, die anderen beiden hätte man sich eigentlich sparen können, weil Lafontaine immer irgendwelche individuellen Beispiele von Aussagen irgendwelcher Menschen als Argument heranzieht und Westerwelle doch sowas von eindeutig durch Einschleimen auf Wählerstimmen abzielt, dass ich nicht verstehe, wie man damit noch Erfolg haben kann.
 
Trittin macht gerade Wahlkampf mit Werder Bremen. Dieser Fuchs!

Ich hoffe, es hat sich auch mal jemand die Inhalte angehört und nicht nur seine Anspielung auf Werder. Wenn der ernst meint, was er zu dem Thema sagte und sich in dem Punkt durchsetzen könnte, gäbe es nämlich demnächst Werder nicht mehr - jedenfalls nicht international. ;)

Loddar Matthäus is ja praktisch a Weltstar...
 
Mesut Özil wird plötzlich Wahlkampfthema. :D

Außer das Bank heute so geht, muss ich noch sagen, dass mich Herr Lafontaine grundsätzlich nervt. Und dass dieses Triell (Was ist eigentlich die Dreierform von Duell?) wesentlich interessanter war als Merkel und Steinmeier in 300 Jahren. Bei der Umfrage habe ich übrigens für "gleich (wenig, Anm. d. Red.) überzeugend" gestimmt.
 
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