Mir geht dieser Wahl"kampf" echt mächtig auf die Nerven, denn so etwas substanzloses habe ich echt noch nicht erlebt. Es werden höchstens ein paar altbekannte Parolen rausgehauen, das war's. Das ist echt unglaublich, denn es gibt so viele Probleme und Herausforderungen, und ich habe den Eindruck, dass unsere Politiker nichts anderes im Sinn haben, als ihre eigene Selbstdarstellung.
Am schlimmsten wäre derzeit wohl eine Schwarz-Gelbe Regierung, worauf es aber wohl leider hinauslaufen wird. Die CDU war mir eh noch nie sympathisch, aber noch schlimmer ist wohl derzeit die FDP mit ihrem Suppenkasper Guido. Den sollte man echt schleunigst zurück nach Bonn schicken, da gehört er hin, ich kann dessen dämliches Geblubber echt nicht mehr hören. Der hat doch echt null Ahnung, darf sich aber trotz allem überall hinstellen und in die Mikros sülzen. Angesichts der derzeitigen Wirtschaftskrise ist es unbegreiflich, dass die FDP in den Umfragen mit ihren sinnbefreiten Forderungen so gut da steht, aber eigentlich sollte es niemanden wundern, da die deutsche Bevölkerung in Wirtschaftsfragen leider fast komplett ungebildet ist, sonst würden vielleicht mehr Menschen blicken, dass die FDP eigentlich eine reine Klientelpolitik betreibt.
Nicht weniger weltfremd sind natürlich die Forderungen der Linken, denn wer soll denn deren Programm finanzieren? In den letzten Jahren wurden mal wieder unvorstellbar viel Schulden gemacht, um die Wirtschaft kurzfristig am Laufen zu halten, da ist nun einmal kein Geld mehr über für deren Forderungen. Leider lassen sich zu viele Menschen von ihnen ködern, aber wen sollte das schon verwundern, denn die Leute haben nach der Wende auch den Versprechungen von wegen "blühende Landschaften" geglaubt, daraus gelernt haben sie aber nichts. Die SPD ist nur noch ein einziger Trümmerhaufen, ich habe die Befürchtung, dass sie zu einer bedeutungslosen Partei verkommen, da sie zwischen den anderen Parteien aufgerieben werden - einerseits verlieren sie Wähler an die Linken, können aber nicht weiter nach links rücken, da sie dann wiederum Wähler an die anderen Parteien verlieren.
Deswegen glaube ich auch, dass mittelfristig die Grünen mindestens zur zweitstärksten Partei werden, zumal ihre Themenschwerpunkte in Zukunft immer bedeutender werden. Der Klimawandel und Ressourcenschwund werden immer wichtigere Themen, wenn sich die Grünen also selbst treu bleiben und nicht völlig abstruse Forderungen wie die meisten anderen Parteien stellen, dann ist da wirklich grosses Potential nach oben. Bei den jüngeren Wählergruppen sind sie derzeit ohnehin schon mindestens an zweiter Stelle, ich halte es nicht für undenkbar, in den nächsten 10-20 Jahren eine(n) grüne(n) Bundeskanzler(in) zu erleben, wenn nicht sogar schon früher. Was ist schon Positives von der Rot-Grünen Regierung haften geblieben? Bis auf Gerd in Gummistiefeln an der Oder ist es doch nur die Umweltpolitik, die Deutschland in eine führende Position bei den regenerativen Energien gebracht hat, was der Politik der Grünen zu verdanken ist. Wenn es eine Partei in den letzten Jahrzehnten gegeben hat, die ihre Wahlversprechen einigermassen in einer Regierung eingehalten hat, dann waren es die Grünen, was auf Dauer sicherlich für Vertrauen sorgen wird. Alle anderen haben doch nur Programme ohne jegliche Aussicht, sie auch umzusetzen, zumindest, wenn man nicht alles vor die Wand fahren will. Je mehr ich darüber nachdenke, wäre eine Schwarz-Grüne Koalition vielleicht nicht unbedingt das schlechteste, dann kann Merkel schön "präsidial regieren" und wie gehabt nichts tun, während die Grünen wirklich zukunftsorientierte Politik betreiben und den Wagen aus dem Dreck ziehen...