Was mich hier immer besonders schockt sind diese unreflektierten Aussagen a la "Glaubst Du andere Hersteller sind besser?", "Dann dürftest Du auch das und das nicht mehr machen etc."
Es ist vollkommen klar, dass das kapitalistische System pervers ist und sich diese Perversität nicht auf einige Firmen beschränkt. ABER: erschreckenderweise führt diese Erkenntnis für viele Euch zu der Einstellung "Es sind alle gleich schlimm, also is doch egal...." und darauf wird sich dann ausgeruht.
Mir ist es lieber, jemand ändert zumindest einen Teil seines Verhaltens, in dem er zum Beispiel nur noch Eier beim Bauern um die Ecke kauft, oder vernünftig zertifizierten Fair-Trade Kaffee trinkt.
Wenn er dann dennoch weiterhin Nike Produkte kauft oder bei H&M shoppen geht, hat das nichts mit Doppelmoral oder Scheinheiligkeit zu tun.
Es ist mir doch allemal lieber, er verhält sich zumindest in Teilen moralisch korrekt, als überhaupt nicht. Dieses ganze "Ganz oder Gar nicht" hier nervt mich.
So gut wie niemand lebt 100% konform mit moralischen Idealen, erstens kann sich das leider Gottes so gut wie niemand leisten, zweitens sind wir halt doch alle konditioniert und unmenschliche Bedingungen etc. in der Regel ganz weit weg. Trotzdem bleibe ich dabei: zu sagen, ich kann eh NICHTS ändern, darum denk ich gar nicht drüber nach, ist große Scheiße.
Um das mal ganz platt und plakativ an einem Beispiel zu verdeutlichen: Ganz nüchtern betrachtet hat jemand der in Nike-Schuhen einen fair gehandelten Kaffee trinkt sich moralisch gesehen nur halb so falsch verhalten, wie jemand der in Nike-Schuhen einen Discounter-Kaffee trinkt, dessen Hersteller südamerikanische Bauern ausbeutet. Die Wohlfahrtsbilanz ist hier unterm Strich höher, Peng! Darum bleibe ich dabei: auch wenn man nur partiell moralisch handelt, ist das besser, als wenn man es nie tut.
Es ist vollkommen klar, dass das kapitalistische System pervers ist und sich diese Perversität nicht auf einige Firmen beschränkt. ABER: erschreckenderweise führt diese Erkenntnis für viele Euch zu der Einstellung "Es sind alle gleich schlimm, also is doch egal...." und darauf wird sich dann ausgeruht.
Mir ist es lieber, jemand ändert zumindest einen Teil seines Verhaltens, in dem er zum Beispiel nur noch Eier beim Bauern um die Ecke kauft, oder vernünftig zertifizierten Fair-Trade Kaffee trinkt.
Wenn er dann dennoch weiterhin Nike Produkte kauft oder bei H&M shoppen geht, hat das nichts mit Doppelmoral oder Scheinheiligkeit zu tun.
Es ist mir doch allemal lieber, er verhält sich zumindest in Teilen moralisch korrekt, als überhaupt nicht. Dieses ganze "Ganz oder Gar nicht" hier nervt mich.
So gut wie niemand lebt 100% konform mit moralischen Idealen, erstens kann sich das leider Gottes so gut wie niemand leisten, zweitens sind wir halt doch alle konditioniert und unmenschliche Bedingungen etc. in der Regel ganz weit weg. Trotzdem bleibe ich dabei: zu sagen, ich kann eh NICHTS ändern, darum denk ich gar nicht drüber nach, ist große Scheiße.
Um das mal ganz platt und plakativ an einem Beispiel zu verdeutlichen: Ganz nüchtern betrachtet hat jemand der in Nike-Schuhen einen fair gehandelten Kaffee trinkt sich moralisch gesehen nur halb so falsch verhalten, wie jemand der in Nike-Schuhen einen Discounter-Kaffee trinkt, dessen Hersteller südamerikanische Bauern ausbeutet. Die Wohlfahrtsbilanz ist hier unterm Strich höher, Peng! Darum bleibe ich dabei: auch wenn man nur partiell moralisch handelt, ist das besser, als wenn man es nie tut.

:x:
