Die Facharbeit macht einen Großteil der Halbjahresnote aus, in dem sie geschrieben wird (und ins Abi zählen alle Halbjahre als Einzelnoten). Außerdem steht sie extra im Abiturzeugnis vermerkt.
"Wenig" zu tun stimmt nicht. Eine Facharbeit macht schon Aufwand. Lediglich mit der Recherche hatte ich wenig zu tun.
Wenn dir die Interviewpartner als Aufwand lohnenswert erscheinen, dann überlege dir, da dran zu bleiben. Politiker? Auf keinen Fall, die sind nicht beteilig. Die reden in der Regel genauso theoretisch üpber das Thema wie Journalisten, außenstehende Publizisten, Politiklehrer, etc...
Es sei denn, du findest einen, der in Afghanistan war. Aber möchtest du bei Guttenberg persönlich anfragen?

Nein, wenn, dann brauchst du Ex-Soldaten. Rumfragen, Mundpropaganda machen, Zeitung einschalten. Falls ihr eine Kaserne in der Nähe habt lohnt sich das auch. Die werden aber auf dem offiziellen Weg keine Daten rausgeben. Wäre ja noch schöner.
Aber das alles ist viel Aufwand und muss wenn, dann sehr konsequent und motiviert gemacht werden. Ich sage dir ganz ehrlich: Für eine einfache Lernkontrolle würde ich persönlich eher anderweitig arbeiten, und zwar auf gänzlich theoretischem Wege bzw. mit Praxisbezügen, die nur aus der Literatur stammen, sofern du nicht zufällig einen guten Bekannten hast, der was zum Thema erzählen kann.
Von einem Zehntklässler kann man nicht erwarten, dass er für eine Arbeit mit dieser Relevanz Zeitungen oder Ähnliches einschaltet. Wenn er es aus Interesse am Thema macht, dann finde ich das eine sehr starke Sache. Der Anspruch eurer Lehrerin dürfte das nicht sein. Bei einer Facharbeit oder aufwändigen Arbeit an der Uni ist das was anderes.