Was hätte uns denn eine offensivere Taktik gebracht? Abgesehen von der hohen Wahrscheinlichkeit, damit gegen Gegner auf diesem Niveau ins offene Messer laufen - oder sind die 13 Gegentore aus den letzten 3 Saisonspielen 16/17 gegen die Hopps, Köln und BVB schon wieder in Vergessenheit geraten? - wären wir damit gestern auch nicht weit gekommen. Denn um ein Offensivspiel aufziehen zu können, muß aus einer geordneten Defensive heraus agiert werden. Doch alle Zuordnung bringt nix, wenn so wie gestern vor allem in der 2. HZ das Pressing schlecht funktioniert, denn ohne Pressing kein Ballbesitz und ohne Ballbesitz kein Offensivspiiel. Und gerade bei einer offensiven Ausrichtung ist das Pressing von besonders hoher Bedeutung, denn wenn nach einem Ballverlust das Gegenpressing nicht funktioniert, hat es der Gegner leicht. mit Pässen in die Tiefe die Hintermannschaft auszuhebeln uns somit für Gefahr vor dem eignen Tor zu sorgen.
Die von AN gewählte Taktik kann ja wohl nicht der Grund sein, daß Offensivmann Bartels eine gebrauchte Tagesform hatte, Kainz aus 5 Metern das leere Tor nicht trifft und die Hopps durch einen abgefälschten Schuß in der Schlußphase zum Siegtreffer kamen. Ich gehöre ja eher zu der kritischen Fraktion in diesem Forum, und wenn AN gestern sicherlich auch nicht alles richtig machte, so kann man ihn die gestrige Niederlage weniger ankreiden als z.B. die letzten 3 Pleiten in 16/17, in denen er Werder mit einer zu offensiven Taktik ins verderben rennen ließ.