Alexander Nouri

Bin heute von HSV- Kollegen gefragt worden, warum AN denn Gnabry rausgenommen habe. Meine Erklärung, dass man mit Junuzovic die linke Seite stärken und in Pizarro einen Anspielpunkt haben wollte, wurde von den tumben Stellingern natürlich nicht verstanden. Wenn ich ehrlich bin, habe ich es selber nicht verstanden.
 
Den Teil finde ich spannend:

Ein Blick auf die Statistik deutet unterdessen daraufhin, dass Werders größte sportliche Probleme gar nicht unbedingt mit der Fitness zusammenhängen. In der reinen Lauftabelle rangiert man mit durchschnittlich 112,7 Kilometern pro Partie ligaweit auf Position 9, mit 200 Sprints pro 90 Minuten auf Platz 10. Ebenfalls im Mittelfeld liegen die Grün-Weißen mit dem Wert von fünf Gegentoren in der Schlussviertelstunde - was zusätzlich dadurch relativiert wird, dass sie ohnehin ligaweit die meisten Treffer schluckten (31).

Lenkt die Fitnessdebatte von schwerer wiegenden Mängeln ab?
Und: Zwar verlor Werder als einzige Mannschaft bereits dreimal nach einer Führung, allerdings holte das Team auch schon einen Sieg und zwei Remis nach Rückständen. Nur Hoffenheim, Köln und Leverkusen waren diesbezüglich erfolgreicher. Angesichts solcher Fakten stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die von Nouri angestrengte Fitnessdebatte nicht von deutlich schwerer wiegenden Mängeln ablenkt. Weniger brisant würde die ganze Angelegenheit dadurch freilich keineswegs.

Ich würde sogar noch weiter gehen: Die Fitness der Werderspieler ist so überragend, daß wir es uns sogar leisten können zwei Langzeitverletzte direkt wieder für 90 bzw. fast 90 Minuten einzusetzen. Das soll uns erst mal einer nachmachen :kaffee:
 
Und dann setzt man auf die Wintervorbereitung. Immer eine gute Idee, den Zeitpunkt für Leistungsanforderungen nach hinten zu versetzen. Nach der WP wird dann alles besser. Is klar. Weiß nicht, so langsam habe ich den Knaben auch gefressen, zumindest passt er optimal zu seinen Bossen FB und MB. Bremer Weg halt.
 
Eines der Hauptprobleme ist die defensive Schwäche im MF, was hier seit Jahren bemängelt wird. So schlecht sind unsere IVs auch nicht. Bei den beiden AVs sieht die Lage allerdings anders aus.
Beispiel beide Tore gegen den HSV: beim 0:1 schaut man interessiert zu, wie von außen geflankt wird. Das in der Mitte der Stürmer immer mal vor dem IV an den Ball kommt, ist keine Weltsensation. Bei uns werden die Flanken nicht energisch verhindert. Das 1:2 ist weiter oben beschrieben aber auch durch eine Verkettung von Nichtleistungen zustande gekommen. Es fehlt immer an der unbedingten Bereitschaft, den Zweikampf anzunehmen. Werder leistet sich zu viele Spieler, die meinen, dass der Andere dafür da ist.
 
Eines der Hauptprobleme ist die defensive Schwäche im MF, was hier seit Jahren bemängelt wird. So schlecht sind unsere IVs auch nicht. Bei den beiden AVs sieht die Lage allerdings anders aus.
Beispiel beide Tore gegen den HSV: beim 0:1 schaut man interessiert zu, wie von außen geflankt wird. Das in der Mitte der Stürmer immer mal vor dem IV an den Ball kommt, ist keine Weltsensation. Bei uns werden die Flanken nicht energisch verhindert. Das 1:2 ist weiter oben beschrieben aber auch durch eine Verkettung von Nichtleistungen zustande gekommen. Es fehlt immer an der unbedingten Bereitschaft, den Zweikampf anzunehmen. Werder leistet sich zu viele Spieler, die meinen, dass der Andere dafür da ist.

Beim 2:1 für die Hamburger haben zwei Spieler die Chance den Müller aufzuhalten, da muss man auch mal die gelbe Karte in Kauf nehmen.
 
Ich gehe soweit, dass wir uns von diesem Schaafschen Offensivfußballstil bis heute auf allen Ebenen nicht gelöst haben. Hier sind zu viele Rollenspieler in unserer Truppe.
TW + IVs spielen gegen die jeweiligen Stürmer, werden dabei von den AVs unterstützt, die allerdings auch offensiv möglichst viel machen sollen.
MF: 1-2 def MF, die gegen die gegnerischen Kreativspieler spielen, off MF als freischaffende Künstler mit Zug zum Tor, Defensive zwar gewünscht aber nicht obligat. Stürmer am liebsten 2, damit die Raute wieder funktioniert. Primäres gewünschtes Attribut hohe individuelle Klasse.
Aber der moderne Fußball kommt auf unserem Niveau über das reine Kollektiv. Pressing, Gegenpressing miteinander Jeder für Jeden. Wer das zurzeit praktiziert, sind zB die SGE, Mz oder Hertha.
Wer am WE ein ähnliches Erlebnis hatte, war der BVB in F, getreu dem Motto: Klasse setzt sich schon irgendwie durch. Ergebnis bekannt. Daher halte ich unseren Kader bezüglich mannschaftlicher Geschlossenheit für völlig unausgewogen zusammengesetzt. Dazu kommt, dass man auf Trainer setzt, die das Konzept möglichst detailgetreu nachbauen sollen. Das ist auch ein Teil des Werderwegs.
 
Bin heute von HSV- Kollegen gefragt worden, warum AN denn Gnabry rausgenommen habe. Meine Erklärung, dass man mit Junuzovic die linke Seite stärken und in Pizarro einen Anspielpunkt haben wollte, wurde von den tumben Stellingern natürlich nicht verstanden. Wenn ich ehrlich bin, habe ich es selber nicht verstanden.

Das kann man auch nicht verstehen. Wollte AN das 2:2 nach Hause schaukeln, oder was war seine Intension für diesen Wechsel? Seine (Nicht-)Ein und Auswechslungen in den letzten Partien nehmen immer mehr skripnische Formen an.
 
Eines der Hauptprobleme ist die defensive Schwäche im MF, was hier seit Jahren bemängelt wird. So schlecht sind unsere IVs auch nicht. Bei den beiden AVs sieht die Lage allerdings anders aus.
Beispiel beide Tore gegen den HSV: beim 0:1 schaut man interessiert zu, wie von außen geflankt wird. Das in der Mitte der Stürmer immer mal vor dem IV an den Ball kommt, ist keine Weltsensation. Bei uns werden die Flanken nicht energisch verhindert. Das 1:2 ist weiter oben beschrieben aber auch durch eine Verkettung von Nichtleistungen zustande gekommen. Es fehlt immer an der unbedingten Bereitschaft, den Zweikampf anzunehmen. Werder leistet sich zu viele Spieler, die meinen, dass der Andere dafür da ist.

Es ist ja nicht nur die ohnehin schon bedenkliche mangelde Bereitschaft zur Annahme von Zweikämpfen, sondern auch die schlechteste Zweikampfquote aller 18 Bundesligisten.
 
was war seine Intension für diesen Wechsel?

Ich denke mit ein wenig Abstand zu Spiel wird er die Frage selber nicht beantworten können. Pizarro für Kruse hätte wohl jeder verstanden. Aber für Gnabry? Übrigens hat Santi Garcia vom Kicker eine glatte 6 bekommen. Ich selber habe ihn ja nicht ganz so katastrophal gesehen, bin da aber offensichtlich in der Minderheit denn auch hier kam er ja ganz übel weg. Ihn auszuwechseln wenn man die linke Seite stärken will, wäre keine Option gewesen? Naja, sei es drum, schauen wir mal wie AN gegen Ingolstadt vercoacht. Ich sehe jetzt schon Fröde und Veljkovic im defensiven Mittelfeld um die spielstarken Schanzer aufzuhalten. Man verzeihe mir meinen Sarkasmus.
 
http://www.kicker.de/news/fussball/...tikel_nouris-brisante-fitness-diskussion.html

"Unsere Analysen zeigen, dass wir uns im Fitnessbereich weiterentwickeln müssen. Einerseits ging das Konzept in der Sommervorbereitung nicht so auf wie geplant, andererseits fehlt zahlreichen Spielern die Basis durch Verletzungspausen in der Vorbereitung."

Was mir überhaupt nicht in de Kopf will ist, dass man sich so eine Diskussionsbaustelle jetzt aufmacht. Im September wird diese Diskussion abgewürgt (siehe oben verlinkten Artikel in der Kreiszeitung) um sich jetzt dahinter zu verstecken. Das wir, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sind 90 Minuten die Spannung zu halten ist offensichtlich und kann nicht wegdiskutiert werden - Fitness spielt für mich da allerdings eine elementare Rolle.

Das man es aber nicht schafft unter der Woche einfach mal die Klappe zu halten und seinen Job zu erledigen ist wieder was ganz anderes. Diese ständigen Rechtfertigungen bringen überhaupt nichts, man eröffnet sich nur noch mehr offene Flanken.

Wie gesagt -> Klappe halten und einfach konsequent mal an den Problemen arbeiten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Antwortet man nicht, passt es anderen wieder nicht.

Es ist wie bei Baumann. In der Krise ist alles falsch, was man sagt oder nicht sagt...
 
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