Aleksandar Ignjovski (Holstein Kiel)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Sebs
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@Werder-Oldie & Karlotto
Eines ist doch momentan offensichtlich. Es hakt am Spielaufbau aus der Tiefe. Deshalb bekommen wir im Umkehrfussball zu wenig Tempo rein und sind erst frühestens in vorderster Reihe wirklich kreativ, namentlich Pizarro, Hunt, Marin.
Das Kardinalproblem ist aber die Zeit, die der Ball dorthin braucht sowie generell die Art und Weise, WIE wir Breite oder Länge des Feldes in der Spieleröffnung nutzen.

Fritz und Bargfrede sorgen aufgrund ihrer Zweikampf- und Laufstärke derzeit im Mf für viel Stabilität. Beide inklusive Wolf sind aber kaum/ teilweise überhaupt nicht in der Lage, unserem Aufbauspiel Konturen zu verleihen.
Daher stehen wir sicher und gut gestaffelt, wobei wir zur Zeit Kompaktheit mehr über Laufstärke und hohem Einsatz, als über außerordentlich gute Raumaufteilung erreichen.
Ich fürchte aber, dass die fehlende Vision in Sachen Umschaltfussball und Variabilität uns spätestens dann enorme Schwierigkeiten bescheren wird, wenn es um die entscheidenden Punkte geht, sich oben festzubeissen, um die Spiele auf noch höherem, taktischen Niveau. Ich denke, wir brauchen früher oder später Ekici und/ oder Iggy zusätzlich im Mf. Allerdings verstehe ich Schaaf, dass das momentan keine Option darstellt. Noch nicht. Zu Null ist auf jeden Fall erstmal wichtiger, denn darüber bekommt die Truppe Selbstvertrauen und Sicherheit. Aus den Augen verlieren darf TS dies m.E. jedoch nicht.

Eigentlich haben wir das Personal für ein 4-3-3.
 
Den habe ich sogar noch vergessen, wenn es um fehlende Kreativität geht. ;)

Sokratis, Wolf, Bargfrede, Fritz, alles wertvolle Jungs, denen aber eines nahezu völlig abgeht - Spieleröffnung, Übersicht und Intuition für Spielsituationen. Wann muss der lange Pass, wann die Verlagerung auf die richtige Seite kommen, wann ist der richtige Moment, das Spiel langsam und wann schnell zu machen, wann muss der Ball laufen gelassen, wann gehalten werden. Das fehlt uns derzeit elementar von hinten heraus.
Prödl hatte da Hinrunde letzte Saison gute Ansätze, bleibt zu hoffen, dass wir das bald wieder sehen.
 
Den habe ich sogar noch vergessen, wenn es um fehlende Kreativität geht. ;)

Sokratis, Wolf, Bargfrede, Fritz, alles wertvolle Jungs, denen aber eines nahezu völlig abgeht - Spieleröffnung, Übersicht und Intuition für Spielsituationen. Wann muss der lange Pass, wann die Verlagerung auf die richtige Seite kommen, wann ist der richtige Moment, das Spiel langsam und wann schnell zu machen, wann muss der Ball laufen gelassen, wann gehalten werden.

Ich sehe das nicht so negativ wie du.
Ich bestreite nicht, dass es noch einiges an Verbesserungspotential gibt für die Spieleröffnung.
Sokratis sollte mal ab und zu den Kopf hochnehmen, wenn er die Außenlinie langläuft. Das ist aber die einzige Sache, die ich bei ihm verbessern würde.
Wolf ist ein Verteidiger der alten Schule, der sich auf die Defensive beschränkt und lieber den Sicherheitspass nach aussen spielt anstatt einen klasse Angriff einzuleiten. Habe ich auch nichts gegen einzuwenden, seine Stärken liegen einfach woanders.
Bei Fritz und Bargfrede sehe ich es garnicht so. Beide trugen Samstag sowohl zur Stabilisierung als auch mit guten Pässen zu einem guten Offensiv-Spiel bei.
 
Definiere "gute Pässe". Welche, die einfach nur weitergeleitet werden oder einfach nur ankommen, oder welche, die ein Spiel eröffnen oder mindestens gut verlagern sukzessive Tempo erhöhen?
 
Bedenke, dass wir uns immer noch am Anfang eines Umbruchs befinden und keiner der Neuzugänge auch nur ein Viertel der Vorbereitung mitmachen konnte. Wirklich beurteilen kann man das alles erst etwa zur Winterpause.
 
@Werder-Oldie & Karlotto
Eines ist doch momentan offensichtlich. Es hakt am Spielaufbau aus der Tiefe. Deshalb bekommen wir im Umkehrfussball zu wenig Tempo rein und sind erst frühestens in vorderster Reihe wirklich kreativ, namentlich Pizarro, Hunt, Marin.
Das Kardinalproblem ist aber die Zeit, die der Ball dorthin braucht sowie generell die Art und Weise, WIE wir Breite oder Länge des Feldes in der Spieleröffnung nutzen.

Fritz und Bargfrede sorgen aufgrund ihrer Zweikampf- und Laufstärke derzeit im Mf für viel Stabilität. Beide inklusive Wolf sind aber kaum/ teilweise überhaupt nicht in der Lage, unserem Aufbauspiel Konturen zu verleihen.
Daher stehen wir sicher und gut gestaffelt, wobei wir zur Zeit Kompaktheit mehr über Laufstärke und hohem Einsatz, als über außerordentlich gute Raumaufteilung erreichen.
Ich fürchte aber, dass die fehlende Vision in Sachen Umschaltfussball und Variabilität uns spätestens dann enorme Schwierigkeiten bescheren wird, wenn es um die entscheidenden Punkte geht, sich oben festzubeissen, um die Spiele auf noch höherem, taktischen Niveau. Ich denke, wir brauchen früher oder später Ekici und/ oder Iggy zusätzlich im Mf. Allerdings verstehe ich Schaaf, dass das momentan keine Option darstellt. Noch nicht. Zu Null ist auf jeden Fall erstmal wichtiger, denn darüber bekommt die Truppe Selbstvertrauen und Sicherheit. Aus den Augen verlieren darf TS dies m.E. jedoch nicht.

Ist ja mein Reden. Ich sehe Iggy auf Dauer im MF, weil er etwas mitbringt, was Bargfrede abgeht. Meine Hoffnungen, nicht Erwartungen, ruhen dahingehend auf ihn und Ekici. Das war imo auch die Idee, als man diese beiden verpflichtete. Die Idee, als man Schmitz verpflichtete, war sicherlich nicht die Halbposition, sondern man holte ihn als LV.

Eigentlich haben wir das Personal für ein 4-3-3.

Möglich.

Fritz - Naldo (Wolf) - Prödl - Schmitz

Bargfrede (Ekici) - Iggy - Hunt

Marin - Pizarro - Arnautovic (Rosenberg)

Wäre mal ne interessante Idee, allerdings werden wir das nicht erleben, weil Schaaf´s Idee, eine andere ist.
 
Ist eine Phantom-Debatte, Slain. Ein Systemwechsel wäre zu diesem Zeitpunkt natürlich Unsinn, da wir gerade versuchen, das jetzige System zu etablieren und späterhin mit möglicherweise Iggy und Ekici zu veredeln.

Insofern: Alles graue Theorie. ;)
 
Bedenke, dass wir uns immer noch am Anfang eines Umbruchs befinden und keiner der Neuzugänge auch nur ein Viertel der Vorbereitung mitmachen konnte. Wirklich beurteilen kann man das alles erst etwa zur Winterpause.

Stmmt Eisbär! Wir sollten alle mal etwas die Füsse stillhalten und uns (zumindest in der Bewertung einzelner Spieler) angewöhnen nicht immer nur von Spiel zu Spiel zu denken.
Genausowenig würde ich einen Spieler nach einem schlechten Spiel gleich raus nehmen, sondern eher nach 2-3 schlechten *auf Holz klopft*. Nur so können sich Spieler in Ruhe entwickeln und Selbstvertrauen sammeln, ohne immer die Angst im Nacken haben zu müssen nach einer miesen Partie gleich draussen zu sein. Im Umkehrschluss haben Spieler die dahinter brennen rein zu kommen und gute Trainingsleistungen bringen immer die Chance nachzurücken. So etwas nennt man gesunde Entwicklung des Teamspirits und Konkurrenzkampfes :)
Im Umkehrschluss heisst es dann jetzt leider für Lukas Schmitz das er sich (sollte Ignjovski auf LV bleiben) erst wieder ins Team kämpfen muss, denn der war jetzt in seiner ersten Partie für uns bärenstark. Bleibt mal abzuwarten wie konstant er diese Leistungen weiterhin bringen kann. Zum Glück können wir uns ja voll und ganz auf die BuLi konzentrieren ;) :lol:
 
@Werder-Oldie & Karlotto
Eines ist doch momentan offensichtlich. Es hakt am Spielaufbau aus der Tiefe. Deshalb bekommen wir im Umkehrfussball zu wenig Tempo rein und sind erst frühestens in vorderster Reihe wirklich kreativ, namentlich Pizarro, Hunt, Marin.
Das Kardinalproblem ist aber die Zeit, die der Ball dorthin braucht sowie generell die Art und Weise, WIE wir Breite oder Länge des Feldes in der Spieleröffnung nutzen.

Fritz und Bargfrede sorgen aufgrund ihrer Zweikampf- und Laufstärke derzeit im Mf für viel Stabilität. Beide inklusive Wolf sind aber kaum/ teilweise überhaupt nicht in der Lage, unserem Aufbauspiel Konturen zu verleihen.
Daher stehen wir sicher und gut gestaffelt, wobei wir zur Zeit Kompaktheit mehr über Laufstärke und hohem Einsatz, als über außerordentlich gute Raumaufteilung erreichen.
Ich fürchte aber, dass die fehlende Vision in Sachen Umschaltfussball und Variabilität uns spätestens dann enorme Schwierigkeiten bescheren wird, wenn es um die entscheidenden Punkte geht, sich oben festzubeissen, um die Spiele auf noch höherem, taktischen Niveau. Ich denke, wir brauchen früher oder später Ekici und/ oder Iggy zusätzlich im Mf. Allerdings verstehe ich Schaaf, dass das momentan keine Option darstellt. Noch nicht. Zu Null ist auf jeden Fall erstmal wichtiger, denn darüber bekommt die Truppe Selbstvertrauen und Sicherheit. Aus den Augen verlieren darf TS dies m.E. jedoch nicht.

Eigentlich haben wir das Personal für ein 4-3-3.

Zustimmung. :tnx:

Allerdings hätten wir im Moment, schaut man den Kader an auch Potenzial für ein 5-3-2 oder ein 3-4-3 oder sogar ein 4-2-4. Mit dem Kader geht eigentlich fast alles. Wer hätte das am Ende der letzten Saison vermutet ? :thumb:

Die gute Leistung von Iggy ist übrigens nicht nur für Werder und ihn selbst wichtig, es ist ein enormes Signal an die Spieler in der 2.Reihe, was möglich ist und es ist auch ein deutliches Signal an die bisher gesetzten Spieler, das sie nicht nach lassen dürfen.

Mir fällt gerade spontan Wagner ein, der ja zwischendurch wieder für das sich-hängen-lassen kritisiert wurde: Auch der kann sich wie schon letzte Saison wieder zurück kämpfen. Das Gleiche gilt für gute Leute wie Thy und Trinks, die momentan wieder aus dem Blickfeld verschwunden sind oder für Trybull und Kroos, die im Moment bei der U23 hängen geblieben sind, aber auch nach wie vor gutes Potenzial für die 1. Mannschaft haben.

Die von Dir geschilderten Schwächen im Umkehrspiel sind -das sollte man nicht vergessen- aber schon "Schwächen", die man nur bei sehr hohen Ansprüchen als solche bezeichnet. Das allein zeigt schon die Fortschritte gegenüber der letzten Pleiten-Saison. Wenn man sich dauerhaft unter den CL-Plätzen halten will, dann muss man diese Sachen allerdings verbessern, da hast Du völlig Recht. ;)

Nochmal zurück zu Iggy: Genau mit diesem Einsatz war er mir aus 1860er Zeiten dunkel in Erinnerung geblieben. Hatte allerdings auch nicht enfernt damit gerechnet, das er bei seinem Debut gleich so dermassen aufdreht. Damit meine ich nicht nur seine Leistung an sich, sondern auch, mit welcher Selbstverständlichkeit er ohne jede Unsicherheit diese Leistung ablieferte.
 
Die gute Leistung von Iggy ist übrigens nicht nur für Werder und ihn selbst wichtig, es ist ein enormes Signal an die Spieler in der 2.Reihe, was möglich ist und es ist auch ein deutliches Signal an die bisher gesetzten Spieler, das sie nicht nach lassen dürfen.
Vor allem ist es mal ein Signal, welches die "2. Reihe" geben darf. Wie oft hat denn die "2. Reihe" in den vergangenen Jahren Chancen bekommen und wenn doch einmal, wie lange durften sie sich zeigen? mMn öfter ein hausgemachtes Problem. Wir hatten meistens einen guten, aber relativ kleinen Stamm, dafür eine "2. Reihe", die mangels Spielpraxis kaum besser werden konnte.

Nochmal zurück zu Iggy: Genau mit diesem Einsatz war er mir aus 1860er Zeiten dunkel in Erinnerung geblieben. Hatte allerdings auch nicht enfernt damit gerechnet, das er bei seinem Debüt gleich so dermassen aufdreht. Damit meine ich nicht nur seine Leistung an sich, sondern auch, mit welcher Selbstverständlichkeit er ohne jede Unsicherheit diese Leistung ablieferte.
Dafür war er bei 1860 und in Serbien bereits bekannt. Und ich war bei seinen ersten beiden Spielen im August in St. Pauli und in Osnabrück im Stadion. Da wusste ich, dass Schaaf ihn bedenkenlos bringen kann.
Bedenken hatte ich, was die generelle Spielausrichtung, die Staffelung der Mannschaftsteile angeht. Aber da haben es ihm die Manschaft und Schaaf leicht gemacht, anders als vielen seiner LV-Vorgänger.
 
Ich muss ehrlich sagen ich hätte nie gedacht das Igi so gut ist :D
Hat ein richtig starkes Spiel gemacht ^^
Ich glaub wenn er soweiter macht wird es sehr sehr sehr schwer für Schmitz :lol:
 
@Werder-Oldie & Karlotto
Eines ist doch momentan offensichtlich. Es hakt am Spielaufbau aus der Tiefe. Deshalb bekommen wir im Umkehrfussball zu wenig Tempo rein und sind erst frühestens in vorderster Reihe wirklich kreativ, namentlich Pizarro, Hunt, Marin.
Das Kardinalproblem ist aber die Zeit, die der Ball dorthin braucht sowie generell die Art und Weise, WIE wir Breite oder Länge des Feldes in der Spieleröffnung nutzen.

Fritz und Bargfrede sorgen aufgrund ihrer Zweikampf- und Laufstärke derzeit im Mf für viel Stabilität. Beide inklusive Wolf sind aber kaum/ teilweise überhaupt nicht in der Lage, unserem Aufbauspiel Konturen zu verleihen.
Daher stehen wir sicher und gut gestaffelt, wobei wir zur Zeit Kompaktheit mehr über Laufstärke und hohem Einsatz, als über außerordentlich gute Raumaufteilung erreichen.
Ich fürchte aber, dass die fehlende Vision in Sachen Umschaltfussball und Variabilität uns spätestens dann enorme Schwierigkeiten bescheren wird, wenn es um die entscheidenden Punkte geht, sich oben festzubeissen, um die Spiele auf noch höherem, taktischen Niveau. Ich denke, wir brauchen früher oder später Ekici und/ oder Iggy zusätzlich im Mf. Allerdings verstehe ich Schaaf, dass das momentan keine Option darstellt. Noch nicht. Zu Null ist auf jeden Fall erstmal wichtiger, denn darüber bekommt die Truppe Selbstvertrauen und Sicherheit. Aus den Augen verlieren darf TS dies m.E. jedoch nicht.

Eigentlich haben wir das Personal für ein 4-3-3.

Sehr schöner Beitrag Mick! Danke! Du triffst, was den Istzustand der Mannschaft betrifft den Nagel auf den Kopf.
Sachen sehen ist eine Sache, diese jedoch analysieren und sehen WARUM es so ist hingegen eine andere. MMn steckt in dieser Mannschaft ein Riesenpotenzial, welches sie nun erstmals in Ansätzen oberflächlich gezeigt hat. Des Pudels Kern ist: TS möchte die Fehler aus der Vergangenheit (letzte Saison) nicht wiederholen und der Mannschaft den "gemeinsamen Quickstep" beibringen bevor sie überhaupt gemeinsam geradeaus laufen können. Das Zauberwort heisst hier "kollegtive Automatismen". Richtiger weise festigt Schaaf erst die wichtigen Basics bevor er sich an darauf aufbauende Elemente wie Variablität und/oder Kreativität aus der Defensive wagt. Deswegen sieht unser Spiel auch so kompakt aus. Wie Du richtiger weise auch erkannt hast ist diese Vorgehensweise essentiell wichtig m dem Kollegtiv Selbstvertrauen und Basic Automatismen zu geben auf die sie im Notfall/Drucksituation zurück greifen können.
Weiterhin glaube ich das einigen Leuten hier bald die Augen übergehen werden ob unserer Spielweise :-)
 
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