Aktuelle Transferpolitik

Woher kommt eigentlich dieses „auf Talente setzen“? Das kann ein Verein wie Werder so ohne weiteres nicht. Spielt ein Junger mal ne gute Saison, dann kommt der nächstgrößere Verein und holt ihn für kleines Geld und verkauft ihn 2,3 Jahre später teuer weiter. Zudem sportlich sehr riskant und nur sinnvoll, wenn einer mal eine Riesenablöse bringt oder -noch besser- bei Werder bleiben will.
 
Was für eine Woche:

Freitag: Demütigendes Pokalaus in Bielefeld
Samstag: Ernüchternde Testpleite gegen Osnabrück
Sonntag: Werder gibt bekannt, dass Wöber länger ausfällt
Montag: Silva wechselt nach Elche, nachdem man am Vortag noch im Interview mit butenunbinnen erzählte, die Personalie noch nicht aufgegeben zu haben; Die zuvor im Raum stehende Deadline für den Schmidt-Transfer scheint nicht funktioniert zu haben und man steht noch immer ohne AV da
Dienstag: Forstens WIPs verstärken die Sorgen um den Fortgang der Transferperiode
Mittwoch: Wechsel von Stammtorhüter und Führungsspieler Zetterer nach Frankfurt
Donnerstag: Schwere Verletzung bei Deman

In der gesamten Zeit zudem kein einziger Neuzugang. Das ist schon ganz schön frustrierend.

Ab jetzt muss es doch mal aufwärts gehen. Am besten schon Samstag mit einem unerwarteten Auswärtssieg.


Angeblich wird gerade eine Doku-Serie über Werder gedreht, wobei der Titel von einer anderen TV-Sendung übernommen wurde:
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Das bisher in dieser Woche kein einziger Neuzugang präsentiert wurde, finde ich wirklich ein starkes Stück.
Im Kader brennt der Baum und es gibt keine Lösungen, noch nicht einmal der Torwart Hein wurde vorgestellt, der genauso sicher geglaubte Transfer wie Schmidt als RV...einfach unfassbar.
Wenn nicht noch MINDESTENS 4 Neuzugänge kommen, dann haben Fritz und Co ihren Kredit bei mir verspielt!
 
Woher kommt eigentlich dieses „auf Talente setzen“? Das kann ein Verein wie Werder so ohne weiteres nicht. Spielt ein Junger mal ne gute Saison, dann kommt der nächstgrößere Verein und holt ihn für kleines Geld und verkauft ihn 2,3 Jahre später teuer weiter. Zudem sportlich sehr riskant und nur sinnvoll, wenn einer mal eine Riesenablöse bringt oder -noch besser- bei Werder bleiben will.

Was wäre denn deine Alternative? Du siehst doch, dass wir keine Spieler bekommen und anscheinend alles Geld in einen Spieler gesteckt haben. Wenn wir also nicht auf die Jugend setzen, dann werden wir in ein paar Jahren keine Spieler mehr haben, weil alle die Karriere beendet haben.
 
Meiner Meinung nach sind Fans und Medien nicht unschuldig an dieser Politik. Die Erwartungshaltung ist zu hoch. Wenn man auf junge Talente setzen will, dann braucht man Geduld. Aber selbst hier werden Topp und Covic nicht als ernsthafte Alternativen gesehen, sondern man fordert bereits jetzt einen Stürmer und einen OM. Und dann spielen die Talente nicht oder gehen sogar und das Geschrei ist groß. Das passt nicht zusammen.
Der mediale Druck auf Fritzmeyer ist jetzt schon enorm und es ist gar nicht soviel passiert sportlich.
Die Erwartungshaltung ist mMn nicht hoch, hier erwartet keiner, der bei Trost ist Europa.
Was man "erwartet" und auch erwarten kann ist einen wettbewerbsfähigen Kader und den sehe ich aktuell nicht.
 
Die Erwartungshaltung ist mMn nicht hoch, hier erwartet keiner, der bei Trost ist Europa.
Was man "erwartet" und auch erwarten kann ist einen wettbewerbsfähigen Kader und den sehe ich aktuell nicht.
Ich meinte damit nicht mal Europa. Wenn wir uns z.B. mit Heidenheim vergleichen. Wenn die nur jungen Talenten in die Saison gehen, dann wird das gefeiert, egal ob sie Platz 7 erreichen oder Platz 15. Niemand erwartet etwas von Heidenheim.
Das ist bei uns anders. Wir können nicht mit einem Kader voller Talente in die Saison gehen. Sobald es nicht ideal läuft, drehen Medien und Fans am Rad. Also müssen wir hier zwangsweise erfahrene Spieler dazu holen, damit es entsprechend ruhiger verläuft. Das führt allerdings wieder dazu, dass die Talente nicht die richtige Förderung erfahren.
 
Ich meinte damit nicht mal Europa. Wenn wir uns z.B. mit Heidenheim vergleichen. Wenn die nur jungen Talenten in die Saison gehen, dann wird das gefeiert, egal ob sie Platz 7 erreichen oder Platz 15. Niemand erwartet etwas von Heidenheim.
Das ist bei uns anders. Wir können nicht mit einem Kader voller Talente in die Saison gehen. Sobald es nicht ideal läuft, drehen Medien und Fans am Rad. Also müssen wir hier zwangsweise erfahrene Spieler dazu holen, damit es entsprechend ruhiger verläuft. Das führt allerdings wieder dazu, dass die Talente nicht die richtige Förderung erfahren.
Das ist natürlich auch Quatsch, natürlich sind wir auch nicht Heidenheim, die vermutlich dieses Jahr absteigen werden und nie das Standing haben werden wie Werder.
Wir haben doch seit Jahren kaum bis keine vielversprechenden Talente hier, Woltemade war mal Eins, wurde ausgiebigst durchgekaut.
Topp muss man erst sehen, er muss sich aber in einem Kampf im Kader auch erst bewiesen und aktuell gibt es hier niemanden auf der Position, was ich falsch finde.
Kann vielleicht klappen, ist für mich aber ein va banque Spiel.
 
Das ist natürlich auch Quatsch, natürlich sind wir auch nicht Heidenheim, die vermutlich dieses Jahr absteigen werden und nie das Standing haben werden wie Werder.
Wir haben doch seit Jahren kaum bis keine vielversprechenden Talente hier, Woltemade war mal Eins, wurde ausgiebigst durchgekaut.
Topp muss man erst sehen, er muss sich aber in einem Kampf im Kader auch erst bewiesen und aktuell gibt es hier niemanden auf der Position, was ich falsch finde.
Kann vielleicht klappen, ist für mich aber ein va banque Spiel.
Es ist aber das Dilemma indem wir im Moment stecken, bzw. seit dem Abstieg noch schlimmer. Geld einnehmen können wir nur durch Verkäufe von Spielern, langfristig geht das nur über Talentförderung. Talente fördern geht nur über eine intakte Mannschaft. Vor dem Abstieg war das meist nicht möglich, da wir um den Klassenerhalt gespielt haben, nach dem Abstieg ging es in erster Linie um sportliche Stabilisierung. Nun wäre der nächste Schritt unter OW gewesen, dass man die guten Talente, die wir heute zweifelsfrei haben, auch in die Bundesliga führt und den Weg der Eintracht geht. Ob das mit OW geklappt hätte, vermutlich nicht. In dem Sinne ist es eigentlich ein Segen mit Horst Steffen. Dummerweise könnte nun die gesamte sportliche Stabilität wieder dahin sein und ich bin mir nicht sicher, ob Horst Steffen das hinkriegt nur mit Talenten. Aber jetzt wieder erfahrene Leute zu holen, die den Karren aus dem Dreck ziehen, das wäre wieder dumm für unsere Talente, denn diese Verstärkungen, die hier die ganze Zeit gefordert werden, sind alle auf Positionen, wo unsere Talente spielen. Opitz ist das erste Opfer dieser Entscheidung, Topp könnte das zweite sein. Covic hingegen wird man abwarten müssen. Morgen könnte er wieder auf der Bank sitzen, weil Mbangula reinrückt.
 
Talente fördern geht nur über eine intakte Mannschaft.
Zur Förderung von Talenten, den Risiken und Chancen hat big data (perplexity) mal das hier ausgeworfen:

"Talentförderung junger Fußballspieler in der Bundesliga:
Deutsche Bundesligavereine investieren jährlich Millionen in Nachwuchsleistungszentren (NLZ), um Talente früh zu fördern und als spätere Profis aufzubauen.
Eine wichtige Strategie ist die Integration von Eigengewächsen in den Profikader, was langfristig Gehaltskosten senken und hohe Transfererlöse ermöglichen kann.
Vereine wie SC Freiburg und TSG Hoffenheim gelten als Vorreiter mit vielen eingesetzten Eigengewächsen.

Risiko: Das Talent kann „floppen“
Nur ca. 3,5% der Jugendspieler in NLZ schaffen tatsächlich den Sprung in die Profi-Topligen, nach einer Studie 2018.
Viele Talente werden früh aussortiert oder verlieren den Anschluss durch hohen Leistungsdruck, Verletzungen oder mangelnde Entwicklung.
Der Markt ist stark umkämpft, Vereine investieren hohe Summen, aber Erfolg ist nicht garantiert.

Chance: „Mehrwert-Spieler“ als finanzielle Sanierung
Erfolgreiche Vereine setzen auf eine Mischung aus Talentescouting, Entwicklungsarbeit und datengetriebenem Kaderwertmanagement, um Spielerwerte kontinuierlich zu steigern.
Transfererlöse aus dem klugen Verkauf von entwickelten Spielern können für kleinere und mittlere Bundesliga-Clubs eine wesentliche Einnahmequelle und Überlebensstrategie darstellen.
Kaderwertmanagement-Studien zeigen, dass Bundesliga-Clubs im Vergleich zu anderen Topligen gut darin sind, reale Mehrwerte durch Jugendintegration zu schaffen.
Ein Drittel des durchschnittlichen jährlichen Kaderwertanstiegs in der Bundesliga kommt aus exzellenten Transfers, zwei Drittel aus Jugendarbeit."

Eine Quelle zu einem Artikel über die angeführte Studie:
https://sportbusinessmagazin.com/nur-35-prozent-werden-profifussballer/ [ist irreführend, weil in links Kommata nicht abgebildet werden]
[War m.W. schon mal Thema hier. Das ist der Zug, auf den Werder seit Jahren aufspringen möchte.]
 
Zur Förderung von Talenten, den Risiken und Chancen hat big data (perplexity) mal das hier ausgeworfen:

"Talentförderung junger Fußballspieler in der Bundesliga:
Deutsche Bundesligavereine investieren jährlich Millionen in Nachwuchsleistungszentren (NLZ), um Talente früh zu fördern und als spätere Profis aufzubauen.
Eine wichtige Strategie ist die Integration von Eigengewächsen in den Profikader, was langfristig Gehaltskosten senken und hohe Transfererlöse ermöglichen kann.
Vereine wie SC Freiburg und TSG Hoffenheim gelten als Vorreiter mit vielen eingesetzten Eigengewächsen.

Risiko: Das Talent kann „floppen“
Nur ca. 3,5% der Jugendspieler in NLZ schaffen tatsächlich den Sprung in die Profi-Topligen, nach einer Studie 2018.
Viele Talente werden früh aussortiert oder verlieren den Anschluss durch hohen Leistungsdruck, Verletzungen oder mangelnde Entwicklung.
Der Markt ist stark umkämpft, Vereine investieren hohe Summen, aber Erfolg ist nicht garantiert.

Chance: „Mehrwert-Spieler“ als finanzielle Sanierung
Erfolgreiche Vereine setzen auf eine Mischung aus Talentescouting, Entwicklungsarbeit und datengetriebenem Kaderwertmanagement, um Spielerwerte kontinuierlich zu steigern.
Transfererlöse aus dem klugen Verkauf von entwickelten Spielern können für kleinere und mittlere Bundesliga-Clubs eine wesentliche Einnahmequelle und Überlebensstrategie darstellen.
Kaderwertmanagement-Studien zeigen, dass Bundesliga-Clubs im Vergleich zu anderen Topligen gut darin sind, reale Mehrwerte durch Jugendintegration zu schaffen.
Ein Drittel des durchschnittlichen jährlichen Kaderwertanstiegs in der Bundesliga kommt aus exzellenten Transfers, zwei Drittel aus Jugendarbeit."

Eine Quelle zu einem Artikel über die angeführte Studie:
https://sportbusinessmagazin.com/nur-35-prozent-werden-profifussballer/ [ist irreführend, weil in links Kommata nicht abgebildet werden]
[War m.W. schon mal Thema hier. Das ist der Zug, auf den Werder seit Jahren aufspringen möchte.]
Ich weiß nicht genau was du sagen willst, aber im Grunde bestätigt das ja nur meine Aussage. Talente komplett entwickeln oder einkaufen und weiterentwickeln. Beides funktioniert nur über Geduld und eine intakte Mannschaft. Abstiegskampf ist definitiv nicht so geil dafür.
 
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