Natürlich wiegt der Verlust von 5 Stammspielern grundsätzlich schwerer als der von nur 1 oder 2, so daß oberflächlich betrachtet unsere Situation komfortabler erscheint. Nun stehen jedoch im konkreten Fall der Eintracht Transfererlöse Einnahmen i.H. von 71 Mio. € für Reinvestitionen zur Verfügung, die zum 1:1-Ersatz aller 5 Stammplätze selbstredend nicht reichen, jedoch ermöglicht diese Summe Verpflichtungen von Spielern mit höherem Spielverständnis als die Kollegen, die z.B. ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend für marktübliche 3-7 Mio. zu haben sind. Von diesem höheren Spielverständnis Einzelner kann eine ganze Mannschaft profitieren und somit besteht auch die Chance, daß ein Team spielerisch schneller zusammenfindet, als es der Verlust von 5 Stammspielern im Vorfeld vermuten ließe - bzw. ähnlich schnell wie eine Mannschaft, die nur den Verlust von 1-2 Leistungsträgern zu verkraften hatte.
Letzten Endes sind diese Entwicklungen von so vielen unbekannten Faktoren abhängig, so daß Stand heute - u.a. weil die Transfers noch nicht einmal abgeschlossen sind - sich nicht behaupten lässt, das unsere Situation besser oder schlechter sei als die von Eintracht Frankfurt.
Zumal es ja wohl nicht nur um das generierte Geld aus den Transfererlösen geht. Dazu kommen wohl noch TV-Gelder
sowie die Einnahmen aus dem internationalen Geschäft.




