Naja, der grundsätzliche Gedanke, daß eine gute Offensive die teilweise eklatenten Defizite in der Defensive kaschiert, ist ein Irrglaube, dem schon die Werder-Trainer der letzten 6 Jahren verfallen waren und mit den Defensivschwächen sieht es in dieser Spielzeit doch auch nicht besser aus, eher das Gegenteil ist der Fall. Denn wenn wie z.B. sich unsere Truppe in Leipzig oder auf Schalke durch individuelle oder kollektive Schlafmützigkeit in der Defensivarbeit mehr oder weniger selbst auf die Verliererstraße bringt, kann dies von einem "magischen Dreieck" Kruse-Gnabry-Pizarro - von dem die Rekonvaleszenten erst einmal auf "Betriebstemperatur" kommen müssen und es sich auch erst einmal einspielen muß - auch nicht immer kompensiert werden. Es ist eine Mär zu glauben, daß gerade mit einem nominell durchschnittlichen Kader eine gute Offensive oft ein Tor mehr erzielen kann, als man sich durch die Begünstigung einer schwachen Defensivarbeit einfängt. Und wenn das Gros der Nebenleute wieder einmal meint, gegen einen scheinbar leichten Gegner mit angezogener Handbremse agieren zu können, dann hilft uns dieses "magische Dreieck" auch nicht weiter, denn zu einer funktionierenden Mannschaft gehören 11 Spieler und nicht nur 3.