Aktuelle Transferpolitik

Der Gewinn wird doch versteuert und nicht die Ablöse direkt. Wenn Klausi das aber geschickt anstellt, wird aus einem Gewinn bilanztechnisch ganz schnell ein Verlust. :D

1. Ich bezweifle stark, dass KA für die Bilanzierung bei Werder zuständig ist. ;)

2. Werder hat in den letzten Jahren immer Bilanzgewinne erwirtschaftet.

3. Können wir das nicht mal, wie von kaste gebeten, im entsprechenden Thread diskutieren? ;)
 
das stimmt schon aber soweit ich richtig informiert bin muss bremen 7% umsatzsteuer für den spieler abführen !
Keine Ahnung, wie das bei Spielertransfers ist, aber klingt seltsam, weil es ja keine Verkäufe sind, sondern eher Aufwandsentschädigungen. Sonst wäre das ja Menschenhandel. Daher müsste nach meinen Buchhaltungskenntnissen einfach nur der Gewinn versteuert werden und der kann halt durch gewisse Dinge verkleinert werden in der Bilanz. Genaugenommen müsste sich in der Bilanz nicht viel ändern, denn die Spieler waren auch vorher schon dort mit einem gewissen Wert erfasst. Weiß jetzt wohl keiner so genau, wie das alles aussieht in der Bilanz.
1. Ich bezweifle stark, dass KA für die Bilanzierung bei Werder zuständig ist. ;)
Das war auch eher ein Scherz. ;)

2. Werder hat in den letzten Jahren immer Bilanzgewinne erwirtschaftet.
Richtig, aber ich bin mir sicher, dass der wahre Gewinn noch viel höher liegt. Wie gesagt, man kann durch bestimmte Dinge wie Abschreibung halt den Gewinn schmählern.
 
Richtig, aber ich bin mir sicher, dass der wahre Gewinn noch viel höher liegt. Wie gesagt, man kann durch bestimmte Dinge wie Abschreibung halt den Gewinn schmählern.

Dass es bestimmte Möglichkeiten gibt, die Steuerlast zu drücken, ist ja nichts Neues. Entsprechendes gilt doch für jedes Unternehmen und Werder wäre schlecht beraten, würde man diese nicht auch nutzen.

Genaugenommen müsste sich in der Bilanz nicht viel ändern, denn die Spieler waren auch vorher schon dort mit einem gewissen Wert erfasst. Weiß jetzt wohl keiner so genau, wie das alles aussieht in der Bilanz.

Wie genau der Ertrag hier ausschaut (und damit indirekt die Steuerlast) hängt ja maßgeblich davon ab, wie die Spieler bilanziell konkret zuvor bewertet waren. Da Werder insgesamt recht konservativ wirtschaftet, gehe ich eher davon aus, dass Abgänge wie die Diegos und Özils doch noch gewisse Sümmchen abgeworfen haben.
 
Also einfach mal random Spieler verpflichten, macht natürlich keinen Sinn, aber ich denke, Werder ist in Person von Filbry bereits dabei, einige andere Märkte zu erschließen, weswegen man letzten Winter eben nicht in der Türkei, sondern in Dubai war. Wir stehen da halt noch am Anfang.

War jetzt auch nur ein Bsp. Also so einen Japaner fänd ich nicht schlecht, die laufen und "beissen" wie die Sau und die Spielerpreise sind nicht so übertrieben wie hier. Wäre mal einen Versuch wert... Und nicht zu vergessen das damit verbundene wirtschaftliche Potential.
 
Was hier viele einfach nicht einsehen wollen, ist, dass Werder vom wirtschaftlichen Potenzial her gesehen eine richtig kleine Nummer ist. In Deutschland schon und in Europa erst recht. Die Rahmenbedingungen in Bremen sind schlecht und werden es immer sein.

Und ich halte es immer noch für ein Märchen. Vielleicht kannst du mir das ja mal näher erläutern, am besten anhand von Zahlen. Die sprechen mMn nämlich eine andere Sprache: Wir erzielen ähnlich hohe Umsatzerlöse wie etwa Stuttgart, Dortmund oder Schalke. "Nur" der HSV und natürlich die Bayern dürften sich in dieser Kategorie deutlicher vor uns platzieren. Mit den anderen genannten liegen wir in etwa gleich auf.

Und was sollte auch dagegen sprechen? Wir sind sportlich erfolgreich. Werder ist beliebt. Unser Einzugsgebiet ist nicht auf Niedersachsen beschränkt. Der Vertrag mit unserem Hauptsponsor ist lukrativ und in jedem Fall "auf Augenhöhe" mit denen anderer großer deutscher Clubs. Zusätzlich sind gerade in jüngster Vergangenheit neue Sponsoren wie VW oder die DB hinzugekommen. Nicht zu vergessen der neue Ausrüstervertrag mit Nike.

Ich gebe zu: Das ist alles andere als mein Fachgebiet. Vielleicht liege ich also falsch, wenn ich aufgrund der Umsatzerlöse behaupte, Werder wird hier häufiger kleiner gemacht als es ist. Dann hoffe ich, man könnte mich einmal aufklären.

Hier beispielsweise findet man Zahlen von 2008/2009. Demnach beliefen sich die Umsatzerlöse auf 115 Millionen, exklusive Transfererlöse wohlgemerkt. Zum Vergleich: Schalke erzielte 125, der HSV knapp 150. Stuttgart taucht unter den Top 20 Europas nicht auf.
 
@ Temperenzlar:

Völlig richtig, dies gilt aber nur mit Berücksichtigung der sportlichen Erfolge der jüngeren Geschichte, sowie der hieraus resultierenden CL-Gelder und Transfererlöse. Der von Dir zitierte Beitrag bezog sich imho eher auf das "natürliche" wirtschaftliche Potential von Werder Bremen.

Nun ist ein vollständiger Rückfall in "alte Umsatzstrukturen" selbst bei künftigem Ausbleiben des Erfolgs wohl nicht zu erwarten, dass Werder aber wirtschaftlich sehr viel mehr von diesen Erfolgen abhängig ist als die hier genannte Konkurrenz auf Augenhöhe, sollte klar sein.

Edit: Häh?! Hier stand doch eben noch ein anderer Beitrag über meinem... :D Passt aber auch zu bastis Einwand, denke ich.
 
Der Punkt ist eher, dass Werder zwar sehr umsatzstark ist, aber nicht so auf Pump lebt, wie gefühlt 99% der anderen Vereine. Das macht uns halt weniger finanzstark. Wir erarbeiten es uns nur selbst.
 
Der Punkt ist eher, dass Werder zwar sehr umsatzstark ist, aber nicht so auf Pump lebt, wie gefühlt 99% der anderen Vereine. Das macht uns halt weniger finanzstark. Wir erarbeiten es uns nur selbst.

Und kannst du das auch irgendwie belegen? Wenn beispielsweise ein Herr Kühne Geld beim HSV investiert, dann muss darüber doch auch ein Vertrag existieren (bzw bestand ja im Falle Kühne in jedem Fall ein Vertrag), diese Zahlen müssen doch auch irgendwo in der Bilanz auftauchen, ob Pump oder nicht.
 
Wenn beispielsweise ein Herr Kühne Geld beim HSV investiert, dann muss darüber doch auch ein Vertrag existieren (bzw bestand ja im Falle Kühne in jedem Fall ein Vertrag), diese Zahlen müssen doch auch irgendwo in der Bilanz auftauchen, ob Pump oder nicht.

Selbstverständlich tun sie dies, ich denke mal als mittel- oder langfristiges Darlehen (kenne die Vertragsdetails nun natürlich nicht, ich denke aber doch mal, dass hier nicht einfach Millionenbeträge als weiteres Sponsoring geflossen sind - oder liege ich hier falsch?!), die entsprechende Eigenkapitalquote verringert sich, was ein erhöhtes Risiko bedeutet. Dennoch erhöhen diese Investitionen von Aussen natürlich die Finanzkraft und die Möglichkeit, kurzfristig mehr zu investieren (in der Hoffnung, ein entsprechendes Return of Investment zu haben). Nur als Randnotiz: Diese Geschichten haben mit dem Umsatz unmittelbar selbstverständlich nichts zu tun.
 
Und kannst du das auch irgendwie belegen? Wenn beispielsweise ein Herr Kühne Geld beim HSV investiert, dann muss darüber doch auch ein Vertrag existieren (bzw bestand ja im Falle Kühne in jedem Fall ein Vertrag), diese Zahlen müssen doch auch irgendwo in der Bilanz auftauchen, ob Pump oder nicht.

Was soll ich denn nun belegen? Dass GEFÜHLT 99% der Profivereine auf Pump leben? Verstehe gerade nicht, was du nun von mir willst. Oo
 
Ich gebe zu: Das ist alles andere als mein Fachgebiet. Vielleicht liege ich also falsch, wenn ich aufgrund der Umsatzerlöse behaupte, Werder wird hier häufiger kleiner gemacht als es ist. Dann hoffe ich, man könnte mich einmal aufklären

Das war meine Ausgangsfrage, darauf folgt von dir:

Der Punkt ist eher, dass Werder zwar sehr umsatzstark ist, aber nicht so auf Pump lebt, wie gefühlt 99% der anderen Vereine. Das macht uns halt weniger finanzstark. Wir erarbeiten es uns nur selbst.

Vielleicht war das ja gar nicht an mich gerichtet. Wenn aber doch: Inwiefern beantwortet das meine Frage? Und was ich von dir (allgemein) wollte, habe ich doch genauestens beschrieben und die Lichtgestalt hat doch sogar schon drauf geantwortet.
 
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