Sowenig wie das zwischendurch katastrophal war, sowenig ist es jetzt sehr gut.
Wie schon mehrfach erwähnt, hilft es nun mal nichts, sofort nach einigen schlechten Spielen in Panik zu verfallen. Aber genauso wenig muss man die Truppe jetzt in den Himmel loben.
Die Situation ist
zufriedenstellend, denn Werder hat in die Spur zurückgefunden, größtenteils begeisternden Fußball geboten. Jetzt wird es nur darauf ankommen, dass man ein Mittel findet, um auch unansehnliche Fußballspiele zu gewinnen gegen Mannschaften, die nicht so offen stehen wie Bayern oder Hoffenheim (z.B. Famagusta

).
Neben dem Kombinations-Hacke-Spitze-eins-zwei-drei-Fußball muss auch wieder gearbeitet, gerackert, gekämpft und Gras gefressen werden. Ansonsten folgt wieder ein böses Erwachen.
Jedes Jahr, wenn wir während der Saison wieder in eine Krise geschliddert sind, musste die Mannschaft erst wieder lernen zu kämpfen, um dann durch ihren Willen und Aggressivität die Spiele zu gewinnen.
Randbemerkung: Die Mannschaft wäre höchstwahrscheinlich ein grandioses Futsal-Team
Die nächsten Spiele werden zeigen, wo es hingeht. Selbst, wenn weniger Punkte eingefahren werden als mancher sich nun wieder wünschen (oder träumen) mag, wird die Situation nicht weniger
zufriedenstellend. Diese Saison ist schon heikel genug, denn letztes Jahr hat Bayern (und z.T. auch der Durchmarsch von Hoffenheim) gezeigt, dass man mit gezielten und überdimensionierten Investitionen (in Relation zum eigenen Investitions-Durchschnitt) die Mannschaft ungemein verstärken kann.
Vielleicht hat jemand ja ein paar Daten parat, wie viel Geld die Vereine dieses Jahr insgesamt investiert haben? (Wäre mal im Verhältnis zu den letzten Jahren interessant)
In diesem Zusammenhang muss man vermutlich zufrieden sein, wenn es für einen internationalen Platz reicht diese Saison. Nach oben sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt, auch in meinen Wunschvorstellungen. Aber man sollte dennoch die Situation realistisch betrachten.
Daher einfach mal die Kirche im Dorf lassen, auf schöne Spiele und eine sich sichernde Defensive hoffen und auf die nächste Krise warten, bei der sich dann wieder alle zu Wort melden, die sich nun
angenehm zurückhalten mit ihren teilweise
unqualifizierten Bemerkungen und vermutlich aus Ärger diejenigen waren, die in diesem Thema die aktuelle Situation als "katastrophal" betitelten
