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DR AKR
Guest
...Man hat es verpasst in den guten Jahren die nötigen Investitionen zu tätigen um weiterhin oben mit dabei zu sein. Ein notwendiges unternehmerisches Risiko wurde gemieden.
Umgekehrt wird ein Schuh draus! Werder hat sich in den sehr erfolgreichen CL-Jahren zunehmend einen viel zu teuren Kader geleistet und dabei leider die eigenen Stärken (Jugendausbildung, Scouting, etc) zu stark vernachlässigt.
Innerhalb von kürzester Zeit ist man von der deutschen Nummer 2 zum Abstiegskandidaten verkommen. Dann kann man doch nicht so weiter machen wie bisher.
In der ewigen Bundesliga-Tabelle sind wir immer noch Zweiter. Das ist eigentlich eine Sensation und der hervorragenden, nachhaltigen Vereinspolitik zu verdanken.
Strukturell waren wir nie die Nr. 2 in Deutschland. Vereine aus Großstädten wie Hamburg, Berlin, selbst Köln, müssten weit vor uns stehen. Vereine aus gleichgroßen Städten, wie Frankfurt, Stuttgart, Dortmund müssten aufgrund der besseren wirtschaftlichen Infrastruktur ebenfalls vor uns stehen. In letzter Zeit ziehen "Retorten-Vereine" wie Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim dank enormer Geldzuwendungen an Traditionsvereinen wie Werder und M`Gladbach vorbei.
Darauf gilt es in der Tat zu reagieren. Ein bloßes "Weiter so", wie Du es zu suggerieren versuchst, wäre tatsächlich falsch. Das ist aber auch nicht zu befürchten. Schließlich haben ja schon KATS vor 2 Jahren damit begonnen, den Kader abzuspecken, Kosten zu reduzieren usw.
Eine (Rück)besinnung auf das Wesentliche (Jugendausbildung, Scoouting, Ausbildung, Schuldenfreiheit, kontinuierliche Arbeit, Nachhaltigkeit) aber war, ist und wird für Werder das Erfolgskriterium bleiben! Wenn Veränderungen anstehen, dann sollten sie vorausschauend, kontinuierlich, moderat erfolgen. Wie in den meisten der vergangenen mehr als 30 Jahre!

. Wen gab es denn so? Und War Sanogo so schlecht? Nein, war er nicht. War Werder so schlecht? Nein, auch. 