Ich glaub der Fussballgott scheisst auf Vereine wie Werder Bremen oder andere, die mit normalen Mitteln klar kommen müssen.
Der Jung steht eher so auf Manchester City oder die tollen königlichen aus Madrid , die machen können was sie wollen.
Da kann man fast die Bayern mögen...Ach nee doch nicht.
Wenn der Fußballgott wüsste, wie wir wirtschaften würde er uns den Geldhahn erst recht zudrehen. Ja, Werder ist seit Jahren ein Verein der aus wenig viel macht...aber leider auch gleichermaßen ein Verein, der aus viel wenig macht.
Unsere Spieler mit den höchsten Marktwerten: Ducksch, Njinmah, Stage, Friedl, Schmid und Weiser haben zusammen 12,5 Mio. gekostet, das sind im Schnitt rund 2 Mio. pro Spieler. Und was holt Werder so, wenn man Geld in die Hand nimmt? Die zwei teuersten Spieler der letzten 6 Jahre waren Klaassen und Bittencourt, die haben zusammen 20 Mio. gekostet und trotzdem hat man nur gegen den Abstieg gespielt. Delaney hat 2 Mio. gekostet und trotzdem konnte Klaassen ihn hier nach starkem Beginn nie ganz ersetzen.
Und das ist kein neues Phänomen: Marin, Carlos Alberto, Wesley, Elia...
Klar gibt es auch teurere Zugänge die funktioniert haben: Füllkrug (6,5 Mio.), Rashica (2018), Kruse (2016).
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir Füllkrug und Kruse selbst ausgebildet haben und sie am Ende trotzdem teuer kaufen mussten. Bei Füllkrug hatte Eichin ja sogar schlauerweise eine Rückkaufoption eingebaut aber Baumann war wohl zu stolz die zu ziehen...
Und das führt uns zum nächsten Problem: Beste, Dinkci und Woltemade ist auch ein schwieriger Fall...da laufen wir echt Gefahr, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.
Worauf ich hinaus will: Werder konnte mit viel Geld eigentlich nie wirklich umgehen, mit Ausnahme von Rashica fruchteten eigentlich nur die Rückholaktionen der Eigengewächse Kruse und Füllkrug. Das ist aber im Zusammenhang mit dem Investorendeal höchst problematisch denn wenn man Anteile verkauft um Geld in den Kader zu investieren geht damit eine gewisse Verantwortung einher. Und bei Werder haben Baumann, Fritz & Co. bisher nicht gerade bewiesen, dass sie dieser Verantwortung gewachsen sind.