Meine These, die 3 bis 5 reichsten Vereine, allen voran Bayern München und Red Bull Leipzig, dominieren im deutschen Fussball alles, eben bedingt durch ihre finanziellen Möglichkeiten, die aber eigentlich gesamtbetrachtend eine Schieflage, ein Fehler im System darstellt, denn wir reden gerne von Wettbewerb, nicht von Monopolstellung wegen Reichtum.
Ich zähle dann noch Leverkusen und den BxB dazu, wobei die Lüdenscheider nun merken, dass ständige Kaderumbrüche (durch diese Mega Spielerverkäufe), zwar gut für die Herren Aktionäre sind, aber nicht nachhaltig für einen sich stetig wiederholenden sportlichen Erfolg stehen können, und werden.
Ähnliches, nur sportlich in ganz anderen Sphären, gilt auch für (meinen) Schalke 04, und nochmals zwei Regale darunter, ständige Kaderwechsel, aber auch Trainerwechsel können (unabhängig der Spielklasse) keinen sportlicgen Erfolg generieren, schonhar keinen nachhaltigen sportlichen Erfolg.
Leverkusen ringt jetzt dem BxB den Rang ab, weil zur Zeit eben alles passt, Kader Zusammenstellung mit dem richtigen Trainer; und obwohl (in Leverkusen) noch nichts gewonnen ist, sind die Begehrlichkeiten der (noch) reicheren Clubs (Konzerne) geweckt;hier vor allem das Interesse an Xabi Alonso. Und damit zum delassierten ST Gegner Union Berlin, letzte Saison noch die Sensation der Liga, von allen guten Geistern verlassen, überfordert und überfragt; genau dies, ein Musterbeispiel, dass ein sportlicher Erfolg nicht nachhaltig konservativ, wiederholt werden kann, wenn man nicht regelrecht im Geld schwimmt. Das Wunderkind in dieser laufenden Saison, ist dann plötzlich der VfB Stuttgart; ich frage mich, ob das bloße Engagement eines solventen Sponsor (hier Namens Porsche) bereits eine sportliche Steigerung (Rückhaltsgedanke, und das Anlocken von Spielern, im Wissen, da wird viel Geld verteilt) bewirkt?!
Meine These stellt somit die Tabelle jetzt schon dar, Platz 1 bis 3 der ersten Liga, wird unter Bayern München, Bayer Leverkusen und Red Bull aufgeteilt, mit starker Tendenz (wie sollte es auch anders sein), Richtung *München.
Nach diesen Top 3, wechseln sich üblicherweise eine handvoll Vereine um die Plätze 4 bis 8 ab, darunter normal der BxB (siehe oben), aber auch dies wird nun anscheinend durchbrochen, ab Platz 4 (und für mich sogar) bis Platz 16 der 2. Liga, kann jeder jeden schlagen,
heisst,
oben stehen und dominieren die 3 genannten Vereine (Konzerne), dann ein riesiges sportliches Gefälle (bedingt durch die finanziellen Möglichkeiten), dann ist die sportlichen Leistung (vor allem in ihrer Konstanz) sehr nahe beieinander, was diese MOMENTANEN sportlichen Schwankungen erzeugt.
Die 2. Liga zeigt dies (begründet diese These) schon seit längerer Zeit, mit Absteiger und Aufsteigern die man noch vor 5, 6 Jahren für nicht möglich gehalten hätte.
Die neuste negative, aber irgendwie durchaus zu erwartende negativ Entwicklung, der FC Köln, ohne Hektor und Skhiri, musste man davon ausgehen, dass selbst ein überdurchschnittlicher Trainer (für den halte ich Baumgart nach wie vor), nicht alleine ausreicht, um eine Mannschaft langfristig zum sportlichen Erfolg (zu zunächst) zu führen, und dann (und das ist das Schwierige) auch da (oben) zu halten.
Aber wegen dieser angesprochenen Leistungsgleichheit, würde ich Köln, allen Statistiken zum Trotz, nicht mal jetzt als klaren Absteiger wissen. Mit Darmstadt, Bochum, Heidenheim, Mainz und (erstaunlicherweise trotz Spielerkader Aufrüstung, das angesprochene) Union Berlin, sind gleich vier Konkurrenten, für die sicheren (nur) 2 Abstiegsplätze in der Verlosung.
Und so ähnlich sehe ich (uns) Schalke, nur eben eine Liga tiefer. (das brauche, und möchte ich gar nicht verleugnen).
Schalke kann sich in der laufenden 2. Ligasaison bei Osnabrück und Braunschweig bedanken, dass sie noch weniger an Leistung, Qualität bringen.
Und so sieht das dann (Ligaübergreifend) in einer 36 Tabelle aus
1. Bayern München
2. Bayer Leverkusen
3. RB Leipzig
4 bis 18 ?
19. St. Pauli
20 bis 34 ?
35. Braunschweig
36. Osnabrück
Ach ja, woran das liegt.
Und hier die Entschuldigung an alle guten Profi Fussballspieler, und die Bitte, es ist nicht abwertend gemeint, es gibt aber nun mal verschiedene Güteklasse, Qualität (man, der gemeine Fan spricht gerne von Regalen).
Nun es liegt am Gesamtgefüge, am gesamten System des europäischen Fussball (gar Weltfussball), wer das Geld hat, holt die besseren Spieler. Und eben nur diese 3 genannten deutsche Fussballclubs, in unserer 1. Liga, haben das Geld um wirklich über Jahre hinaus konstant einen Kader zu stellen, der internationalen Ansprüchen genügt (Bayern München gar, um tatsächlich einer der Top Clubs Weltweit zu bleiben, bzw. um mit der Weltelite zu konkurrieren). Der Rest bedient sich dann in den unteren Regalen; und diese haben sich durch die großen unterschiedlichen finanziellen Mittel (englische PL mustergültig, aber auch Saudiarabien und finanzstarke europäische Clubs, eigentlich alles Oligarchenclubs) in Europa und eben durch die Saudis, weit verschoben, mit Ehre und Stolz für deutschen Verein X Spiel zu dürfen, ist schon lange vorbei, das Herz gehört dem Meistbietenden.
*da nutzen dann Fehl-, Fakeanalysen von Experten (Hamann und Matthäus) auch nichts dran, ich glaube die tun das nur, für ihren jeweiligen Arbeitgeber, künstliche Spannung in der Liga zu erzeugen, also machen Schleichwerbung durch falsche Analysen, weil die Liga ja so spannend ist).
Was als Hoffnung für die traditionellen Vereine noch übrig bleibt ist, dass das System sich selbst übernimmt, die Blase platzt (ähnlich wie der amerikanische Immobilienmarkt 2007),dass die Konzerne nicht diese emensen Gewinnmaximierung bietet, und für solche Investments einfach unattractiv wird.
Ansonsten geht die Schere im Fussball, parallel zur gesamten Gesellschaft (weltweit), immer weiter auseinander.