Übrige Spielethread

Jetzt gibt es wieder die Diskussion über die Nettospielzeit, die ich aber für noch intransparenter halte und auch nicht zu mehr "Gerechtigkeit". Ich bevorzuge wieder ein Team aus Menschen, ohne VAR und den Ungenauigkeiten wie seit Ewigkeiten. Statistisch gleicht sich das für jede Mannschaft nachweislich aus.
Ich bin schon seit Jahren ein Befürworter der Nettospielzeit. Effektiv wird eh nur Ø ca. 60 Minuten gespielt, warum also nicht gleich 2x30 min netto spielen lassen? Denn damit würden Zeitschinden bzw. der Verdacht dessen gar nicht erst entstehen - und somit auch nicht das subjektive Gefühl von dahingehenden Benachteiligungen.
 
Meinst, dann gibt es kein Zeitspiel mehr? Wer bestimmt denn, was in die Nettozeit fällt?
Lass' man die 90 Minuten und wir führen das Time Out ein, meinetwegen ab 80. Minute. Das würde schon viel helfen
 
Ich bin schon seit Jahren ein Befürworter der Nettospielzeit. Effektiv wird eh nur Ø ca. 60 Minuten gespielt, warum also nicht gleich 2x30 min netto spielen lassen? Denn damit würden Zeitschinden bzw. der Verdacht dessen gar nicht erst entstehen - und somit auch nicht das subjektive Gefühl von dahingehenden Benachteiligungen.

Es dürfte zunächst an der Umsetzung scheitern, denn wer entscheidet wann die Zeit gestoppt werden muss und wann weiter gespielt werden soll. Das kann nur durch den Schiedsrichter geschehen und der müsste mit der Stadionuhr verbunden sein, damit jeder die Unterbrechung nachvollziehen kann und alle "glücklich" sind. Dann käme wieder die Diskussion auf, dass der Schiedsrichter bei dem Wadenkrampf der einen Mannschaft länger unterbrochen hat, als bei der Zeitverzögerung der anderen, wieder nur eine "empfundene" Benachteiligung. Was geschähe, wenn der Schiedsrichter den Ball frei gäbe und vergäße die Uhr wieder laufen zu lassen ? Das sind weit mehr Anforderungen an den Schiedsrichter, der im Getümmel dann auch noch auf so etwas achten müsste.

Viel mehr aber wiegt das unwiderlegbare Argument, dass sich die Länge der Spiele hinzöge, Übertragungen kaum noch planbar wären (inkl. Werbung etc.) und das will niemand haben. Mir will gerade nicht einfallen, was für diese Lösung spräche.

Im Gegenteil, Rückkehr zum Schiedsrichterteam und ohne VAR.
 
Kann man das Fußballspiel nicht einfach mal ein klassisches Fußballspiel sein lassen...Nettospielzeit braucht kein wirklicher Fußballbegeisterter, jetzt auch noch dieser "sinnfreie" Showanteil der "Ansagen", ich hätte das nicht gebraucht, über ein Tor kann man sich auch nicht mehr spontan freuen...denn es könnte ja sein, das der VAR...ach egal, ich muss mich warm laufen, wir müssen heute die Bayern versenken :schal::trommel:
 
Warum sollte es an der Umsetzung scheitern? Sowohl beim Handball als auch beim Eishockey wird das Mittels eines Zeitnehmers und einem Sekretär seit Jahrzehnten so gehandhabt.
Sinnvoller fände ich persönlich eine andere Regeländerung in Anlehnung an das Eishockey:
Statt der sinnentleerten gelben Karten bei Zeitspiel:
Ballbesitz für die andere Mannschaft, Freistoß im Mittelkreis.
Ballbesitz erachte ich als viel wichtiger als diese mehr oder weniger dösigen individuellen Verwarnungen.
 
Sinnvoller fände ich persönlich eine andere Regeländerung in Anlehnung an das Eishockey:
Statt der sinnentleerten gelben Karten bei Zeitspiel:
Ballbesitz für die andere Mannschaft, Freistoß im Mittelkreis.
Ballbesitz erachte ich als viel wichtiger als diese mehr oder weniger dösigen individuellen Verwarnungen.

Oder Zeitstrafen. Je 2 Minuten Zeitstrafe + 1 Minute Nachspielzeit. Drops gelutscht.
 
Viel mehr aber wiegt das unwiderlegbare Argument, dass sich die Länge der Spiele hinzöge, Übertragungen kaum noch planbar wären (inkl. Werbung etc.) und das will niemand haben. Mir will gerade nicht einfallen, was für diese Lösung spräche.
Beim Status Quo mit 90 Minuten regulärer Spielwert wird effektiv doch eh nur 60 Minuten netto gespielt. Warum sollte dann auf regulären Nettospielzeit von 60 Minuten sich dann in die Länge ziehen? Das ergibt doch keinen Sinn. U.u. kann sogar Zeit gespart werden, weil dann die elendigen Nachspielzeiten, die oft 5 Minuten und länger dauern, wegfallen.
 
Warum sollte es an der Umsetzung scheitern? Sowohl beim Handball als auch beim Eishockey wird das Mittels eines Zeitnehmers und einem Sekretär seit Jahrzehnten so gehandhabt.

Vergleiche bitte einmal die Spielfeldgrößen, im Handball und Eishockey sind die Wege kurz. Außerdem würde nun noch mehr Personal, weitere Unwägbarkeiten eingebaut. In Wirklichkeit ist der Popanz der hier angedacht würde gar nicht erst das eigentliche Ziel, es gibt ernsthafte Überlegungen die gesamte Spielregelung via KI steuern zu lassen, wird nicht mehr sehr lange dauern und man geht damit in die Öffentlichkeit. Reaktionen in Echtzeit, Steuerung zentral ohne die Fehlerquelle Mensch. Das wiederum wird der Tag sein, an dem für mich der Fußball gestorben ist. Es soll so kommen, haben möchte ich es nicht.
 
Wird eine Nettospielzeit implementiert, werden wir im Milliarden-Business Fußball ruck-zuck ähnliche Zustände haben wie im Football. Insbesondere in späteren Phasen von Liga oder Pokalwettbewerben. Dann werden Pausen exessiv ausgedehnt um noch mehr (TV) Werbung rein zu prügeln. Wenn die Zeit eh angehalten wird, kann man das ja auch ausnutzen.
Für mich darf der Fußball gerne wieder so werden wie in den 90ern. Träumerei, aber für mein persönliches Fan-Dasein war es der Peak (unabhängig von Werders Leistung!).
 
Beim Status Quo mit 90 Minuten regulärer Spielwert wird effektiv doch eh nur 60 Minuten netto gespielt. Warum sollte dann auf regulären Nettospielzeit von 60 Minuten sich dann in die Länge ziehen? Das ergibt doch keinen Sinn. U.u. kann sogar Zeit gespart werden, weil dann die elendigen Nachspielzeiten, die oft 5 Minuten und länger dauern, wegfallen.

Das was @Dennis81 sagt. Die Erfahrung aus anderen Sportarten mit Nettospielzeit zeigt, dass sich Spiele in die Länge ziehen. Guck dir alleine an wie lange die letzten Sekunden eines Handball- oder Basketballspiels dauern können. Natürlich, das liegt auch dem System aus Auszeiten und Freiwürfen, aber dennoch. Ich finde das aber auch nicht schlimm ehrlich gesagt.
 
Es dürfte zunächst an der Umsetzung scheitern, denn wer entscheidet wann die Zeit gestoppt werden muss und wann weiter gespielt werden soll. Das kann nur durch den Schiedsrichter geschehen und der müsste mit der Stadionuhr verbunden sein, damit jeder die Unterbrechung nachvollziehen kann und alle "glücklich" sind. Dann käme wieder die Diskussion auf, dass der Schiedsrichter bei dem Wadenkrampf der einen Mannschaft länger unterbrochen hat, als bei der Zeitverzögerung der anderen, wieder nur eine "empfundene" Benachteiligung. Was geschähe, wenn der Schiedsrichter den Ball frei gäbe und vergäße die Uhr wieder laufen zu lassen ? Das sind weit mehr Anforderungen an den Schiedsrichter, der im Getümmel dann auch noch auf so etwas achten müsste.

Viel mehr aber wiegt das unwiderlegbare Argument, dass sich die Länge der Spiele hinzöge, Übertragungen kaum noch planbar wären (inkl. Werbung etc.) und das will niemand haben. Mir will gerade nicht einfallen, was für diese Lösung spräche.

Im Gegenteil, Rückkehr zum Schiedsrichterteam und ohne VAR.
Geht in anderen Sportarten auch.Egal ob Handball,Football,Eishockey,Basketball .Dafür gibts Leute die die Uhrzeit bedienen.Wenn der Ball rollt läuft die Zeit.Als Beispiel : Schiri pfeift ,Uhr steht .In dem Moment wo eine Ecke oder Freistoß getreten wird läuft die Zeit wieder..Aus 2 x 30 Minuten netto werden dann eben 90 oder 100 brutto .
Zeitspiel wird somit überflüssig und es gibt auch keine Diskussionen über zu wenig/zu viel Nachspiel Zeit.
Zumindest in den Profi Ligen .
 
Beim Status Quo mit 90 Minuten regulärer Spielwert wird effektiv doch eh nur 60 Minuten netto gespielt. Warum sollte dann auf regulären Nettospielzeit von 60 Minuten sich dann in die Länge ziehen? Das ergibt doch keinen Sinn. U.u. kann sogar Zeit gespart werden, weil dann die elendigen Nachspielzeiten, die oft 5 Minuten und länger dauern, wegfallen.

Weshalb sollte man die Nettospielzeit auf 60 Minuten reduzieren, nur weil unter den aktuellen Rahmenbedingungen eine Stunde gespielt wird ? Das Gedankenspiel, gleich ob 60, 80 oder 90 Minuten Nettospielzeit impliziert, dass durch diese Regelung keine (zeitliche) Benachteiligung der ein- oder anderen Mannschaft mehr vorkäme, was natürlich absoluter Unsinn wäre. Ignorieren wir einmal den Mehraufwand an Personal, Technik und totaler Veränderung des modernen Fußballs wie wir ihn seit dem 19.Jahrhundert "kennen", so gäbe es viele Beispiele dafür, wie auch diese gutgemeinte Lösung zu neuen Problemen führen würde.

Es sind die Technokraten die meinen, durch immer neue Ideen ein bisher wunderbar funktionierendes Spiel für die Massen, bis zur Unkenntlichkeit zu entfremden. Es gibt keine perfekten Entscheidungen die Menschen treffen können, selbst mit tollen Hilfsmitteln, ohne regelmäßig minutenlange Wartezeiten zu provozieren. Lasst den Fußball einfach zufrieden.
 
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