Übrige Spielethread

Also das klingt jetzt dann Aberwitzig. Erstmal ist das Aufgabe des Schiris und zweitens ist es egal wo auf dem Platz ein Handspiel zu bewerten ist, es gibt keine Unterschiede zwischen Strafraum des Gegners oder eigenem.


Zum Spiel: Glückwunsch an Barca, war verdient und trotzdem spannend.
Den Unterschied gibt es bei einem Foulspiel auch nicht. Trotzdem hat Rethy heute bei einem klaren Foul im Strafraum abgesondert: "Das reicht nicht für einen Elfmeter". Das entspricht anscheinend auch dem Verständnis der meisten Fußballfans nach dem Motto "Was man an der Außenlinie pfeifen kann, darf man im Strafraum noch lange nicht pfeifen."

Und jetzt sind wir wieder bei der den Schiedsrichtern auf den entsprechenden Lehrgängen nahegebrachten Auslegung. Und die ist in Bezug auf Fouls im Strafraum und Handtore eben speziell. Mit den reinen Regeln kommen wir da nicht weiter.

Ich bin übrigens der Ansicht, dass viel zu wenig Elfmeter gepfiffen werden, meine aber auch, dass ein mit der Hand erzieltes Tor niemals regulär sein kann.
 
Die Spieler von Barca schauen drein als wenn sie gerade verloren hätten.. Das ist echt schade, dass diese so gar nicht feiern. Da kam ja sogar von Wolfsburg bei weitem mehr letzte Woche. :unfassbar:
 
Der DFB sagt zum Handspiel auf seiner Internetseite.

http://www.dfb.de/schiedsrichter/ak...el/das-handspiel-in-all-seinen-facetten-1131/

Dem gegnerischen Team wird ein direkter Freistoß zugesprochen, wenn ein Spieler den Ball absichtlich mit der Hand spielt (gilt nicht für den Torwart im eigenen Strafraum).

Die Voraussetzung für die Beurteilung eines Handspiels ist natürlich die Wahrnehmung durch den Schiedsrichter. Immer wieder kommt es zu Handspielen, die der Schiedsrichter nicht bemerkt und somit auch nicht beurteilen kann. Im Folgenden wird daher davon ausgegangen, dass der Unparteiische die Berührung des Balles mit der Hand erkannt hat. Doch Moment mal: Was ist denn überhaupt die Hand? Wer dies für eine einfache Fragestellung hält, wird bei einem Blick in die Regeln feststellen, dass die Schulmedizin und das Regelwerk hier unterschiedliche Ansichten haben. Ein Handspiel liegt demnach vor, wenn der Spieler den Ball mit der Hand oder dem Arm absichtlich berührt. Es spielt dabei übrigens keine Rolle, ob der Ball womöglich die vorgesehene Flugbahn verändert und ein gegnerischer Spieler dadurch nicht in Ballbesitz gelangt. Einzig und allein die Absicht ist entscheidend.

Dieser Bestimmung ist bereits zu entnehmen, was der Schiedsrichter als erstes zu tun hat, wenn er einen Kontakt zwischen Ball und Hand wahrnimmt. Er muss beurteilen, ob diese Berührung absichtlich erfolgt ist oder nicht. Wenn er sie als unabsichtlich einstuft, kann er sie dem Regeltext entsprechend auch nicht bestrafen. Eine Hilfestellung findet der Referee in den Anweisungen der FIFA, die ihm einige Hinweise darauf geben, wann ein Handspiel als absichtlich einzustufen ist. Hier heißt es, dass der Unparteiische auf eine Bewegung der Hand zum Ball achten soll und nicht umgekehrt. Auch die Entfernung zwischen Spieler und Ball ist zu beachten. Im Klartext heißt dies, dass der Schiedsrichter beurteilen muss, ob der Spieler überhaupt eine Chance hatte, dem sich nähernden Ball auszuweichen. Auch die Position der Hand kann eine entscheidende Rolle spielen. Befindet sie sich nämlich in einer unnatürlichen Haltung, muss auch von Absicht ausgegangen werden. Das typische Beispiel hierfür sind Spieler in einer Mauer, die zum Schutz des Gesichtes einen Arm hoch halten. Springt der Ball nun gegen diesen Arm, so liegt zwar sicherlich keine aktive Bewegung zum Ball vor – der Arm hat jedoch dort oben nichts verloren, und deswegen handelt es sich um ein absichtliches Handspiel. Die Regel geht sogar soweit, dass ein Handspiel auch dann absichtlich erfolgt, wenn der Spieler den Kontakt zwischen Ball und Hand zwar vorhersehen kann, ihn aber nicht verhindert.
 
Da lehren wir bei unseren Schiedsrichterlehrgängen aber etwas Anderes.

Der Ball wäre ohne den Einsatz der Hand wahrscheinlich nicht ins Tor gegangen.

Und ein Handspiel darf NIEMALS zu einem Vorteil des Spielers führen, der den Ball mit der Hand gespielt hat.


@Ammerlandbremer

Ich habe mich nochmal mit deinem Post beschäftigt und übertrage die Anleitung deines Lehrgangs auf das zweite Relegationsspiel KSC vs. HSV:

Wenn auch ein unbeabsichtigtes Handspiel niemals zum Vorteil des Spielers führen darf, der den Ball mit der Hand gespielt hat, war gemäß dieser Richtlinie Gräfes Freistoßentscheidung gegen den KSC in der Schlussminute regelkonform.

Der karlsruher Spieler hat einen Torschuss unbeabsichtigt mit der Hand/dem Arm abgeblockt und sich (höchstwahrscheinlich ungewollt) den Vorteil verschafft, dass dieser Schuss eben nicht den Weg zum Tor gefunden hat.

Kannst du meine Interpretation so bestätigen?
 

Ich hab's gestern nicht geguckt, nur gehört - den Ton mit auf den Balkon genommen.

Was im Vorfeld wie ein Fehler wirkte -linker Kanal ca. 1/4 Sekunde hinterher, wurde dann beim Spiel zu echtem Zeikanalton :
rechts Rethy
links Radioton
, also wirklich Dauerkommentar, alles wurde beschrieben.

Ich fand das klasse, endlich hat man mal wieder Auswahl. :daumen:

Hatten wir das nur im (analogen) Kabelnetz, oder war das allgemein so gestern ?

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Würde ja zu gerne Brasilien - Mexico sehen. :(
 
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