Meine bescheidene Meinung zu diesem Spiel:
Ich hab' mich sehr geärgert über das Ergebnis. Ich hätte, nach den Spielanteilen, wohl ein Unentschieden am gerechtesten empfunden, auch wenn ich natürlich dem FC Bayern absolut nichts gönne. Ich fand das Spiel zwar spannend, aber technisch und taktisch absolut nicht überdurchschnittlich. Es war angenehm zu schauen, weil wirklich beide extrem nach vorne gespielt haben. Aber von Hoffenheim war das zu erwarten, weil sie, egal wo sie hinkommen, so auftreten.
Die Theatralik kam auch von beiden Seiten, Toni und Froonck leider so, wie man sie kennt und nicht sehen will. Van Bommel trägt m.E. nur noch die Binde, damit er nicht wirklich in jedem zweiten Spiel vom Platz fliegt. Lucio war stark, hätte aber bei strenger Regelauslegung auch schon nach ca. 10 Minuten vom Platz fliegen müssen (wie sonst will man den Angriff mit 2 (!!!) gestreckten Beinen im Mittelfeld, der nur gegen den Spieler geht, bestrafen... Ansonsten fand ich den Schiri recht gut, wirklich. Es war sicherlich nicht leicht, dieses Spiel zu leiten, aber ich fand ihn wirklich ordentlich. Mir fallen keine schwereren Fehlentscheidungen (abgesehen von Lucio) auf. Dass Schiris einfach in der Bundesliga nicht die Eier haben, Schwalben u.ä. konsequent zu bestrafen, ist ja leider schon länger bekannt, und wird sich so schnell nicht ändern.
Noch ein Wort zu Hoffenheim: Ich hätt's ihnen deutlich mehr gegönnt als dem FCB, aber ich fand sie gestern auch nicht stark genug, als dass sie jetzt unbedingt als Sieger vom Platz hätten gehen MÜSSEN.
Und dass sich scheinbar keiner mehr an das 2:5 erinnert und bei dem Spiel nicht davon geredet wird, dass es das beste Spiel in der Arroganz-Arena ever war, liegt wohl daran, dass nur eine Mannschaft gespielt hat (zumindest die ersten 70 Minuten). Wenn eine Team dann in der Begegnung unterirdisch schlecht ist, ob nun wegen des Gegners, oder selbst verschuldet, wirkt sich wohl im öffentlichen, nicht-grün-weißen Auge, negativ auf die Einstufung der Partie aus.