Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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    946
Status
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Nein, das war Glück, SChaaf erreicht doch angeblich die Mannschaft gar nicht mehr...

Ach nee, ist ja Weiß-Woche nach einem Sieg...

Meinst du mich damit oder schreibst du eher allgemein? Ich für meinen Teil habe nie behauptet, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht, allerdings war ich in der Tat des Öfteren mit seinen taktischen Vorgaben unzufrieden, zuletzt im Spiel gegen Dortmund. Gegen einen in der Abwehr stärkeren Gegner als WOB wäre es übrigens auch gestern nicht einfach gewesen, aber nach einem Auswärtssieg gegen einen in der Offensive dafür sehr starken Gegner will ich mal nicht meckern...
 
Und durch die Dominanz und das recht offensive Agieren ist dann eben auch ein Torsten Frings mal am gegnerischen Strafraum, um den Führungstreffer höchstpersönlich zu machen (geniales Tor !). Den macht der natürlich auch nicht, wenn er "defensiv besser im Raum steht" (oder wie man das noch toller umfaselt).

Dass das insgesamt das tollste Werder-Spiel aller Zeiten war, will ich nun auch nicht behaupten. Mit ein wenig Pech hätte das natürlich auch vereiert werden können. Aber das zweimalige Zurückkommen nach Rückstand und der am Ende absolut verdiente Sieg hat mich wirklich begeistert !

:lol: :tnx:

Geiles Spiel, geiler Sieg! Einfach Werder! :svw_applaus:
 
Zitat von Lothar Matthäus;996274:
Man muss nicht zwingend davon ausgehen, dass wir weniger Fehler machen, wenn wir uns noch tiefer postieren.
Das ganz sicher nicht. Wie Schalke zuletzt bewiesen hat. :D
Im Ernst: Natürlich steigt bei unserer Spielweise immer die Möglichkeit, Tore zu erzielen, zumal bei dieser Qualität in der Offensive. Gleichzeitig sind wir dadurch gegen die meisten Gegner ebenso zwingend darauf angewiesen, dass zumindest die Hälfte oder noch mehr der Torchancen sitzen und gleichzeitig, da wir stets brutal auf Abseits spielen, dass da die Abstimmung hunderprozentig hinhaut. Gleichzeitig fordert Werder in vielen Spielen von der ersten Minute an das Glück heraus. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass uns das mehr Punkte kostet als einbringt.
Dem entgegen steht, dass irgendeiner hier geschrieben hat, in jedem Jahr würde der Untergang mit Schaaf prophezeit, wenn`s so weitergeht und am Ende kam`s immer anders. Das ist sicher auch wahr. Letztlich eine Frage der Betrachtungsweise. Mal sehen, wie das dieses Jahr endet.... :svw_schal:
Insofern bleibt ein Spiel gegen Bremen, für jeden Gegner eine Wundertüte - im positiven, wie im negativen Sinne.
Das stimmt. Wobei wir für die Wundertüte im negativen Sinne manchmal auch völlig unnötig und ohne Not selbst sorgen. ;)
:tnx: *seufz*.
 
Wie ich schon schrieb, es ist eigentlich abstrus bei der vielen geschossenen Toren von einer mäßigen Chancenauswertung zu sprechen, aber mein subjektives Empfinden, was ich in und über die den letzten Jahren hatte, hat sich bestätigt, als ich vor kurzem auf den einschlägigen Seiten einige Spielberichte aus den Jahren nach dem Double gelesen habe:
Zitat von www.fussballdaten.de

- „Bremen fehlte darüber hinaus das Glück im Abschluss."

- „... stieg Madlung unwiderstehlich hoch und wuchtete die Kugel mit dem Kopf zum glücklichen Ausgleich in die Maschen.“

- „Werder verstand es jedoch auch im weiteren Verlauf der Partie nicht, diese zu nutzen bzw. speziell Weidenfeller zu überwinden.“

- „...während Werder mit seiner miesen Chancenverwertung hadern durfte.“

- „Mehrfach bot sich den nunmehr engagierten Bremern die Chance zum Ausgleich...“

- „...eine Begegnung, die qualitativ den Tabellenpositionen entsprach, aber auch beim Auslassen der Tormöglichkeiten interessante Auswüchse offenbarte.“

- „Das Chancenplus der Bremer hätte allerdings für einen Sieg ausreichen müssen.“

- „Die Bremer, die im ersten Durchgang eine Klasse besser waren, gingen leichtfertig, teilweise arrogant mit ihren Möglichkeiten um und brachten sich so selbst um drei sichere Punkte.“
Und das sind nur Auszüge aus den Spielzeiten 04/05 + 05/06, diese Serie läßt sich durch die folgenden Saison beliebig fortsetzen ...
wie bspw. hier....
Ansonsten hat Werder die Dominanz im Spiel dieses Mal dank ein wenig mehr Glück im Abschluss besser in Tore umgesetzt, als das noch in Dortmund der Fall war (den Kopfball zum 2:2 plaziert Pizarro eben nicht jeden Tag so).
.....und dass der Ball voor dem 2:1 Grafite vor die Füße kullert, lag an dem unglücklichen Abfälschen durch Naldo (sonst passiert in der Szene gar nichts).
Mit ein wenig Pech hätte das natürlich auch vereiert werden können.
Werder hat auch in dieser Saison sämtliche Spiele, die gewonnen wurden, hochverdient gewonnen (mit Ausnahme der Partie in Hoppenheim vielleicht, wo ein Remis evtl. gerechter gewesen wäre). Bei den verloren Spielen war außer dem gegen Bayern keines dabei, wo wir weniger Spielanteile hatten, ich kann`s jetzt nicht sofort beweisen - aber ich meine, weniger Torchancen, Torschüsse, Ballbesitz hatten wir außer gegen Bayern auch gegen niemanden. Von den 7 Niederlagen können wir ohne Zweifel 6 als relativ unglücklich bezeichnen. Wenn eine Mannschaft von sich sagen kann, "ehrlich gut" zu spielen, dann wohl Werder.
Zum Vergleich - die hochgelobten Bayern hatten bei beiden Remis gegen Leverkusen, den Siegen gegen Dortmund, in Wolfsburg, gegen Hamburg jeweils das nötige Glück - und Schiedsrichterentscheidungen auf ihrer Seite gehabt. Bei letzterem übrigens auch, unabhängig von der Überlegenheit, gegen Werder, denn Robben`s Freistoß war kein Freistoß und Marin`s Ausgleich regulär.
Über Schalke muss in dieser Hinsicht erst gar nicht angefangen werden.

Doch die Legende vom stets unglücklichen Werder oder gar der gern genommene Hinweis auf die "nicht klappende Abseitsfalle", der mittlerweile so alt ist wie die Amtszeit von TS, oder dass ein Kontertor durch unglückliches Abfälschen zustandekommt (was alles zwar stimmt, aber doch immer wieder nur das Ende einer Kette ist), verdecken mir zu oft Defizite struktureller Natur. Was bei tiefergehender Betrachtung auch zum Vorschein kommt. Das wirkt mir immer wie die Infanterie in irgendwelchen Schlachten, die auf offenem Feld angreifen und mit vielen Leuten entweder den Erfolg erzwingen oder von den anderen aus sicherer Deckung niedergesemmelt werden. Dann vordergründig viel Lob für den Heldenmut erhalten, aber hinter den Kulissen dafür müde belächelt werden.

TS macht eine gute Arbeit und hat auch diese Woche durch taktisch kluge Wechsel das Spiel belebt. Und das hat er auch (mit einigen ganz wenigen Ausnahmen) in den letzten Spielen immer und immer wieder getan. Für mich gibt es keinen Grund über TS' Arbeit zu diskutieren! Zum Glück für Werder auch nicht!
Auf jeden Fall. An den Wechseln ist nichts auszusetzen, die griffen in dieser Saison nahezu immer.
Jetzt wird es aber noch mal richtig hart! Schalke und HSV. Dass muss erst mal gerissen werden! Aber nun gut. Die Jungs wollten es auf die harte Tour. Nun drücken wir ihnen die Daumen!

100 % Werder! :svw_applaus:
Richtig, aber Du unterschlägst Köln. Die sind auswärtsstark, nicht so anfällig wie Wolfsburg, haben weniger Gegentore als Werder kassiert - und wissen wie nur wenige in der Liga, wie ein Spiel zerstört wird. Da haben wir noch vom Hinspiel eine Rechnung offen. Aber ich befürchte ein Spiel, welches von der Taktik und Geduld geprägt wird. Es sei denn, Werder schlägt zeitig zweimal zu bzw. die ersten Tormöglichkeiten zappeln auch im Netz.

Egal, wie. Dortmund hat gepatzt, nun Platz 3.
Noch drei Spiele, jetzt heisst es zusammenstehen! :svw_applaus:
 
http://www.fussballdaten.de/


- „Bremen fehlte darüber hinaus das Glück im Abschluss."

- „... stieg Madlung unwiderstehlich hoch und wuchtete die Kugel mit dem Kopf zum glücklichen Ausgleich in die Maschen.“

- „Werder verstand es jedoch auch im weiteren Verlauf der Partie nicht, diese zu nutzen bzw. speziell Weidenfeller zu überwinden.“

- „...während Werder mit seiner miesen Chancenverwertung hadern durfte.“

- „Mehrfach bot sich den nunmehr engagierten Bremern die Chance zum Ausgleich...“

- „...eine Begegnung, die qualitativ den Tabellenpositionen entsprach, aber auch beim Auslassen der Tormöglichkeiten interessante Auswüchse offenbarte.“

- „Das Chancenplus der Bremer hätte allerdings für einen Sieg ausreichen müssen.“

- „Die Bremer, die im ersten Durchgang eine Klasse besser waren, gingen leichtfertig, teilweise arrogant mit ihren Möglichkeiten um und brachten sich so selbst um drei sichere Punkte.“

:rolleyes:, es wird immer lächerlicher wie verzweifelt unser Kreisligatrainer versucht, die Arbeit von Schaaf in Frage zu stellen...

was bleibt ihm noch übrig, nachdem er keine Alternative zu Schaaf nennen konnte...
klar, er versucht jetzt aus dem Hintergrund gegen Schaaf zu hetzen...

Werder hat also Spiele, in denen man besser ist, aber nicht die Ernte einfährt...Wahnsinn!

solche Spiele (bei denen die bessere Mannschaft unglücklich verliert) findet man auch bei Barcelona oder bei den Bayern....

ich kann mich z.B. an diverse Spiele der Bayern erinnern, in denen sie Turmhoch überlegen waren, und dann am Ende als Verlierer vom Platz gingen...

völlig normal, das ist Fußball...

gerade spielerisch starke Mannschaften, die klarer Favorit sind, sind natürlich immer anfällig, ausgekontert zu werden...
das ist nun mal eine stinknormale Begebenheit im Fußball...

die kleinen, wie Hannover, Frankfurt oder Köln haben immer den Plan wenn sie z.B. nach München fahren, in erster Linie hinten gut zu stehen, und gegebenenfalls auf Konter zu lauern, und manches Mal geht dieser Plan eben auf...
 
wie bspw. hier....

Werder hat auch in dieser Saison sämtliche Spiele, die gewonnen wurden, hochverdient gewonnen (mit Ausnahme der Partie in Hoppenheim vielleicht, wo ein Remis evtl. gerechter gewesen wäre). Bei den verloren Spielen war außer dem gegen Bayern keines dabei, wo wir weniger Spielanteile hatten, ich kann`s jetzt nicht sofort beweisen - aber ich meine, weniger Torchancen, Torschüsse, Ballbesitz hatten wir außer gegen Bayern auch gegen niemanden. Von den 7 Niederlagen können wir ohne Zweifel 6 als relativ unglücklich bezeichnen. Wenn eine Mannschaft von sich sagen kann, "ehrlich gut" zu spielen, dann wohl Werder.
Zum Vergleich - die hochgelobten Bayern hatten bei beiden Remis gegen Leverkusen, den Siegen gegen Dortmund, in Wolfsburg, gegen Hamburg jeweils das nötige Glück - und Schiedsrichterentscheidungen auf ihrer Seite gehabt. Bei letzterem übrigens auch, unabhängig von der Überlegenheit, gegen Werder, denn Robben`s Freistoß war kein Freistoß und Marin`s Ausgleich regulär.
Über Schalke muss in dieser Hinsicht erst gar nicht angefangen werden.

Doch die Legende vom stets unglücklichen Werder oder gar der gern genommene Hinweis auf die "nicht klappende Abseitsfalle", der mittlerweile so alt ist wie die Amtszeit von TS, oder dass ein Kontertor durch unglückliches Abfälschen zustandekommt (was alles zwar stimmt, aber doch immer wieder nur das Ende einer Kette ist), verdecken mir zu oft Defizite struktureller Natur. Was bei tiefergehender Betrachtung auch zum Vorschein kommt. Das wirkt mir immer wie die Infanterie in irgendwelchen Schlachten, die auf offenem Feld angreifen und mit vielen Leuten entweder den Erfolg erzwingen oder von den anderen aus sicherer Deckung niedergesemmelt werden. Dann vordergründig viel Lob für den Heldenmut erhalten, aber hinter den Kulissen dafür müde belächelt werden.

Auf jeden Fall. An den Wechseln ist nichts auszusetzen, die griffen in dieser Saison nahezu immer.
Richtig, aber Du unterschlägst Köln. Die sind auswärtsstark, nicht so anfällig wie Wolfsburg, haben weniger Gegentore als Werder kassiert - und wissen wie nur wenige in der Liga, wie ein Spiel zerstört wird. Da haben wir noch vom Hinspiel eine Rechnung offen. Aber ich befürchte ein Spiel, welches von der Taktik und Geduld geprägt wird. Es sei denn, Werder schlägt zeitig zweimal zu bzw. die ersten Tormöglichkeiten zappeln auch im Netz.

Egal, wie. Dortmund hat gepatzt, nun Platz 3.
Noch drei Spiele, jetzt heisst es zusammenstehen! :svw_applaus:

ja das leben ist schon langweilig :wall:
begreif endlich das TS ein verdientes standing hier hat an dem du rütteln kannst wie du willst das einzige was passiert ist das es auf deinen kopf regnet
 
versteh echt nicht was hier los ist, und versprochen ich sags jetzt zum letzten Mal!
Seit dem Wiederaufstieg, ja wir haben auch mal 2 Liga gespielt, hatten wir nur 2 erfolgreiche Trainer. Den König und Thomas. Die restlichen sind alle kläglich gescheitert. Selbst Magath war bei uns nicht wirklich erfolgreich (ok er hat uns zumindestens vor dem Abstieg gerettet), obwohl er auch zu der Zeit bei anderen Vereinen schon großes geleistet hatte.

[COLOR="black"Thomas paßt zu uns und wir können nur hoffen, daß er noch lange bleibt.
][/COLOR]


Sicher bin ich nicht mit allem einverstanden und kann auch Zeit zu Zeit einiges nicht nachvollziehen. Wäre aber doch bei jedem Trainer so!!!!
 
...begreif endlich das TS ein verdientes standing hier hat an dem du rütteln kannst wie du willst das einzige was passiert ist das es auf deinen kopf regnet...
Lies Dir den Beitrag, den Du zitiert hast, nochmal durch? Nenne mir irgendeinen meiner Beiträge, der den grundsätzlichen Verdienst der Trainers in seiner Amtszeit bei Werder niederreden will? Es ging immer um detailliert dargelegte Dinge, die man nun mal nur unterlegen kann, wenn selbst Vorschläge, was machbar wäre, unterbreitet werden. oder aber zumindest das, was kritisiert wird, detailliert erfasst wird. Plumpes Getrolle bringt doch nichts.
 
@Mick
Den Begriff Dusel-Werder wird es in der Ära Schaaf sicher nicht geben. Werder versucht immer mehr Anteil am Spiel zu halten und suggeriert zumindest, dass wir dem Gegner fast immer überlegen sind. Dass dem nicht so ist, liegt natürlich auf der Hand.
Dass das Versagen der Abseitsfalle eigentlich nie unglücklich sein kann, sondern immer ein kalkuliertes Risiko darstellt, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Es reicht schon ein, wie gesehen, abgefälschter Pass, um dem Gegner eine gute Torchance zu ermöglichen. Würde Bremen aus einer kompakten Abwehr agieren, wäre es womöglich ohne Folgen geblieben.

Aber eigentlich will ich mit meinem Beitrag nicht auf die strategischen Aspekte Werders eingehen. Dafür sind meine fussballerischen Kenntnisse zu beschränkt, als dass ich da mitdiskutieren könnte.

Vielmehr frage ich mich, ob eine Abkehr vom offensiven Spielstil nicht auch weitreichende wirtschaftliche Einschnitte bedeuten würde.
Angenommen, Mick, Werder setzt deine Wünsche um, was natürlich zur Folge hätte, dass unseren Offensivkräften a) Freiheiten genommen werden und b) unsere Torausbeute weit geringer wäre.
Welchen Marktwert hätten dann Spieler, wie Pizarro, Klose oder Diego noch gehabt? Wieviel hätten wir z. B. für Diego bekommen, wenn Bremen ihm, ähnlich wie Juventus nicht die Freiheiten gegeben hätte, sich zu entfalten?
Hätten wir Özil immer noch für 5-6 Mio bekommen, wenn Schalke ähnlich wie Werder offensiv agiert hätte oder hätte er nicht schon zu diesem Zeitpunkt auch internationale Begierden geweckt?
Wäre Marin noch zu Werder gekommen, wenn man ihn, wie in BMG immer dann ausgewechselt hätte, wenn man versuchte ein Ergebnis zu halten?

Dass viele Spieler nach ihrer Werderzeit nicht wieder in die Spur kommen, hat doch auch viel damit zu tun, dass das Spiel in anderen Vereinen nicht so auf Angriff zentriert wird, wie in Bremen.
Um nun mal den umgekehrten Fall zu betrachten. Glaubst du, dass Naldo/Merte einen viel höheren Marktwert hätten, wenn Bremen defensiver steht?
Eine Frage der Psychologie bei Spielertransfers, aber zumindest in den letzten 10 Jahren hat es sich doch eingebrannt, dass gerade unsere Offensivkräfte einen nicht unerheblichen Teil an Werders wirtschaftlichen Erfolg hatten.

Das mag sehr kalt betrachtet sein, aber warum ein (wackliges?) Spiel opfern, um bei defensiverem Spielverhalten noch mehr auf Mehreinnahmen aus Turnieren angewiesen zu sein?

Ich hoffe, ich kann damit einen bisher noch wenig durchleuchteten Aspekt in die Diskussion einbringen. ;)
 
versteh echt nicht was hier los ist, und versprochen ich sags jetzt zum letzten Mal!
Seit dem Wiederaufstieg, ja wir haben auch mal 2 Liga gespielt, hatten wir nur 2 erfolgreiche Trainer. Den König und Thomas. Die restlichen sind alle kläglich gescheitert. Selbst Magath war bei uns nicht wirklich erfolgreich (ok er hat uns zumindestens vor dem Abstieg gerettet), obwohl er auch zu der Zeit bei anderen Vereinen schon großes geleistet hatte.


Sicher bin ich nicht mit allem einverstanden und kann auch Zeit zu Zeit einiges nicht nachvollziehen. Wäre aber doch bei jedem Trainer so!!!!

Mmmh nachdenk, irgendwie war mir so als war das ein bisschen anders ;)
 
Magath hätte dem SV Werder 1999 um ein Haar den Abstieg beschert, wenn die Verantwortlichen ihn hätten weitermachen lassen. Das war damals allerhöchste Zeit, dass der gekickt wurde.

Erfolge hat er erst in der Zeit danach gehabt - ggf. hat er ja gerade auch aus seiner recht unfruchtbaren Zeit in Bremen einiges an Lerneffekt für sich mitgenommen. In Stuttgart, als er mangels wirtschaftlichen Möglichkeiten gezwungen war, eine Mannschaft aus vornehmlich jungen/unbekannten Spielern zu formen, ging sein Stern am Trainerhimmel auf. In München hat er dann bewiesen, dass er auch mit den arrivierten Fußballern Titel holen kann, ehe er dann in Wolfsburg und jetzt in Gelsenkirchen endgültig seinen Ruf als Heilsbringer für Vereine mit längerer titelloser Tradition erworben hat (auch wenn es für Schalke - hoffentlich - nicht zum Titel reichen wird ...).

Aber als Trainer für den SV Werder kann man ihn in der Rückschau nur als großen Griff in die Kloschüssel betrachten. Da waren De Moos, Dörner und Sidka immer noch die deutlich "kleineren Übel" im Vergleich.
 
@Sopho
Beim Aspekt der Wirtschaftlichkeit ist es vermutlich tatsächlich so, dass Werder hier weitaus mehr als viele andere Vereine bei Offensivspielern Mehreinahmen aus gesteigerten Marktwerten generiert und, wie bereits erwähnt, dass TS, wenn es speziell um das Formen und Weiterentwickeln von Spielern geht, Herausragendes leistet. Und natürlich hängt das auch mit der Spielweise zusammen. Das ist es ja, wo ich der Meinung bin, dass dies die Nachteile aufwiegt, die ich in taktischer Hinsicht bei ihm sehe (subjektives Empfinden!). Was wiederrum die Frage nach Alternativen, zumindest derzeit, überflüssig macht. Der entscheidende Kritikansatz bzw. Vergleich war ohnehin immer der, dass der Verkauf von (Offensiv-) Spielern, die TS zu guten oder sehr guten Spielern macht, dem Verein viel Geld eingebracht hat/einbringt, welches - teilweise! - durch das genannte taktische Verhalten auch wieder verlorengeht.

Bei den Defensivspielern bin ich mir da allerdings nicht so sicher, da es bei uns ja erwiesenermaßen so ist, dass diese ganz besonderen Anforderungen ausgesetzt sind. Aber in der Bewertung zählt dann der Gesamteindruck des Einzelnen, der aber selten am Gesamt-Abwehrverhalten einer Mannschaft festgemacht wird. Das wiederrum bestimmt jedoch zum Teil den Marktwert. Was Naldo/Merte hier leisten, findet schon zu wenig Anerkennung, wenn ich bspw. sehe, dass Naldo nicht zum Stamm der brasilianischen N11 gehört oder aber sehe, wie Merte sogar in interen Bewertungen hier wegkommt. Mertesacker, aber auch Naldo werden (viel zu) oft in Spielsituationen verwickelt, wo sie im Rücken erwischt werden oder in Eins-gegen-Eins (Lauf-)Duelle müssen, WEIL das Mittelfeld zu weit aufgerückt ist und bei Ballverlust der Gegner Zeit und Platz für Steilpässe bekommt. Insbesondere Merte`s tatsächlicher Wert wird mir zu wenig wahrgenommen, oft auch, weil er anders als Naldo dies weniger mit Offensivaktionen kaschieren kann. Deswegen ist es auch für AV`s bei uns enorm schwer. Ich bin mir daher nicht so sicher, inwieweit Defensivspieler bei Werder vom Marktwert her richtig eingeschätzt werden bzw. sich wirklich weiterentwickeln können. Das ist dann wieder die Kehrseite der Medaille.

In diesem Zusammenhang fällt mir auch Baumann ein, der mit seiner hohen strategischen Spielintelligenz für diesen defensiv fragwürdigen Stil ein Geschenk des Himmels war. Aber auch Baumi ist für meine Begriffe in der Gesamtbewertung meist zu schlecht weggekommen. Vor allem zeigte sich in dieser Saison, dass sein Abgang doch schwer wiegt.
 
@Mick
Den Begriff Dusel-Werder wird es in der Ära Schaaf sicher nicht geben. Werder versucht immer mehr Anteil am Spiel zu halten und suggeriert zumindest, dass wir dem Gegner fast immer überlegen sind. Dass dem nicht so ist, liegt natürlich auf der Hand.
Dass das Versagen der Abseitsfalle eigentlich nie unglücklich sein kann, sondern immer ein kalkuliertes Risiko darstellt, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Es reicht schon ein, wie gesehen, abgefälschter Pass, um dem Gegner eine gute Torchance zu ermöglichen. Würde Bremen aus einer kompakten Abwehr agieren, wäre es womöglich ohne Folgen geblieben.

Aber eigentlich will ich mit meinem Beitrag nicht auf die strategischen Aspekte Werders eingehen. Dafür sind meine fussballerischen Kenntnisse zu beschränkt, als dass ich da mitdiskutieren könnte.

Vielmehr frage ich mich, ob eine Abkehr vom offensiven Spielstil nicht auch weitreichende wirtschaftliche Einschnitte bedeuten würde.
Angenommen, Mick, Werder setzt deine Wünsche um, was natürlich zur Folge hätte, dass unseren Offensivkräften a) Freiheiten genommen werden und b) unsere Torausbeute weit geringer wäre.
Welchen Marktwert hätten dann Spieler, wie Pizarro, Klose oder Diego noch gehabt? Wieviel hätten wir z. B. für Diego bekommen, wenn Bremen ihm, ähnlich wie Juventus nicht die Freiheiten gegeben hätte, sich zu entfalten?
Hätten wir Özil immer noch für 5-6 Mio bekommen, wenn Schalke ähnlich wie Werder offensiv agiert hätte oder hätte er nicht schon zu diesem Zeitpunkt auch internationale Begierden geweckt?
Wäre Marin noch zu Werder gekommen, wenn man ihn, wie in BMG immer dann ausgewechselt hätte, wenn man versuchte ein Ergebnis zu halten?

Dass viele Spieler nach ihrer Werderzeit nicht wieder in die Spur kommen, hat doch auch viel damit zu tun, dass das Spiel in anderen Vereinen nicht so auf Angriff zentriert wird, wie in Bremen.
Um nun mal den umgekehrten Fall zu betrachten. Glaubst du, dass Naldo/Merte einen viel höheren Marktwert hätten, wenn Bremen defensiver steht?
Eine Frage der Psychologie bei Spielertransfers, aber zumindest in den letzten 10 Jahren hat es sich doch eingebrannt, dass gerade unsere Offensivkräfte einen nicht unerheblichen Teil an Werders wirtschaftlichen Erfolg hatten.

Das mag sehr kalt betrachtet sein, aber warum ein (wackliges?) Spiel opfern, um bei defensiverem Spielverhalten noch mehr auf Mehreinnahmen aus Turnieren angewiesen zu sein?

Ich hoffe, ich kann damit einen bisher noch wenig durchleuchteten Aspekt in die Diskussion einbringen. ;)

Ein sehr interessanter Aspekt.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich eine devensivere Ausrichtung auch negativ auf die Zuschauer- und Merchandise-Einnahmen auswirken könnte.
 
Erfolge hat er erst in der Zeit danach gehabt - ggf. hat er ja gerade auch aus seiner recht unfruchtbaren Zeit in Bremen einiges an Lerneffekt für sich mitgenommen. In Stuttgart, als er mangels wirtschaftlichen Möglichkeiten gezwungen war, eine Mannschaft aus vornehmlich jungen/unbekannten Spielern zu formen, ging sein Stern am Trainerhimmel auf. In München hat er dann bewiesen, dass er auch mit den arrivierten Fußballern Titel holen kann, ehe er dann in Wolfsburg und jetzt in Gelsenkirchen endgültig seinen Ruf als Heilsbringer für Vereine mit längerer titelloser Tradition erworben hat (auch wenn es für Schalke - hoffentlich - nicht zum Titel reichen wird ...).
:tnx: Allerdings hat er seinen ersten grossen Erfolg nach dem Lerneffekt mit Frankfurt gehabt, mit denen er aus schier auswegloser Situation am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt sicherte.
Aber als Trainer für den SV Werder kann man ihn in der Rückschau nur als großen Griff in die Kloschüssel betrachten. Da waren De Moos, Dörner und Sidka immer noch die deutlich "kleineren Übel" im Vergleich.
Magath und seine Machtansprüche sowie sein Umgang mit Beteiligten passen nicht zur Grundphilosophie von Werder. Deshalb ging es nach gutem Beginn steil abwärts, weil es unüberwindbare Diskrepanzen gab. Rein von seiner Arbeit als Trainer habe ich ihn allerdings damals schon nicht so schlecht gesehen, abgesehen davon, dass er Spieler wie Ailton oder Frings, wahrscheinlich nur wegen der Charaktere, Tribünenplätze bescherte und so in etwa als "nicht BL-tauglich" einstufte.

De Mos installierte ein völlig neues System, das aber die meisten Spieler überforderte, die damit aufgrund des jahrelangen Rehhagel-Stils nicht klarkamen. Er war vielleicht sogar der richtige Trainer, allerdings zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Dörner wollte das nachfolgend konterkarieren, ihm fehlte aber Erfahrung im Klubfussball und - glaube ich nach damaligem Eindruck - ein Stück weit das Gefühl für den situationsbedingten Umgang mit den Spielern. Sidka verbreitete ein wenig Stallgeruch, viel mehr aber auch nicht. Ich denke aber, alle drei konnten vor allem auch Probleme der Nach-Rehhagel -Ära nicht überwinden und scheiterten am Aufbrechen alter Strukturen.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich eine devensivere Ausrichtung auch negativ auf die Zuschauer- und Merchandise-Einnahmen auswirken könnte.
Schwer zu sagen. Mir fallen ad hoc ein paar Vereine ein, denen der destruktivere Spielstil dem Zuschauerzuspruch und dem Merchandising keinen Abbruch tut.
 
Schwer zu sagen. Mir fallen ad hoc ein paar Vereine ein, denen der destruktivere Spielstil dem Zuschauerzuspruch und dem Merchandising keinen Abbruch tut.

Denke schon, dass die immer neuen Umsatzrekorde der letzten Jahre mit dem Offensivfußball zusammen hängen. Schließlich hat sich auch durch die offensive Spielweise die Populärität Werders gesteigert, welche sich wiederum positv auf die Fan-Artikel Verkäufe auswirkt.
 
Denke schon, dass die immer neuen Umsatzrekorde der letzten Jahre mit dem Offensivfußball zusammen hängen. Schließlich hat sich auch durch die offensive Spielweise die Populärität Werders gesteigert, welche sich wiederum positv auf die Fan-Artikel Verkäufe auswirkt.
Bei uns ja. Wahrscheinlich. :tnx: War auch mehr in Bezug auf andere Traditionsvereine neben Werder gemeint.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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