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Mick_666
Guest
Noch sicherer zum Gegentor führt eine offene Spielweise, wo wir dem Gegner von vornherein die Räume anbieten und völlig unerzwungen unsere Schwächen zeigen. Die Konsequenzen dessen kennt ja nun gerade Werder hinlänglich.Sich hinten reinstellen und auf Kontersituationen warten (wie du das gerne hättest), führt über kurz oder lang gerade auch dort ziemlich sicher zum Gegentor.
Abgesehen von DO trifft das nicht auf die Eckbälle kaum zu. "Nicht sattelfest" ist richtig, aber auch ein Defizit, welches unser Trainer, der keine Fehler macht, seit Jahren nicht in den Griff bekommt.So richtig sattelfest sah unsere Abwehr zuletzt ja nach Flanken/Eckbällen in den Strafraum auch gerade nicht aus.
Weil das die beste Basis ist, dieses Offensiv-Potential ausspielen zu können. WOB ist letzte Saison fast nur mit langen Bällen und Konter Meister geworden, dennoch war das nicht immer unansehnlich. Ähnlich ist Bayern zigmal Meister geworden, ähnlich ist Schalke nicht nur dieses Jahr, sondern seit 2005 stets auf Augenhöhe in der Tabelle mit Werder gelandet, obwohl sie stets das schlechtere fussballerische Potential hatten.Warum sich also bis zum ersten Gegentor hinten rein stellen, wenn man über ein solch tolles Offensiv-Potential verfügt ?
Im übrigen bin ich der Meinung, dass mit unserem Spielermaterial noch viel mehr anzubieten wäre, neben taktischen Mitteln auch spielerisch. Wenn der betriebene Aufwand auch intelligenter betrieben und mehr unter Einbeziehung des Gegners erfolgen würde.
Witzig, das ist genau diese herrliche Denke.Nach dem 0:1 müsste man ja ohnehin "den Schalter umlegen" (was dann aber vielleicht schwerer fällt). Da kann man sich auch gleich von vornherein darum kümmern, Tore zu schießen und den Ball möglichst vom eigenen Tor wegzuhalten.
Nach dem Motto: Wir sind das Werder Bremen, das lieb mitspielt und genau das tut, worauf der Gegner spekuliert. Das geht oft gut, weil eben das herausragende "Offensiv-Potential" nicht in jedem Spiel weniger Tore als die anderen schießt oder nicht in jedem Spiel erst trifft, wenn wir schon zurückliegen. Genauso oft geht`s auch schief. Das bringt uns zwar nach aussen hin Sympathien, aber unter dem Strich viel zu oft zu wenig Punkte - und nicht selten auch unterschwelligen Hohn. Das fällt doch nicht nur mir und ein paar Usern hier auf. Klopp konnte sich doch das Grinsen nicht verkneifen, als er Werder`s Aufstellung gelesen hat. Stürmer wie Amanatidis oder Gomez belustigen sich seit Jahren vor laufender Kamera darüber, dass sie gegen Werder immer zu Ihren Chancen kommen. Der Kicker schrieb bereits vor zwei, drei Jahren, Schaaf sei der "Offensiv-Papst" der Liga und wiederholt das in ähnlicher Manier alle paar Monate. Aber nie ist zu lesen, TS wäre ein cleverer Trainer, der andere überrascht mit taktischem Geschick. Vielleicht in der BILD, kann ich nicht beurteilen, denn die lese ich nie. Im DSF-Doppelpass betonen sogar Leute wie dieser BILD-Zeitungs-Fussball-Legastetiker die Schieflage bei Werder im Verhältnis Aufwand und Ertrag oder die Ausrechenbarkeit. Völler oder Hitzfeld freuten sich schon vor Jahren im ARD darüber, dass es gegen Werder ja immer schöne Spiele gäbe, da mitgespielt wird und sie ihre Chancen bekommen. Das, was nach außen mitunter wie Lob klingt, ist nichts anderes als bitterer Hohn.

Ach ja, der war doch kurz mal bei uns, ich glaube zwischen Dörner und de Mos...?!:zweifeln: