Hab gerade "Bundesliga aktuell" geschaut. War dieses Mal sehr gut und interessant. Ein Psychologe und Jörg Schmadtke waren da. Es ging darum, wie man in Zukunft die Spieler besser unterstützen kann, damit so etwas nicht wieder passiert. Schmadtke meinte, im Moment sei alles noch sehr ungewiss, aber man würde sich um Lösungen, wie einen Psychologen für die Spieler, bemühen.
Er sei sich aber auch bewusst, wie schwierig dieser Weg der Enttabuisierung der Themen Ängste und Depressionen werden wird. Auch Heiko Herrlich wurde eingeblendet. Er befürchtet (und da geht es mir ähnlich), dass jetzt alle scheinbar offen über Depressionen diskutieren, ein Spieler, der sich in Zukunft dazu bekennt, aber trotzdem mit Worten wie "Schwächling" abgetan werden könnte.
Ich hoffe sehr, dass jetzt wirklich was in Gang gebracht wird und sich Spieler nicht mehr für Ängste, Zweifel und (vermeintliche) Schwächen schämen müssen. Auch die Medien und wir Fans sollten unseren Teil dazu beitragen, indem wir beispielsweise nicht von einem 23-jährigen Aaron Hunt verlangen, dass er nach seinen zahlreichen Verletzungen konstant sehr gute Leistungen bringt.
Haben wir eigentlich einen Psychologen? Vorhin wurde bei NDR2 gesagt, dass Hannover über die Einstellung eines Psychologen nachdenkt - wie Werder Bremen. Bedeutet das, wir haben bereits einen oder wir denken auch darüber nach?