Robert Enke

ich bin mittlerweile eigentlich nur noch sauer über den tod von robert! bitte kriegt das nicht in einen falschen hals, ich trauer auch sehr, aber jeden tag nehmen sich leute das leben. nur weil es sich um einen "promi" handelt, darf sich die gesellschaft und der journalismus nicht das recht nehmen, dies bis auf den letzten tropfen auszusaugen, alte beiträge rauszukrahmen, vermutungen anzustellen, zig pressekonferenzen abzuhalten usw. usf.
mittlerweile verbreitet die bild ein video, in welchem passanten gezeigt werden, die unmittelbar damit konfrontiert werden: was soll bitte der scheiß???!!!
 
ich bin mittlerweile eigentlich nur noch sauer über den tod von robert! bitte kriegt das nicht in einen falschen hals, ich trauer auch sehr, aber jeden tag nehmen sich leute das leben. nur weil es sich um einen "promi" handelt, darf sich die gesellschaft und der journalismus nicht das recht nehmen, dies bis auf den letzten tropfen auszusaugen, alte beiträge rauszukrahmen, vermutungen anzustellen, zig pressekonferenzen abzuhalten usw. usf.
mittlerweile verbreitet die bild ein video, in welchem passanten gezeigt werden, die unmittelbar damit konfrontiert werden: was soll bitte der scheiß???!!!

Was erwartest du? Die Zeit der Skrupel ist in den Medien längst vorbei. Das einzige was ein Redakteur denkt, wenn er so eine Nachricht bekommt, ist: "Welche Schlagzeile ist am prägnantesten, was verkauft sich am besten."

Ich erinnere mich an dieses junge Mädchen, dass beim Skifahren verunglückte.

Daraufhin hackte jemand (wars die Bild ?) ihren Studivz-Account und veröffentlichte in seinem Artikel private Fotos, ihre Vorlieben, Hobbies etc.
 
Unglaublich, was sich auf der Kondolenzseite teilweise für Kommentare befinden:

daniel popasovic aus Leverkusen

Gut das er vereckt ist der dreckige *********

11.11.09 16:00:08


Sorry, dass ich das hier poste, aber ich finds einfach nur abartig, dass man so etwas schreiben kann.


Ich kenne den Namen, glaube nicht das es von ihm kommt(zumal er sich etwas anders schreibt), hab ihn mal angeschrieben.
 
Was ich von Seiten der Medien nicht so gut finde ist, das in keinem Satz was von dem Zugfahrer erwähnt wird. Der sitzt jetzt verzweifelt zuhause, weil er einen Menschen überfahren hat, auch wenn er da natürlich nichts machen konnte.
 
Was erwartest du? Die Zeit der Skrupel ist in den Medien längst vorbei. Das einzige was ein Redakteur denkt, wenn er so eine Nachricht bekommt, ist: "Welche Schlagzeile ist am prägnantesten, was verkauft sich am besten."

Richtig. Man sollte hier allerdings nicht alleine die Medien für verantwortlich machen. Dies basiert doch auch nur auf Angebot und Nachfrage. Wenn so ein Schund keine Abnehmer mehr finden würde, würde er auch nicht mehr produziert werden. Ergo würde wieder ein wenig mehr mit Respekt vor der Privatsphäre der Beteiligten Einzug halten.
 
Ja, stimme dir da zu.

Der Mann wird seines Lebens nicht mehr froh! :(

Hier ist auch ein sehr interessanter, wenn auch einseitiger Artikel, um sich auch mal auf die andere Seite zu versetzen. Ich mache Enke damit allerdings keinen Vorwurf - jemand, der in einer Situation wie er steckt, wird mit Sicherheit nicht wissentlich andere Menschen in seine Leiden reinziehen, sondern einfach nur in einer kurzen Zeit sterben wollen.
 
Richtig. Man sollte hier allerdings nicht alleine die Medien für verantwortlich machen. Dies basiert doch auch nur auf Angebot und Nachfrage. Wenn so ein Schund keine Abnehmer mehr finden würde, würde er auch nicht mehr produziert werden. Ergo würde wieder ein wenig mehr mit Respekt vor der Privatsphäre der Beteiligten Einzug halten.

Das stimmt wohl leider...hemmungslos wachsender Voyeurismus beim Volk und skrupellose Bereitschaft der Medien diesen bestmöglich zu bedienen.
 
ich bin mittlerweile eigentlich nur noch sauer über den tod von robert! bitte kriegt das nicht in einen falschen hals, ich trauer auch sehr, aber jeden tag nehmen sich leute das leben. nur weil es sich um einen "promi" handelt, darf sich die gesellschaft und der journalismus nicht das recht nehmen, dies bis auf den letzten tropfen auszusaugen, alte beiträge rauszukrahmen, vermutungen anzustellen, zig pressekonferenzen abzuhalten usw. usf.
mittlerweile verbreitet die bild ein video, in welchem passanten gezeigt werden, die unmittelbar damit konfrontiert werden: was soll bitte der scheiß???!!!

Ich will ja mal nichts sagen, aber: wenn du seit gestern Abend nur den Stand hättest "Robert Enke gestorben" würdest du wahrscheinlich rummotzen das man nichts erfährt und wo da bitte die Medien sind.
Bisher ist doch noch alles im respektablen Rahmen abgelaufen.
Alles, was über seine näheren Beweggründe in den Medien unterwegs ist, wurde heute in der PK genannt- sind also belegte Fakten, die sein privates Umfeld aus freien Stücken (natürlich auch dessen bewusst, dass die Öffentlichkeit Interesse hat) preisgegeben hat.
Dass er ein "Promi" ist, ändert nichts an den Fakten. Es interessiert nur mehr, weil ihn eben auch mehr kannten.
 
Was ich von Seiten der Medien nicht so gut finde ist, das in keinem Satz was von dem Zugfahrer erwähnt wird. Der sitzt jetzt verzweifelt zuhause, weil er einen Menschen überfahren hat, auch wenn er da natürlich nichts machen konnte.

Viele solcher Zugführer haben danach ein solches psychisches Problem, das sie ihren Beruf nur noch schwerlich oder gar nicht mehr ausüben können. Man muss sich ja vorstellen, das er es auf sich zukommen sieht, aber nichts machen kann. Klar wird sofort die Notbremse ausgelöst. Nützen tut das nichts mehr. Ist vielleicht aber auch gut, wenn nicht noch über den Lokführer berichtet wird. Der spricht, wenn er darüber spricht, wahrscheinlich nur mit seiner engsten Familie (wenn überhaupt) und mit einem Psychologen darüber. Ein Reporter irgendeiner Klatschzeitung oder sebst wenn es die Süddeutsche wäre, braucht nicht mit ihm zu reden. Dem Journalisten geht es ja weniger um die Person selber, sondern mehr darum, einen möglichst auffallenden Artikel zu schreiben.
 
Viele solcher Zugführer haben danach ein solches psychisches Problem, das sie ihren Beruf nur noch schwerlich oder gar nicht mehr ausüben können. Man muss sich ja vorstellen, das er es auf sich zukommen sieht, aber nichts machen kann. Klar wird sofort die Notbremse ausgelöst. Nützen tut das nichts mehr. Ist vielleicht aber auch gut, wenn nicht noch über den Lokführer berichtet wird. Der spricht, wenn er darüber spricht, wahrscheinlich nur mit seiner engsten Familie (wenn überhaupt) und mit einem Psychologen darüber. Ein Reporter irgendeiner Klatschzeitung oder sebst wenn es die Süddeutsche wäre, braucht nicht mit ihm zu reden. Dem Journalisten geht es ja weniger um die Person selber, sondern mehr darum, einen möglichst auffallenden Artikel zu schreiben.

ich find es schade, dass ihr alle die Medien so verteufelt.
Sicher, muss sich ein Artikel verkaufen, aber deshalb sind noch längst nicht alle Journalisten sensationsgeile Arschlöcher...
Viele, und ich geh soweit und sage die meisten, sind Idealisten, die diesen Beruf ergriffen haben, weil sie etwas bewegen wollten, weil sie die Gabe haben sich mitteilen zu können.
Und ich finde, bisher ist wirklich sehr behutsam mit dem Thema umgegangen worden!
Schwarze Schafe gibt es überall- und sollange deren Mist gelesen wird, wird es sie auch weiter geben!
 
Bin heute aus London wieder gekommen und auch dort habe ich einige Stimmen gehört, die der Familie und dem Verein alles Gute wünschen und sehr betroffen sind und waren.
 
Der Zugfahrer wird aufjeden Fall lange unter Schock stehen, da er einen Menschen überfahren hat, ohne dafür etwas gekonnt zuhaben.
Machen konnte der Zugfahrer natürlich nichts mehr, auch mit Notbremse. Bis so ein Zug zum stehen kommt ist die Person auf den Gleisen schon tot.
 
ich find es schade, dass ihr alle die Medien so verteufelt.
Sicher, muss sich ein Artikel verkaufen, aber deshalb sind noch längst nicht alle Journalisten sensationsgeile Arschlöcher...
Viele, und ich geh soweit und sage die meisten, sind Idealisten, die diesen Beruf ergriffen haben, weil sie etwas bewegen wollten, weil sie die Gabe haben sich mitteilen zu können.
Und ich finde, bisher ist wirklich sehr behutsam mit dem Thema umgegangen worden!
Schwarze Schafe gibt es überall- und sollange deren Mist gelesen wird, wird es sie auch weiter geben!

Ich will auch nicht die Medien verteufeln. Es ist auch verständlich, dass die Artikel eben "interessant" sein müssen. Wollte eigentlich nur aussagen, das es für den Lokführer nichts bringen würde.
 
Ich will auch nicht die Medien verteufeln. Es ist auch verständlich, dass die Artikel eben "interessant" sein müssen. Wollte eigentlich nur aussagen, das es für den Lokführer nichts bringen würde.

ich kann mir auch kaum vorstellen, dass ein Interview mit den Medien dem Zugführer viel bringen würde.

Nur mal so zur Info- ich hab auch gestern Abend in den finnischen Medien gute Artikel gelesen.
Das wird um die Welt gegangen sein- zumindest in Europa kennt man ihn und vergisst ihn so schnell nicht.
 
Doch es können einige hier nachvollziehen, nämlich alle diejenigen die hier in diesem Thread schon von ihren persönliches Erfahrungen mit Depressionen erzählt haben!!
Da halte ich gegen. Diese Leute können sich auch nur ihren Teil denken, weil sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, aber ich behaupte mal, dass hier niemand genau weiß, was genau in seinem Kopf vorging.
 
Back
Top