Ein ganz großes Armutszeugnis, dass dem Verein FC Schalke 04 dort ausgestellt wird und ein noch größeres Armutszeugnis der lokalpatriotischen Politik.
Der Fehler, den die Politik, vor allem allerdings die Landesregierung begangen hat ist der, dass diese sich zu einer Landesbürgschaft i.H.v. 92.032.538,62 Euro verleiten ließ und so zum Spielball des Vereins wurde.
Wie man diese Bürgschaft für Schalke aussprechen kann und allen Ernstes davon ausgeht, das auf Schalke dann mit diesem Geld verantwortungsvoll gewirtschaftet wird!
Für mich ist ein solcher Vorgang nur mit sachfremden Erwägungen zu erklären.
Hier hat sich die Politik auf ganzer Linie erpressbar gemacht.
Solangsam wird mir jedenfalls klar, dass auf Schalke die Lichter schon viel länger hätten ausgehen müssen. Aber, es gab scheinbar ein paar Politiker, die an Schalke gebunden wurden (Peter paziorek) und es möglich machten, an die "ganz großen Geldtöpfe" ohne entsprechende Gegenleistung heranzukommen. An Geldtöpfe, die eben nicht an Renditestreben orientiert sind.
Hier eine kleine Randnotiz aus einem der Artikel aus der Welt:
Zitat:
Der Vorgang ist aus zwei Gründen pikant. So ist der in Gelsenkirchen gebürtige CDU-Politiker einer von fünf Mitgliedern im Schalker Ehrenrat. Bis 2006 saß er außerdem im Aufsichtsrat des Vereines. er weiß also besser als andere über die Schalker Probleme bescheid. Zudem hat die Landesregierung der Arena Gesellschaft im Jahr 1997 eine Landesbürgschaft gewährt, um damit die Baukredite der Hamburgischen Landesbank abzusichern. Sollte Schalke und damit in Folge die Arena Besitzgesellschaft Pleite gehen, kann die Bank das Land über die Bürgschaft in Anspruch nehmen. Die Bürgschaft wurde über 92.032.538,62 Euro bewertet, wie aus Bilanz-Unterlagen des Vereins hervorgeht.
Die Herren, die die Geschicke auf Schalke leiteten und womöglich sogar mit diesen Machenschaften vorhatten, Meister zu werden, konnten dies nur, weil sie sich auf Kosten der Gesellschaft Vorteile gegenüber ihren Mitbewerbern verschaffen konnten.
Die Leistungen der letzten Jahre sind nicht auf gute Managementleistungen oder ähnliche ehrenwerten Züge zurückzuführen, sondern eher darauf, dass man Politiker zu Vereinbarungen "überreden" konnte. Diese ermöglichten einen Handlungsspielraum in finanzieller Hinsicht, über den selbst die Buyern gestaunt haben werden. Der ehrenwerte Teil, auf den man stolz sein könnte, nämlich die eigene Arbeit, wurde mit einer solchen Bravour geleistet, das man es geschafft hat, alle "hart erarbeiteten" Vorteile in kürzerster Zeit zu vernichten und jetzt aktuell mit dem Rücken an der Wand steht.
Bitte versteht mich nicht falsch, aber ich würde es gerne sehen, wenn Schalke diese Saison auf Platz 6 abschließen würde und einen Neuanfang beginnen darf. Es wird nicht der Fall sein. Schalke wird zumindest die Qualifikation für die Euroleague schaffen, aber es ist an der Zeit, dass das Schalker Management mal mit seinen "Lügenmärchen" aufräumt und das wird nur der Fall sein, wenn man auch in dieser Saison auf dem "Gesicht" landet. Wen dem so wäre, bin ich gespannt auf die Statements nach der Saison.
Außerdem hoffe ich auf die Journaile, die jetzt hoffentlich unnachgibig weiter forschen wird und auch das Beziehungsgeflecht auf politischer Ebene hinterfragt und Entscheidungswege offenlegt.
Wie eine Anstalt öffentlichen Rechts sich in die Arena auf Schalke durch 25,5 Mio Euro einkauft und dadurch einen Großteil der Schulden mitübernimmt und zudem noch die Zustimmung eines Regierungspräsidenten erhalten kann ist mir schleierhaft.
Überall wird davon gesprochen, Subventionen abzubauen. Im Ruhrgebiet geht man nun sogar dazu über den Profifußball zu subventionieren. Die glauben doch nicht im Ernst, dass sie das dem FC Schalke 04 zur Verfügung gestellte Kapital jemals wieder sehen. Schließlich hat Schalke ja alle Zuschauereinnahme auf Jahre hinaus an Herrn Schechter abgetreten.