"Jahrelang habe ich keinen solchen Spieler bei Juventus gesehen", sagte Torwart Gianluigi Buffon über Diego, den die Turiner vor Saisonbeginn für 25 Millionen Euro von Werder Bremen verpflichtet hatten. Als "perfekte Operation" bezeichnete Juventus-Sportdirektor Jean-Claude Blanc den vergleichsweise günstigen Transfer. Was das Bundesliga-Publikum in den vergangenen Jahren erleben konnte, ruft nun in Italien besondere Verwunderung hervor: ein Spielmacher, der nicht nur kunstvoll Regie führt und Tore erzielt, sondern Bälle erkämpft, am eigenen Strafraum verteidigt und sich trotz mäßiger Körpergröße (1,74 Meter) die Gegner mit enormer Muskelkraft vom Leib hält.
"Er hat nicht nur Fantasie und Technik, sondern spielt konkret und hilft hinten aus", freute sich Buffon. Von Alessandro Del Piero, der zusammen mit David Trezeguet gegen Rom auf der Bank saß, ist der Juventus-Torwart derartiges weniger gewöhnt. Platini, Zidane, Maradona - das sind die Namen, mit denen "König Diego" (Corriere dello Sport) bereits nach seinem zweiten Punktspiel in Italien verglichen wird.