Hatte ich ja schon 100 mal ausgeführt. Es geht nicht um das blanke formulieren von Zielen, sondern um eine gelebte Erfolgskultur, die kommunikativ und durch konkludentes Handeln vor allem Öffentlich gelebt wird. Mir braucht hier keiner mit irgendwelchen supergeilen internen Gesprächen kommen, das ist sowieso jeden Tag business as usual, sonst wäre es ja fahrlässig. Es geht darum was der Verein nach außen ausstrahlt und das ist genau das was gänzlich fehlt. Die Kommunikation von Werder wirkt schläfrig, genügsam, ängstlich und angepaßt. Da ist weder Feuer noch Erfolgswille noch Hunger oder irgendetwas anderes zu spüren. Und genau so ein Klima fördert eben nicht die Extrameile, sondern konserviert eine Kultur des Versteckens und im Zweifel des untertauchens. Jeder Spieler muß wissen in welchem Verein er hier spielt und das wissen se auch. In einem Verein der Ziellosigkeit und Erfolgslosigkeit duldet. Wird vielleicht mal Zeit etwas mehr abzuverlangen und das geht NUR über das Außenbild des Vereines und das geht nur über öffentliche Kommunikation!Ganz ehrlich, das mit der Erfolgsausrichtung ist doch Quatsch.
Da geht doch kein Spieler auf den Platz und sagt sich : Ist ja egal wenn ich heute nix leiste ,ich spiel ja bei Werder.
Je besser jemand ist,umso besser für ihn.Umso mehr Gehalt,umso eher ein finanziell besseres Angebot von anderen Vereinen,Nominierungen in Nationalmannschaften.Ich behaupte jeder Spieler hat Ehrgeiz,möchte gerne europäisch oder um Titel spielen.
Unsere Spieler sind eben limitiert,deswegen spielen sie ja nicht bei Bayern.
Wenn Werder nächstes Jahr als Ziel Champions League Platz ausgibt,sind dann alle Spieler deswegen ehrgeiziger oder spielen besser ? Glaub ich kaum.
Emotionsloser Mist ist das der da vorgelebt wird. Es fehlen alle Zutaten, die den Fußball ausmachen .... Brennende Leidenschaft, Mut, Ärger und Ehrgeiz. Alle Emotionen werden gekonnt ausgeblendet, nur um die öffentliche Erwartungshaltung kleinzuhalten. Da hat ja jede Yoga Stunde mehr Emotion in sich als die Kommentare dieses Vereins. Sachlichkeit ist gut bei der Entscheidungsfindung, aber ganz sicher nicht bei der Motivation. Das ist seit über 15 Jahren fester DNA Bestandteil des Vereins und wer glaubt das sich das nicht auf die Leistungsbereitschaft des spielenden Personals auswirkt, der irrt sich gewaltig. Werder wirkt auf dem Platz in seinen Heimspielen genauso wie es die Führung vorgibt. Genügsam und ängstlich und am Ende wird eh alles relativiert, um das höchste Gut zu bewahren "Die Ruhe". Ich dachte immer das höchste Gut eines Vereines wäre "Erfolg".
Zusammen mit den Komponenten "nur interne Besetzungen" und "kein Risiko bei Transfers" ist es das trio infernale für jeden Fußballverein. Für mich als Fußballfan ein total langweiliger Verein, der ausschließlich noch Emotionen aus der Vergangenheit hervorruft. Sehr schade, das schon die zweite Generation an Führungskräften scheinbar nicht bereit ist neue Erfolgsgeschichten zu schreiben, sondern lieber die alten total überholten Muster der Abverwaltung bedient.
PS... das ist nur Kritik an dem was der Verein mir öffentlich zeigt, fußballerisch und auch vom Erscheinungsbild her. Ich maße mir nicht an auch nur im entferntesten die Finanzen zu kennen oder zu wissen was die intern besprechen. Ich rede hier über das für alle ersichtliche Außenbild des Vereins. Wenn se intern die Meisterschaft ausrufen oder nur 3 Euro 50 auf Konto haben kann das alles sein. Zudem kann es sein das Fritz sich den Allerwehrtesten aufreißt jeden Tag und Niemeyer ein echter Leader ist und der Klausi ein Zahlenjongleur vor dem Herren und der Präsident Grunewald der leidenschaftlichste Fußballfanatiker aller Zeiten. Kommt nur leider null an bei mir als Fan, weil die wichtigste Zutat fehlt, ... nämlich sich zum Erfolg zu bekennen und diesen durch konkludentes Handeln und kommunizieren auch voranzutreiben.....
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