Gesamtsituation der Mannschaft

Klar, we

Wenn Du niemanden mehr hast, der jeden Ball den er bekommt eigensinnig aufs Tor ballert und nie den Nebenmann sieht, dann funktioniert das besser. Man hat klar gesehen, dass die Jungs können, wenn der Störfaktor weg ist.

Er ist ein Faktor.

Es war aber auch richtig, ihn erst später ein zuwechseln. Das war wohl der Hauptgrund dafür warum es mit dem Spielaufbau nicht so geklappt hat.

Wenn man in Führung liegt, dann kann man im Umschaltspiel auf sein Tempo setzen, dass passt besser als von Beginn an.
 
In den verbleibenden 9 Partien treffen wir noch u.a. auf Leipzig, Stuttgart, Hoffenheim und Dortmund, sowie auf 5 weitere Teams die alle, bis auf Augsburg, noch um den Klassenerhalt spielen. Bereits nächsten Sonntag wird es die erste harte Herausforderung im Kampf gegen den Abstieg geben, denn die Mainzer sind eine harte Nuss die es zu knacken gilt und im Anschluss daran direkt die Wölfe unter neuem Trainer, auch nicht gerade ein Selbstläufer. Weiterhin 5 Stammspieler mit 4 gelben Karten vorbelastet und einer langen Verletztenliste, die zusammengenommen, stellen ein erhebliches Risiko für die gerade erst wieder an Selbstvertrauen erstarkte Truppe dar. Gestern hat sich nur Topp unreif genug gezeigt, in nur wenigen Minuten eine gelb-rote Karte zu riskieren, aber auch Stage sollte sein Temperament zügeln, gerade auf ihn möchte man nur ungern verzichten und das sollte er wissen.

Genial war gestern vor allem Thioune, der nicht nur zum richtigen Zeitpunkt die dringend notwendigen Wechsel durchführte, sondern mutig genug war, mit Bittencourt und Malatini einen ungewöhnlichen Umbau der Mannschaft vorgenommen zu haben. Mit Bittencourt kam genau der Spieler, der bei eigener Führung das Spiel im Mittelfeld ordnete, an dieser Stelle für das nötige Übergewicht sorgte und neben Deman, Puertas und Stage, der auffälligste Spieler war.

Es wird Zeit, dass Coulibaly wieder fit wird und wir auf Malatini verzichten können. Auch Sugawara läuft seiner Form zum Beginn der Saison noch deutlich hinterher, ob man wirklich 6 Millionen in ihn investieren sollte ist fraglich und käme auch darauf an, ob sich Weiser noch einmal erholen und zur alten Stärke finden wird.

Ansonsten gibt es wenig über die Mannschaft zu meckern, das sieht alles sehr viel selbstbewußter aus und stellt sich die Frage, wie viele Tore man hätte schießen können, hätte man einen richtigen Stürmer. Nachdem die Ecken nun deutlich besser kommen sollte man nochmals an der Schußtechnick arbeiten. Die Anzahl an Bällen die über das Stadiondach fliegen haben deutlich zugenommen, Sugawara, Schmid, Bittencourt, Grüll etc. sollten unbedingt an diesem Sondertraining teilnehmen.
 
Und ich frage mich immer noch, warum man wieder viel zu lange an einem Trainer festgehalten hat, der nicht passt. Spätestens nach dem HSV- Spiel war es doch klar, dass es mit Steffen nichts mehr wird und allerspätestens vor der WP hätte man reagieren müssen.
Die Frage muss eher lauten, warum die Einstellungskriterien - u.a. keine Erstligaerfahrung => billig - nach so vielen Fehlgriffen in Kombination mit zu langem Festhalten an den jeweiligen Trainern scheinbar nicht kritisch durchleuchtet werden?
 
der kicker rechner berücksichtigt werder's wiedererstarkung mit 37 punkten am ende, platz 11, vor dem hsv (36), leipzig 5. (also ziel nicht erreicht) st.pauli relegation und wolfsburg "tschuess" - alle tips ohne grün-weiße brille!
 
Die Frage muss eher lauten, warum die Einstellungskriterien - u.a. keine Erstligaerfahrung => billig - nach so vielen Fehlgriffen in Kombination mit zu langem Festhalten an den jeweiligen Trainern scheinbar nicht kritisch durchleuchtet werden?
Ich denke, dass man hier schon unterscheiden muss. Das Festhalten an Kohfeldt hatte ganz andere Gründe als das Festhalten an Steffen.
Kohfeldt wollte man nicht rauswerfen, weil er zuvor 1,5 Jahre wirklich gute Arbeit geleistet hatte. Steffen wollte man nicht rauswerfen aus finanziellen Gründen (in erster Linie).

Generell hat Werder ja Trainer durchaus rechtzeitig rausgeworfen, siehe Dutt, Skripnik, Anfang, Nouri, nur eben diese beiden nicht. Bei Kohfeldt konnte ich das zum Teil noch verstehen, bei Steffen rein gar nicht. Der hatte gar nichts geleistet. Einziger Leistungsnachweis -> Coulibaly. Wobei ich dem sogar zutraue, dass er auch unter Ole oder Daniel den gleichen Weg gegangen wäre.


Das "günstig, ohne Erstligaerfahrung" scheint ja einfach nicht zu stimmen. Sonst wären nicht die Bo´s im Rennen gewesen. Am Ende geht es dann wohl um Konzept, Kosten und Machbarkeit. Würde ich nicht zu hoch hängen. Irgendwelche Trainer zu holen, deren Erstligaerfahrung auf einem Club basiert, halte ich auch nicht für zielführend.
 
Die Gesamtsituation ist aktuell schon gut...Nicht auszudenken, wir hätte die beiden Spiele verloren...Dann hätten wir 19 Punkte, wären hinter Wolfsburg und 5 Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.
 
Ich denke, dass man hier schon unterscheiden muss. Das Festhalten an Kohfeldt hatte ganz andere Gründe als das Festhalten an Steffen.
Kohfeldt wollte man nicht rauswerfen, weil er zuvor 1,5 Jahre wirklich gute Arbeit geleistet hatte.
Ist grundsätzlich ein Argument. Aber bei Werder "rollen" die Köpfe eher vergleichsweise spät, was per se nicht falsch ist. Jedoch verkehrte sich dieser Trainerbonus leider zu oft ins Gegenteil; d.h. eine Trennung wurde so lange herausgezögert, so dass das Kind immer tiefer in den Brunnen fiel und der jeweilige Nachfolger einen noch größeren Scherbenhaufen zu beseitigen hatte.

Steffen wollte man nicht rauswerfen aus finanziellen Gründen (in erster Linie).
Ist ebenfalls im Grundsatz ein Argument. Doch wenn das lange Festhalten an HS (auch) finanzielle Gründe hatte, warum wurde er in Anbetracht der Ausgangslage dann gleich mit einem zeitlich üppigen Dreijahresvertrag ausgestattet? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Gerade unter dem Aspekt, dass bei 4 der 6 direkten Vorgänger von HS die Amtszeiten bereits nach weniger als 2 Jahren vorzeitig beendet waren?
 
Aber bei Werder "rollen" die Köpfe eher vergleichsweise spät,
Darauf wollte ich hinaus. Das traf auf Kohfeldt und Steffen zu, aus unterschiedlichen Gründen. Ich will jetzt nicht 100 Jahre zurückschauen. Ich kann mich nur bis Schaaf zurückerinnern.
Schlaf könnte man vielleicht noch zählen.


Doch wenn das lange Festhalten an HS (auch) finanzielle Gründe hatte, warum wurde er in Anbetracht der Ausgangslage dann gleich mit einem zeitlich üppigen Dreijahresvertrag ausgestattet? Das ist doch ein Widerspruch in sich.
Hm? Das Eine ist die Einstellung, das Andere die Entlassung.
 
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