Der gescholtene Ole Werner, hat auch mal je nach Gegner anders spielen lassen und ggf. bei schlechter Partie einen ekligen Sieg oder Punkt mitzunehmen
Hat er, aber im Grundgerüst hat er immer identisch aufgestellt. "Nur" die Ausrichtung und Taktik auf dem Platz war unterschiedlich. Da war Werner in der Tat viel flexibler (teilweise zu flexibel bzw. zu verkopft) als ihm häufig nachgesagt worden ist. Die Frage für einen Verein wie Werder ist einfach, ob man sich einen sehr teuren Ersatzspieler für wenige Ausnahmefälle leisten will. Ich komme erneut zurück auf den Trainerwechsel. Wenn man sich gegen Ole Werner(s Wünsche) und für Horst Steffen und dessen Systemwechsel (das wird man vorher so besprochen haben) entscheidet, entscheidet man sich gegen Ducksch. Sich gegen Ducksch zu entscheiden, taktisch, heißt aber auch, man braucht keinen Ersatz. Vielleicht wäre es besser gewesen ein weiteres Jahr mit zwei Stürmern zu spielen und Ducksch dann ablösefrei gehen zu lassen. Aber spielt das der gewünschten zukünftigen Ausrichtung in die Karten, wegen der man sich von Werner getrennt hat? Ich habe das Gefühl, dass Werder hier eine Grundsatzentscheidung getroffen hat. Und die sollte diesmal besser auch sitzen.


