Bremen
Moderator
Mit HS haben wir nominell den richtigen Trainer für den Werder-Weg. Drücken wir allen Beteiligten die Daumen, dass das Vorhaben gelingt.
OW hat 3.5 Jahre mit dem vorhandenen Spieler-Material gearbeitet, die sportlichen Erfolge können sich sehen lassen. OW stand aber offenbar weniger für das, was sich Werder erwünscht: Ausbildung eigener Spieler. Für ihn ergab sich ein Widerspruch aus dem Anspruchsdenken des Vereins, einerseits Jugendausbildung, andererseits sportlicher Erfolg. Ich denke, in der Beziehung wird OW dazulernen (müssen). Für mich ist das auch ein Ausdruck der Erfahrung und des Zutrauens in sich selbst und in andere. Bislang erschien es so, als galt für Ole in erster Linie der Grundsatz "Safety first" und das Vertrauen in erfahrene Spieler.
Ich hoffe ebenfalls, dass mit HS als Chefcoach auch der Nachwuchs wieder besser gefördert wird. Jedoch sollten wir uns nicht der Illusion hingeben, dass es mit der Verpflichtung eines Trainers, der in der Förderung von Nachwuchsspielen sich bereits bewährt hat, es alleine getan sei. Denn beginnend mit der späteren KATS-Ära bis hin ist bei unserer Nachwuchsförderung sehr viel Porzellan zerschlagen worden, und somit Werder mit dem Fernglas... Astronomenteleskop von hinten z.B. Freiburg und Mainz dorthin zuwinkt, wo Werder vor ca. 20 Jahren noch selber stand. HS wird hoffentlich ein elementarer Baustein sein, um die Talentförderung wieder auf Vordermann zu bringen was wahrscheinlich auch dazu beitrug, dass OW nicht so häufig Nachwuchsspieler einsetzte, wie es für eine zielführende Nachwuchsförderung erforderlich gewesen wäre. Aber das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur dann von Erfolg gekrönt werden sein, wenn beginnend mit dem Scouting bis hin zur Heranführung der Talente an die Profis jeder einzelne Stein mit kritischem Auge umgedreht wird und, wo erforderlich, Kurskorrekturen vorgenommen werden.
