Bremen
Moderator
Dieser Logik nach müsste ja bei den Sportarten mit kaum planbarer Übertragungszeiten die Nachfrage für Werbe-Sendezeiten im TV niedrig sein. Und somit müssten dieser Logik nach deren Übertragungsrechte relativ günstiger zu bekomm sein. Dann wollen wir doch mal anhand dieser Quelle vom August 2024 vergleichen, was für TV-Rechte pro Saison bezahlt wird:Viel mehr aber wiegt das unwiderlegbare Argument, dass sich die Länge der Spiele hinzöge, Übertragungen kaum noch planbar wären (inkl. Werbung etc.) und das will niemand haben. Mir will gerade nicht einfallen, was für diese Lösung spräche.
Planbare Übertragungen Fußball:
Premier League: 1,95 Mrd. € p.a.
Bundesliga: 1,16 Mrd.€ p.a.
Nicht planbare Übertragungen:
NBA 76 Mrd. US-$ = 68,36 Mrd. € für 11 Jahre = 6,22 € p.a.
NFL 125,5 Mrd. US-$ = 110 Mrd € für 11 Jahre = 10 Mrd. € p.a.
Ziemlich deutlicher Unterschied, oder?
Zudem ist bei der NFL gemäß oben verlinkten Quelle zu berücksichtigen:
Doch damit nicht genug: Wie durch US-Medien bekannt ist, hat die NFL Optionen, aus den eigentlich bis 2033 gültigen Verträgen vorzeitig auszusteigen. Das kann mit den Anbietern Amazon, CBS, FOX und NBC nach der Saison 2029 geschehen, mit ABC/ESPN nach 2030. Sollte es so kommen, würde das der Football-Liga noch stärkere Verhandlungspositionen ermöglichen und am Ende größere Summen. Warum? Weil die traditionellen Sender Konkurrenzangeboten standhalten müssten - hier wird vor allem oft der Tech-Gigant Apple (Streaming-Dienst Apple TV+ bereits vorhanden seit November 2019) als möglicher Einsteiger in Sportübertragungen genannt.
Und das bei einer Sportart, die sich in der Länge hinzieht, so dass Übertragungen kaum noch planbar sind (inkl. Werbung etc.) und somit will niemand haben will...?Auch ein weiterer Player ist außerdem schon mit einer frischen Summe an Geld eingestiegen. So hat die NFL zuletzt ein Weihnachtspaket geschnürt - und Netflix als Streaming-Gigant hat angebissen. Das bereits 1997 gegründete Unternehmen hat sich die Rechte für die zwei prestigeträchtigen Partien am ersten Weihnachtsfeiertag 2024 gesichert - das Duell der Kansas City Chiefs (amtierender Super-Bowl-Champion) mit den Pittsburgh Steelers sowie der Vergleich zwischen den Baltimore Ravens und Houston Texans. Auch in den folgenden beiden Jahren will der Anbieter Spiele an Weihnachten zeigen. Pro Spiel fließen hier offenbar 75 Millionen US-Dollar.
Somit ist dein "unwiderlegbares Argument" widerlegt. Und das sogar ziemlich deutlich

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