Ich habe zuvor auf einen anderen Beitrag geantwortet. Das passt aber auch in Teilen hier ganz gut hier. Ich versuche die Antwort etwas kürzer zu haten, weil ich noch zwei seiten weiterlesen möchte.
"Ich denke wir deuten da einfach fundamental unterschiedlich, wo Werder in der Nahrungskette steht, besonders in den "goldenen Jahren", denn auch da waren wir ein kleiner Verein. Wir lebten und leben davon Spieler zu vergolden, um in der Liga eine Chance zu haben überhaupt zu bestehen, seit dem Abstieg leisten wir darin wieder deutlich überdurchschnittliche Arbeit. Das wir sogar mal so gut überlebt haben, dass es für Meisterschaften gereicht hat ist erstaunlich. Doch diese Abnutzungsschlacht mündet mittelfristig naturgemäß darin, dass die Großen die Kleinen fressen. Es ist ja nicht so, dass wir in einem luftleerem Raum agieren würden. Wir machen Fehler und "die anderen" leisten grandiose Arbeit oder umgekehrt und manchmal haben wir auch einfach nur Glück oder Pech. Um finanziell mit den Frankfurtern auf Platz 6 aufschließen zu können, müssen wir pro Jahr einen Transferüberschuss von 150 Millionen € erwirtschaften."
Ich glaube man kann "Geld" nicht einfach, bzw. nur bedingt durch "Kreativität und gute Finanzpolitik" ersetzen. Ich komme mit meinem Bürgergeld gut hin, so lange die Waschmaschine nicht kaputt geht. Es ist schlicht nicht erwartbar, dass wir mit günstigerem Personal auf allen Ebenen permanent bessere Arbeit leisten, als alle unsere Konkurrenten, national wie international. Ja wir hätten mehr aus den goldenen Jahren machen müssen, der Sturz hätte nicht so so einem harten Aufprall führen dürfen, dass ist völlig richtig. Die Richtung war aber immer vorgegeben. Es gibt inzwischen 6-7 Vereine in der Liga, die wir vermutlich nie dauerhaft hinter uns lassen werden und eine gute Handvoll Vereine mit mehr Potential, als Werder es hat, warten hinter uns darauf, dass da mal Ruhe und Kompetenz einkehrt, um uns hinter sich zu lassen.