Naby Keïta (Ferencvárosi TC)

Keita hat vor nicht so langer Zeit noch in einem CL-Finale gestanden und dann soll sein Körper so schnell so runter sein, dass es einfach nicht mehr geht? Mir fällt das aus der Distanz schwer zu glauben, wie muss es ihm selbst gehen, mit seinen nicht mal 30 Jahren?
Klingt in der Tat einerseits eigenartig. Andererseits wäre es bei laienhafter Sicht aus der Distanz nicht verwunderlich, wenn bei den vielen, zum Teil langwierigen Verletzungen von Keita sein Körper irgendwann mehr oder weniger plötzlich ein "Rien na va plus." von sich gab, auch wenn dieser nach bürgerlichen Maßstäben noch vergleichsweise jung ist. Kannst du als Mediziner hier etwas Licht ins Dunkle bringen @syker1983 ?
 
Es war doch aus dem Umfeld zu hören, dass Keita ziemlich trainingsfaul wäre. Vermutlich haben ihn die Verletzungen einfach so sehr zurückgeworfen, dass er nicht mehr auf dem Fitnessstand ist, der für die Bundesliga notwendig ist und das kriegt man nur wieder ins Lot, wenn man entsprechend trainiert. Wenn er das nicht tut, weil er nicht checkt, dass das Problem bei ihm liegt...
Und an der Startelfforderung gegen Leverkusen merkt man wie sehr er sich selbst überschätzt.
 
Klingt in der Tat einerseits eigenartig. Andererseits wäre es bei laienhafter Sicht aus der Distanz nicht verwunderlich, wenn bei den vielen, zum Teil langwierigen Verletzungen von Keita sein Körper irgendwann mehr oder weniger plötzlich ein "Rien na va plus." von sich gab, auch wenn dieser nach bürgerlichen Maßstäben noch vergleichsweise jung ist. Kannst du als Mediziner hier etwas Licht ins Dunkle bringen @syker1983 ?
Keïta ist jetzt 29 Jahre alt, er hat jahrelang auf einem sehr hohen Niveau Fußball gespielt, da finde ich es normal, daß der Körper einfach nicht mehr kann/nicht mehr will. Viele haben es schon erfahren, daß Dinge, die früher selbstverständlich waren, mit zunehmendem Alter nicht mehr machbar sind. Ob es jetzt das banale Besäufnis ist, wo man am Morgen danach sich kurz schüttelt und danach seinen Job macht, ob es der Fußball im Herrenbereich ist, wo man nach 3 wirklichen Trainingseinheiten über die Woche sich zum Punktspiel schleppen muss oder der Job selber, wo man nach für sich üblichen normalen 10-12 Stunden-Arbeitstagen plötzlich ausgebremst wird und erkennen muss, daß sich was ändern muss. Um auf Keïta zurückzukommen, vielleicht hat er einfach nicht mehr den Mumm, sich nach Verletzungen auf den Platz zu schleppen, um sich wieder in den Kreis der Mannschaft zu bringen, er aber auch nicht selber erkennen kann, das es für ihn nicht mehr reicht.
Wie bei so vielen Menschen, sitzt das Problem wie bei Keïta zwischen den Ohren.
 
Tja, aus dem Wechsel wird wohl nix mehr..Die ständigen Verletzungen ( kann man nix für ,wenn einige auch dubios waren ) sind das eine,die fußballerische Quali ne andere.Seine ersten 8 Minuten bei Werder waren eine Augenweide,da hatte ich Hoffnung.Dann wurde es svhlechter und als er nach vielen Wochen nochmal für ,ich glaub so knapp 30 Minuten kam,da schleppte er sich über den Platz. Keine Impulse,keine Sprints,kein Zweikampf,gar nix..Für ein Promi und Traditionsmannschaftsspiel okay,aber eben Welten von Bundesliga..Und die Konsequenz ist eben die Bank...Das haben viele gesehen..Aber anscheinend er nicht,weil sein Selbstbild ein anderes ist . Auch komisch,daß er bei Werder immer verletzt war,bei Länderspielen nicht .Beim Afrika Cup ist er Nationalheld,fühlt sich wohl und glaubt vielleicht auch deshalb das er hier in die Mannschaft gehört .Hab vom Afrika Cup nix gesehen,aber das Niveau der Vorrunde soll auch sehr überschaubar gewesen sein..Er kommt möglicherweise mit Vorfreude zurück,und dann ist er hier ganz hinten dran..Und dann erfolgt so eine Bus Aktion .Aber selbst wenn man diesen Fehler aus Frust macht, sollte man sich nicht entschuldigen ? Ist wohl nie passiert.Das Handtuch ist zerschnitten,sonst würde er zumindest mit der Mannschaft trainieren. Im für ihn schlimmsten Fall kassiert er Kohle bis Vertragsende. Und geht dann in die Heimat,bekommt dort einen Job im Verband oder wird Nachwuchstrainer...Aber seine Profikarriere scheint durch zu sein,schade...Fun Fact..Selbst Oliver Burke hat mehr für Werder geleistet..
An Keita wird man sich durch seine Verweigerungsaktion erinnern,bei Burke an den sensationellen Siegtreffer gegen Dortmund...
 
Ab 25 Jahre baut der Körper langsam ab, so habe ich das im Bio-Unterricht gelernt. Seitdem hat Keita häufiger Muskelverletzungen. Es gibt Spieler, die solche Probleme durch Ernährungsumstellung und durch Fitness- und Krafttraining in den Griff bekommen haben. Dazu gehört eine gewisse Disziplin und Lebensweise. Andererseits hat die Geschwindigkeit und Intensität im Fußball in den letzten Jahren weiter zugenommen. Vielleicht reicht es bei seinem Körper nicht mehr für diese neue Leistungsintensität. Dafür gibt es auch Beispiele bei Spielern. Ich weiß nicht, wie er lebt und ich weiß nicht, ob der Verein ihm Beratung in diesem Sinne angeboten hat.
 
Wie bei so vielen Menschen, sitzt das Problem wie bei Keïta zwischen den Ohren.

Das glaube ich auch aber ich meine das nicht negativ oder abwertend ihm gegenüber. Es gibt Menschen wie Bargfrede oder Füllkrug, die immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen worden sind und immer wieder zurück kommen. Speziell beim Grafen hätte es mich nicht gewundert, wenn er irgendwann frustriert das Handtuch geworfen hätte. Es muss unglaublich frustrierend und im Wortsinn deprimierend sein, zu wissen über was für ein Talent man verfügt aber immer wieder gebremst zu werden weil dein Kapital, der eigene Körper, nicht mehr mitmacht. Irgendwann bringst du nicht mehr die Kraft auf. Aber das muss man sich erst mal eingestehen. Ich kenne so einen Fall übrigens persönlich, der war etwa ein Jahr lang -laut eigener Aussage- zunehmend unausstehlich weil aus Frust Selbstmitleid wurde und er dies an anderen ausgelassen hat. Bis zum dem Punkt als die Einsicht kam: So geht es nicht weiter.
 
Ich kenne so einen Fall übrigens persönlich, der war etwa ein Jahr lang -laut eigener Aussage- zunehmend unausstehlich weil aus Frust Selbstmitleid wurde und er dies an anderen ausgelassen hat. Bis zum dem Punkt als die Einsicht kam: So geht es nicht weiter.
Einen? .... da kenne ich Hunderte, bei denen Unzufriedenheit/Selbstmitleid zu Unausstehlichkeit wurde ..... :D ..... allerdings aus unterschiedlichsten Gründen. Meistens endet das in Externalisierung (immer der andere ist schuld). Na wenigstens hat Dein Bekannter gemerkt das es so nicht weitergeht. Die meisten würden sich lieber beide Füße abschneiden, als in die Innrevision zu gehen. Ist halt einfacher auf andere zu zeigen, als sich selbst Fehler einzugestehen, sich diese auch zu verzeihen um dann gereinigt positiver zu werden .....;)

Bei Naby geht wohl nur was über einen Kompromiss von beiden Seiten. Bei einem ungelösten Problem ist irgendwann eine der beiden Seiten eher bereit zu verhandeln .... mal sehen bei wem der Leidensdruck schneller steigt ....
 
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Meistens endet das in Externalisierung (immer der andere ist schuld). Na wenigstens hat Dein Bekannter gemerkt das es so nicht weitergeht.

Vermutlich ist das der Punkt an dem/durch den man unausstehlich wird. Der Unterschied zwischen Keita und meinem Bekannten ist Einzelsport vs. Mannschaftssport. Bei Letzterem kannst du irgendwie immer noch die Schuld beim Trainer suchen oder deinen unfähigen Mitspielern. Aber im Einzelsport...da geht es weniger um Schuld sondern nur die Frage wann man akzeptiert, dass die völlige Regeneration und die alte Leistungsfähigkeit nur eine Illusion ist.
 
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Eine wirklich unendliche Geschichte...Das den keiner mehr will verwundert doch nicht wirklich oder? Wenn Vertrag auflösen zu teuer ist dann soll der demnächst einfach wieder auf der Bank sitzen. Back Up von Schmid. Wenn er nochmal nicht in Bus steigt dann wird er wirklich raus geschmissen, ich würde Ihm noch ne Chance geben aber hab natürlich keine Ahnung was der überhaupt noch kann, man hat ja nicht viel von Ihm gesehen....
 
Das Problem ist doch, dass Keita ganz genau um seine Situation weiß. Es war kompletter Bullshit vom Verein, dass sie hier auf Zeit gespielt haben.
Nach seiner Rückkehr gab es nur zwei Optionen, Rückkehr ins Team-Training oder Vertragsauflösung. Da eine Auflösung zu teuer war, entschied man sich für das Spiel auf Zeit. Wo soll denn nun genau der Anreiz für Keita gewesen sein, irgendwo ein Angebot anzunehmen? Lieber aussitzen bis alle Transferfenster zu sind und dann für viel Geld Vertrag auflösen lassen und dann doppelt kassieren, in dem er woanders ablösefrei anheuert. Da Keita auch selbst kein Interesse an einer Rückkehr ins Team hatte, machte eigentlich nur eine sofortige Auflösung Sinn oder eine Knallhart-Ansage, dass er dann eben bis Ende seiner Vertragslaufzeit auf der Tribüne sitzen wird, die es bei Werder aber niemals geben wird. Glaubt ohnehin keiner.
Ich glaube nämlich nicht, dass Keita wirklich Bock auf Einzeltraining und Tribüne hat. Der Typ will kicken, ansonsten hätte er sicher nicht so einen Affen gemacht beim Leverkusen-Spiel.
 
ich würde Ihm noch ne Chance geben aber hab natürlich keine Ahnung was der überhaupt noch kann

Ich glaube Werner ist durch mit dem Thema und Keita auch. Das Tischtuch ist zerschnitten. Vorläufig jedenfalls. Vielleicht realisiert ja Keita irgendwann, dass er sich in eine Sackgasse manövriert hat. Hier spielt er nicht und auch sonst nirgendwo und wird es auch nie wieder wenn er so weitermacht. Und wenn der Groschen bei ihm fallen sollte, dann kann er sich möglicherweise wieder ganz hinten in der Schlange anstellen. Frage ist nur ob der Groschen fällt oder ob er auf einen Wintertransfer spekuliert. Meine vorsichtige Vermutung: Er wird erst nach dem Wintertransferfenster schnallen wo er steht und dann ist es für diese Saison ohnehin zu spät. Vielleicht kann sich Werner Amtshilfe von Kloppo holen? Der kennt seinen ex-Spieler ja mehr als gut und könnte mal versuchen ihm den Kopf zu waschen.
 
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