Ich glaube einfach, dass für Vereine wie Werder dieser Weg alternativlos ist. Die Liga selber wird doch immer bizarrer in ihrem Ausgabenverhalten. Die Bayern werden wahrscheinlich am Ende ein Transfervolumen von 150 Millionen € haben? Werder wird wie viele andere Clubs noch nicht einmal ein Zehntel dessen erreichen. Letzte Saison hat sich das auch massiv in dem Leistungsvermögen der Mannschaften widergespiegelt. Deswegen ist Werder auch auf Platz 9 eingelaufen. Die ganzen Clubs in dieser Range haben teilweise erhebliche Schwächen über die Saison offenbart. DA ist sang- und klanglos abgestiegen, Heidenheim hatte eine Overperformance, die mit den Abgängen schwerlich zu wiederholen sein wird.
Am Ende wird Werder wie die halbe Liga gegen den Abstieg spielen und je nach Verletzungspech muss man schauen, was am Ende rumkommt. Es wird kein Messi 2.0 kommen. Ich halte das jetzige Konzept mit Jungspielern auf jeden Fall mittelfristig für erfolgversprechender als das mit vermeintlichen Stars von den Bänken anderer Bundesligisten wie die letzten Jahre.
Allerdings wird auch Werder nicht umhinkommen, mehr Geld für Spieler zu investieren, weil die Auswirkungen der Bezahlung der Topspieler sich nach unten ausbreiten wird. Wenn beispielsweise ein Gnabry fast 20 Mio€/a bekommt, warum soll sich ein Spieler X in Bremen oder Mainz mit maximal einem Zwanzigstel begnügen?