Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

Gegendert wird schon immer (Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).
Und genau diese 'Schmalspur-Version' von Gendern ist exklusiv - es schließt Menschen aus.
Ob es um 10, 100 oder 100.000 geht, ist sekundär. Mit den (Achtung, Reizwort) binären Begrifflichkeiten werden Menschen aus der Sprache und aus dem Denken ausgeblendet, es bildet eben nicht die ganze Realität ab.
 
Ich zweifle diese Aussage einfach an. In meiner Lebensrealität gendert niemand (ich rede hier nur vom Sternchen, gell), niemand, egal ob jung oder alt macht eine Sprechpause. Niemand hat Bock darauf. Alle Umfragen die ich mitbekommen habe, egal wie genau die Frage lautet war jeweils über 70% anti. Kann man das nicht einfach mal annehmen? Ich verstehe es wirklich nicht. Also der "Mainstream" ... die Mainstream-Medien z.B. gendern ja. Das gefällt auch vielen nicht. Für mich ist es einfach nicht alltagstauglich.

Und jetzt läuft mir z.B. das über die Füße:
https://www.schwaebische.de/panorama/gendern-regeln-rechtschreibung-schule-uni-2679679
Und solange ich keine repräsentative Umfrage sehe, glaub ich nicht, dass soviele ernsthaft dagegen sind. Ich kenne auch wenige, die gendern, aber das bedeutet ja nicht, dass sie dagegen sind. Die meisten Menschen folgen einfach ihren Gewohnheiten.

Mal zu der SternTV-Umfrage bei RTL.
Da ist z.B. der Altersschnitt ziemlich hoch.
Mach die Umfrage bei Pro7 und du kriegst ein anderes Ergebnis.
Durchschnittsalter
1. Halbjahr 2022

ZDF 65
Das Erste 64
RTL 55
Sat.1 54
Vox 54
Kabel Eins 53
RTLzwei 51
ProSieben 44

https://m.dwdl.de/a/89032

Zumindest würde unsere "alter weisser Mann"-These dir im Grunde in die Hände spielen, denn diese Altersgruppe bildet ja den größten Anteil an der Bevölkerung, vor allem die Boomer.
 
:tnx:, dass du das nochmal betonst.

Es geht ja nicht darum, ob überhaupt gegendert wird. Gegendert wird schon immer (Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

Es geht um das Wie!

Und ich gehe auch davon aus, dass du - ebenso wie ich - nichts gegen Gleichberechtigung der Geschlechter (aller Geschlechter) hast.
NATÜRLICH NICHT! :lol: Wenn mich auch nur einer hier persönlich kennen würde... Aber stattdessen darf ich mich, in memoriam generisches Maskulinum, bei der Benennung als A****loch einfach mitgemeint fühlen. :beer:
 
Und solange ich keine repräsentative Umfrage sehe, glaub ich nicht, dass soviele ernsthaft dagegen sind. Ich kenne auch wenige, die gendern, aber das bedeutet ja nicht, dass sie dagegen sind. Die meisten Menschen folgen einfach ihren Gewohnheiten.

Mal zu der SternTV-Umfrage bei RTL.
Da ist z.B. der Altersschnitt ziemlich hoch.
Mach die Umfrage bei Pro7 und du kriegst ein anderes Ergebnis.
Durchschnittsalter
1. Halbjahr 2022

ZDF 65
Das Erste 64
RTL 55
Sat.1 54
Vox 54
Kabel Eins 53
RTLzwei 51
ProSieben 44

https://m.dwdl.de/a/89032

Zumindest würde unsere "alter weisser Mann"-These dir im Grunde in die Hände spielen, denn diese Altersgruppe bildet ja den größten Anteil an der Bevölkerung, vor allem die Boomer.
Naja, in die Hände spielen weiß ich jetzt nicht. Ich bin eh kein Fan davon, eine gesamte Bevölkerungsgruppe zu stigmatisieren oder verantwortlich zu machen. Ich weiß nicht, ob es überhaupt repräsentative Umfragen dazu gibt. Ich kenne eben nur diese Umfragen und mein eigenes Umfeld, plus eben Einiges an Meinungen aus der riesigen social Media Landschaft die wir nun mal eben haben. Ich sehe einfach nur Nachteile. Die Leute, die es propagieren bekommen es selbst nicht hin. Unter Anderem weil es teilweise nicht möglich und sprachlich falsch ist. Oder weil es halt, wie Du sagst, ungewohnt ist. Klingt richtig mies, aber mir wäre es lieber, wenn wir alle erst einmal auf einem gewissen Sprachniveau ankommen würden, bevor wir uns darüber Gedanken machen, alle sprachlich zu inkludieren, die in meiner Erfahrung, sich immer inkludiert gefühlt haben, bis irgendjemand mit dem Thema um die Ecke kam.
 
Naja, in die Hände spielen weiß ich jetzt nicht. Ich bin eh kein Fan davon, eine gesamte Bevölkerungsgruppe zu stigmatisieren oder verantwortlich zu machen. Ich weiß nicht, ob es überhaupt repräsentative Umfragen dazu gibt. Ich kenne eben nur diese Umfragen und mein eigenes Umfeld, plus eben Einiges an Meinungen aus der riesigen social Media Landschaft die wir nun mal eben haben. Ich sehe einfach nur Nachteile. Die Leute, die es propagieren bekommen es selbst nicht hin. Unter Anderem weil es teilweise nicht möglich und sprachlich falsch ist. Oder weil es halt, wie Du sagst, ungewohnt ist. Klingt richtig mies, aber mir wäre es lieber, wenn wir alle erst einmal auf einem gewissen Sprachniveau ankommen würden, bevor wir uns darüber Gedanken machen, alle sprachlich zu inkludieren, die in meiner Erfahrung, sich immer inkludiert gefühlt haben, bis irgendjemand mit dem Thema um die Ecke kam.

:top:
 
Klingt richtig mies, aber mir wäre es lieber, wenn wir alle erst einmal auf einem gewissen Sprachniveau ankommen würden, bevor wir uns darüber Gedanken machen, alle sprachlich zu inkludieren, die in meiner Erfahrung, sich immer inkludiert gefühlt haben, bis irgendjemand mit dem Thema um die Ecke kam.
Hatte exakt das Thema mit einer Germanistin. Wir kamen überein, dass da sowieso Hopfen und Malz verloren ist, da die deutsche Sprache inzwischen von Turkdeutsch (wie Kaya Yanar es nannte), Jugendslang und Denglish, sowie diversen Dialekten sowieso schon so durchgemixt wird, dass es das Deutsch sowieso nicht mehr gibt.
 
Gibt es irgendeine Umfrage, die das Gegenteil aufzeigt? Kann gerne unrepräsentativ sein.
Schwierig zu googlen würde ich sagen. Egal was man sucht, es führt einen zu immer der gleichen Debatte. Ist mir aber auch die Zeit nicht wert, da ja nicht repräsentativ. Bin mir aber sicher, dass es sowas gibt, wenn man bei entsprechenden Zielgruppen sucht.

Btw. wäre das Gegenteil ein klares Ja zum Gendern. Das existiert aber glaube ich nicht. Ich behaupte ja, dass es etwa gleich viele laute Gegner und Befürworter gibt, der Rest sich der Debatte enthält und dabei irgendeine Meinung hat, vielleicht sogar dagegen, aber eben "is mir eigentlich egal".
 
Hatte exakt das Thema mit einer Germanistin. Wir kamen überein, dass da sowieso Hopfen und Malz verloren ist, da die deutsche Sprache inzwischen von Turkdeutsch (wie Kaya Yanar es nannte), Jugendslang und Denglish, sowie diversen Dialekten sowieso schon so durchgemixt wird, dass es das Deutsch sowieso nicht mehr gibt.
Japp, das ist tatsächlich so, und ich geh da ja auch mit. Da verändert sich die Sprache einfach sowas von flüssig und nebenbei. Alles kein Problem. In einer Studienarbeit könnte man damit aber nicht rumkommen. :D Das Gender-Sternchen hingegen ist von Außen aufgezwungen. Kaum ein Mensch würde so sprechen, kaum ein Mensch möchte (wenn wir mal ehrlich sind) so sprechen. Das wird sich halt nicht einfach eingrooven .... :D
 
Japp, das ist tatsächlich so, und ich geh da ja auch mit. Da verändert sich die Sprache einfach sowas von flüssig und nebenbei. Alles kein Problem. In einer Studienarbeit könnte man damit aber nicht rumkommen. :D Das Gender-Sternchen hingegen ist von Außen aufgezwungen. Kaum ein Mensch würde so sprechen, kaum ein Mensch möchte (wenn wir mal ehrlich sind) so sprechen. Das wird sich halt nicht einfach eingrooven .... :D
Das ist aber genau der Punkt warum ich denke, dass die ganze Debatte vollkommen irrelevant ist. Am Ende ist die deutsche Sprache sowieso schon völlig kaputt.

Ich verabschiede mich für heute mit einem
"Sheesh Diggah*innen!"
 
Btw. wäre das Gegenteil ein klares Ja zum Gendern. Das existiert aber glaube ich nicht. Ich behaupte ja, dass es etwa gleich viele laute Gegner und Befürworter gibt, der Rest sich der Debatte enthält und dabei irgendeine Meinung hat, vielleicht sogar dagegen, aber eben "is mir eigentlich egal".
DAS glaub ich widerum nicht. Man sieht ja schon in unserem Forum, wie man hier teilweise angegangen wird (und da meine ich auf keinen Fall dich!), wenn man sich gegen das Gendern platziert. Es gibt ganz sicher viele, die einfach nichts schreiben und sich ihren Rest denken, weil man hier ganz schnell in eine Ecke gedrängt wird, in der man gar nicht ist, nur, weil mal diese * und : und Pausen beim Sprechen einfach absolut bescheuert findet. Was ich nicht nachvollziehen kann und mir auch noch nie passiert ist, ist das Angesprochene von @opalo dass man als Frau als "Mitarbeiter" angeschrieben wird. Hab ich noch nie erlebt und das, obwohl ich im "bösen" Bayern wohne.
 
DAS glaub ich widerum nicht. Man sieht ja schon in unserem Forum, wie man hier teilweise angegangen wird (und da meine ich auf keinen Fall dich!), wenn man sich gegen das Gendern platziert. Es gibt ganz sicher viele, die einfach nichts schreiben und sich ihren Rest denken, weil man hier ganz schnell in eine Ecke gedrängt wird, in der man gar nicht ist, nur, weil mal diese * und : und Pausen beim Sprechen einfach absolut bescheuert findet. Was ich nicht nachvollziehen kann und mir auch noch nie passiert ist, ist das Angesprochene von @opalo dass man als Frau als "Mitarbeiter" angeschrieben wird. Hab ich noch nie erlebt und das, obwohl ich im "bösen" Bayern wohne.
Das Problem sind wie in vielen Fällen die Stänkerpötte, die nicht diskutieren, sondern nur ihren geistigen Dünnpfiff verteilen wollen. Quasi die, die in sozialen Medien unter umfangreichen differenzierten Beiträge mit Lachsmileys oder "So ein Bullshit" antworten.
Die sind so laut und zahlreich (aufs Internet betrachtet, nicht Bevölkerung), dass normale Gegner schnell in die gleiche Schublade gesteckt werden.

Das ist aber ein generelles Problem im Internet und nicht exklusiv für Gegner von irgendwas. Wir auf der anderen Seite werden ja auch als "Gutmenschen" etc. bezeichnet. Leider verzerren diese Menschen auch die wahrgenommene Meinung im Internet, weil sie so zahlreich und laut sind.
 
Das Problem sind wie in vielen Fällen die Stänkerpötte, die nicht diskutieren, sondern nur ihren geistigen Dünnpfiff verteilen wollen. Quasi die, die in sozialen Medien unter umfangreichen differenzierten Beiträge mit Lachsmileys oder "So ein Bullshit" antworten.
Die sind so laut und zahlreich (aufs Internet betrachtet, nicht Bevölkerung), dass normale Gegner schnell in die gleiche Schublade gesteckt werden.

Das ist aber ein generelles Problem im Internet und nicht exklusiv für Gegner von irgendwas. Wir auf der anderen Seite werden ja auch als "Gutmenschen" etc. bezeichnet. Leider verzerren diese Menschen auch die wahrgenommene Meinung im Internet, weil sie so zahlreich und laut sind.
Da bin ich ganz bei dir, aber wenn sich hier Leute zu Wort melden, dann gehören die ganz sicher nicht in die Schublade der Leute mit geistigen Dünnpfiff. Aber so kommt man sich hier teilweise vor, wenn manche dann am Antworten sind, deswegen halt auch ich mich eher zurück.
 
DAS glaub ich widerum nicht. Man sieht ja schon in unserem Forum, wie man hier teilweise angegangen wird (und da meine ich auf keinen Fall dich!), wenn man sich gegen das Gendern platziert. Es gibt ganz sicher viele, die einfach nichts schreiben und sich ihren Rest denken, weil man hier ganz schnell in eine Ecke gedrängt wird, in der man gar nicht ist, nur, weil mal diese * und : und Pausen beim Sprechen einfach absolut bescheuert findet. Was ich nicht nachvollziehen kann und mir auch noch nie passiert ist, ist das Angesprochene von @opalo dass man als Frau als "Mitarbeiter" angeschrieben wird. Hab ich noch nie erlebt und das, obwohl ich im "bösen" Bayern wohne.

Vor ein paar Tagen oder so hatte ich überlegt hier in die Diskussion einzusteigen und hatte auch schon einen (aus meiner Sicht) möglichst ausgeglichenen Text verfasst, warum ich gendern nicht so dufte finde, aber trotzdem kein Menschenhasser bin - obwohl mittelalter weißer Mann. Dann wiederum habe ich überlegt, wer wohl was darauf antworten würde, welche Phobien ich haben werde (wie ja auch schon hier zu lesen war) und habs wieder gelöscht.

Gewisse Diskussionen drehen sich im Kreis, manche davon führt man am besten persönlich, manche sind auch gar nicht so wichtig, wie die Scheinwelt es gerne aufbauscht.

Die Zeit wirds zeigen, kann mir nicht vorstellen, dass sich der * oder so bei mir durchsetzen wird, aber wer weiß schon, wie das in 10 Jahren aussieht. Einen schönen Tag allen hier Mitlesenden :)
 
@Oberfrankenwerderanerin - einzeln bin ich so noch nie angesprochen worden. Aber wie oft heisst es "Liebe Kollegen" oder "Das Unternehmen hat 100 Mitarbeiter"? Plus, dort, wo ich bis 2023 gearbeitet habe, waren die Funktionsbezeichnungen ausschließlich männlich, und die sollte man in der Mailsignatur und auf Visitenkarten verwenden. Ich fühle mich bei "Mitarbeiter" etc. als Frau nicht angesprochen und habe Signatur und Visitenkarte bewusst von der Policy abweichend gehandhabt. Das kann jedoch ein Unternehmen von vorne herein anders handhaben und sollte es aus meiner Sicht auch. Ich habe entsprechendes Feedback gegeben, ohne Änderung seinerzeit. Jetzt arbeite ich in einem Umfeld, in dem teils eher zu viel gegendert wird. Aber für mich besser so als anders herum.
 
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