Bengalos und Raketen im Block // Pyrotechnik

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bilbo
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Was haltet ihr von Pyrotechnik?

  • Pyrotechnik ist KEIN Verbrechen

    Votes: 131 20,0%
  • es gehört zum Fußball

    Votes: 84 12,8%
  • guter Support

    Votes: 61 9,3%
  • mir egal

    Votes: 18 2,7%
  • gehört verboten

    Votes: 362 55,2%

  • Total voters
    656
Gleich die nächste Strafe hinterher.
Der SV Werder erhält für das Heimspiel gegen Borussia Dortmund eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro.
:facepalm:
 
Ich verstehe wirklich nicht wieso ihr euch über die Fans aufregt. Wenn schon, dann müsste man sich über Werder aufregen. Wahlweise weil man es geschehen lässt und will, wahlweise, weil man halt auch zu dumm ist. Ich würde folgende Ankündigung machen: Wenn die Fans es schaffen eine Saison lang keine Fackeln zu zünden, erklärt sich Werder bereit die doppelte Summe der Strafen aus der vorherigen Saison für soziale Zwecke zu spenden. Kinderhilfe zum Beispiel. Keine Drohungen, keine Kontrollen, keine Kameras. Ein Apell ans menschliche. Klappt das nicht, muss es sich wohl um asoziale Menschen handeln denen die Werte die Werder vor sich her trägt egal sind. Und dann muss Werder sehen wie damit umzugehen ist.
 
Ich verstehe wirklich nicht wieso ihr euch über die Fans aufregt. Wenn schon, dann müsste man sich über Werder aufregen. Wahlweise weil man es geschehen lässt und will, wahlweise, weil man halt auch zu dumm ist. Ich würde folgende Ankündigung machen: Wenn die Fans es schaffen eine Saison lang keine Fackeln zu zünden, erklärt sich Werder bereit die doppelte Summe der Strafen aus der vorherigen Saison für soziale Zwecke zu spenden. Kinderhilfe zum Beispiel. Keine Drohungen, keine Kontrollen, keine Kameras. Ein Apell ans menschliche. Klappt das nicht, muss es sich wohl um asoziale Menschen handeln denen die Werte die Werder vor sich her trägt egal sind. Und dann muss Werder sehen wie damit umzugehen ist.
Du könntest Teil 1 deiner Aussage streichen und gleich zu Teil 2 kommen. :roll:
 
Die zu beantwortende Frage sollte lauten, weshalb Werder Bremen es nicht möchte, dass dem Treiben ein Ende gesetzt wird (gilt natürlich für alle Vereine). Es ist schon erstaunlich, dass es der Verein willentlich zulässt, dass ein nicht zu unterschätzendes Gefährdungspotential alle 2 Wochen an gleicher Stelle stattfinden darf. Die Pyros treten bekanntlich nicht abwechselnd in der Nord- oder Südtribüne auf, sondern immer Ost und West, der Kreis der "Übeltäter ist somit klar definiert. Es muss eine Absprache zwischen Polizei und Werder geben, die ein entsprechendes Einschreiten oder die Prävention unterbindet, denn die Ultras sind wichtig für den Verein. Sie sind es, die die Stimmung machen, die Choreo durchführen und ohne deren Anwesenheit, das Stadion häufig sehr ruhig, also ohne Stimmung, wäre. Letzteres ist aber maßgeblich für das Konstrukt "Fußball", stimmungslose Stadien münden in leeren Stadien.

Vermutlich muss erst wieder etwas passieren, bevor eine entsprechende Einsicht seitens der Fans einerseits und den Verantwortlichen der Vereine erzwungen wird. Ist es nicht erstaunlich, dass diese Vorkommnisse in England gar nicht vorkommen und da kommt bekanntlich das "Hooligan-Element" der 80iger Jahre her. Dort haben u.a. Hillsborough und andere Vorfälle dafür gesorgt, dass alle Seiten dazulernten. Des Weiteren wurde realisiert, dass sich die Fanstruktur gänzlich zu denen der 70iger und 80iger Jahre änderte, vom Working-Class Football zum Family-Event, die PL ist im Vergleich dazu, in der Zwischenzeit ein Hort der Friedfertigkeit und Sicherheit für alle.
 
@Eis-9 - so sehr ich gegen Pyro bin, England mit nur Sitzplätzen zu horrenden Preisen ist für mich keine erstrebenswerte Alternative.

Dem ersten Teil Deines Posts stimme ich zu bis auf den Punkt Stimmung im Stadion. Es würden sich ohne Ultras mit der Zeit andere Fangruppen finden, die Stimmung machen. Leise wäre es dauerhaft aus meiner Sicht nicht. Samstag bei RWE haben die Ultras das Stimmungmachen verweigert wegen Pyro-Themen zwischen ihnen und dem Verein. Die Stimmung war nicht ganz so gut, aber definitiv okay.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Eis-9 - so sehr ich gegen Pyro bin, England mit nur Sitzplätzen zu horrenden Preisen ist für mich keine erstrebenswerte Alternative.

Dem ersten Teil Deines Posts stimme ich zu bis auf den Punkt Stimmung im Stadion. Es würden sich ohne Ultras mit der Zeit andere Fangruppen finden, die Stimmung machen. Leise wäre es dauerhaft aus meiner Sicht nicht. Samstag bei RWE haben die Ultras das Stimmungmachen verweigert wegen Pyro-Themen zwischen ihnen und dem Verein. Die Stimmung war nicht ganz so gut, aber definitiv okay.

Die veränderte Fanstruktur in England hat in der Tat dafür gesorgt, dass die Preise (die schon immer deutlich höher waren, als in Deutschland) weiter stiegen und die traditionelle Fanbasis (Arbeiter) sich die Tickets kaum noch leisten können. Das Problem mit den Sitzplätzen ist marginal, man steht eben vielfach einfach vor oder auf den Sitzen.

Würde man die Ultras außen vor lassen und diese Plätze den "normalen" Fans zuordnen, ergäbe sich wohl kaum eine gleichwertige Stimmung. "Okay" ist nicht das, wofür ein Fußballerlebnis im Stadion stehen sollte. Das Problem ließe sich trotzdem schnell lösen, da das Pyro Thema lediglich ein Machtspielchen zwischen Establishment und pubertären Nihilisten darstellt. Wie weit kann man gehen Regeln brechen und gleichzeitig Kultstatus in einem geschlossenen Kreis erreichen. Als Verein würde ich auch nicht einzelne Täter aussperren wollen, nur damit diese sich als stigmatisiert ausgeben können, sondern ganz andere Maßstäbe setzen und das "eigene Stadion" zurückholen. Diese neuen Maßstäbe müssten entsprechend medial frühzeitig kommuniziert und auf die Ernsthaftigkeit der Konsequenzen hingewiesen werden, eine rigorose Umsetzung erfolgen.

Wird natürlich so nicht geschehen und daher muss man weiter davon ausgehen, dass der Verein schlimme Konsequenzen leichtfertig in Kauf nimmt. Es muss erst wieder etwas im großen Stil daneben gehen, man wird einen Sündenbock finden und sein Bedauern äußern.
 
Gibt es schon eine Aufstellung 'Pyro-Kosten' für 2023/24?
Reichen die Kosten an die Anleihezinsen für den gleichen Zeitraum heran?
Der SV Werder Bremen zieht in der Strafen-Tabelle an Wolfsburg und dem HSV vorbei!
Die Top 5:
1. FC Köln: 639.000 €
Eintracht Frankfurt: 595.950 €
Hannover 96: 517.440 €
Werder Bremen: 380.500 €
VfL Wolfsburg: 337.050 €
fußballmafia.de

Werder ist in den Top fünf.
Herzlichen Glückwunsch...
:ugly:

Zum Vergleich: 22/23 stand Werder mit 153.000 € auf Platz 18 dieser Tabelle.
Ein plus von über 100%...
:facepalm:
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, man könnte z.B. keine Sitzplätze im Auswärtsbereich an die Ultras verkaufen, dann würde so manche Spektakel anders aussehen oder halt ganz ausfallen. Wenn ich mir alleine anschaue, dass sich die Leute unter einer Blockfahne verstecken um sich zu vermummen.
Könnte auch der Gastgeberverein verhindern, indem er sowas einfach verbietet mitzubringen.
 
Würde man die Ultras außen vor lassen und diese Plätze den "normalen" Fans zuordnen, ergäbe sich wohl kaum eine gleichwertige Stimmung. "Okay" ist nicht das, wofür ein Fußballerlebnis im Stadion stehen sollte.
In wie weit ein Support ohne Ultras gut oder nur" okay ist, ist oftmals subjektive Ansichtssache. Sicherlich tragen Ultras viel zu der Stimmung im Stadion bei bzw. sind oftmals auch die Initialzündung dafür. Aber eben nur oftmals und nicht immer. Denn es gab in den letzten Jahren immer mal wieder Situationen, in denen die Mannschaft den Support von den Rängen brauchte, jedoch die Ultras so in ihren Eigenarten wie z.B.
Galeerengesänge vertieft waren, so dass sie die schwierige Lage unserer Elf nicht erkennen konnten - oder gar wollten? - weshalb die Initialzündung von anderen Rängen kam.

Oder: Statt sich beim Zweitrundenpokalspiel gegen Heidenheim im Herbst 2019 sich statt der entwickelnden 4:1-Halbzeitführung gegen Heidenheim zu erfreuen - in einer Zeit, in der Werder-Siege bekanntermaßen leider rar waren - zogen die Ultras es vor, ihrer Anti-Stadionnamen-Sponsoren durchzuziehen. Was von der großen Mehrheit in der Ostkurve Pfiffe und und Ultras-Raus-Rufen quittiert wurde. Worauf die Ultras, beleidigt wie kleine Kinder, die mitten im schönsten Spiel von Mutti zum Essen gerufen wurden, beleidigt mit Worten und Gesten die Ostkurve verließen. Der guten Stimmung im Stadion hat das nicht geschadet.


Die veränderte Fanstruktur in England hat in der Tat dafür gesorgt, dass die Preise (die schon immer deutlich höher waren, als in Deutschland) weiter stiegen und die traditionelle Fanbasis (Arbeiter) sich die Tickets kaum noch leisten können.
Korrekt, wobei ich dieses "immer" aus eigener Erfahrung relativieren muss. ;)

Seit Einführung der PL sind die Ticketpreise in England in der Tat exorbitant gestiegen. Vorher waren die Ticktet auch noch für den Average Joe erschwinglich. Im Frühjahr 1989 hatte ich mit einem Freund eine ca. zweiwöchige Groundhopping-Tour durch England absolviert, wo Stehplatztickets in den damaligen 1st und 2nd Divisions im Schnitt ca 3.50 £ kosteten. Das entsprach durch den damaligen, im Vergleich zu heute sehr hohem £-Kurs im Schnitt ca. 10,50 DM, was in etwa dem Preisniveau für Steher in der 1. und 2. Bundesliga entsprach.
 
Um nochmal auf meine Idee mit den Hunden zu kommen:

Vor dem Spiel mit 4 Mensch-Hund-Teams durch den Innenbereich.
Diese 4 Mensch-Hunde-Teams an den Einlässen zur Kontrolle (ausgebildete Sprengstoff-Spürhunde zeigen durch stillen Alarm - hinsetzen - an, wenn sie etwas gewittert haben. )
Diese Leute am Einlass sofort aussortieren, Leibesvisitation und bei 'Fund' Beschlagnahme, Personalienfeststellung und mindestens 12monatiges Stadionverbot.

Das funktioniert aber nur bei guter Zusammenarbeit mit der Polizei, heißt, das will mit 'Mäurers Schergen' :D gut vorbereitet sein.
Eine Ausbildung zum (Sprengstoff-)Spürhund liegt bei ca. 9.000 € pro Mensch-Hund-Team. So ein Hund kann 4 - 6 Jahre lang eingesetzt werden.

Kann sich - inklusive der Werder-Verantwortlichen - jede/r selbst ausrechnen, wieviele Ausbildungen von den eingesparten Strafgeldern finanziert werden könnten (zusammen mit dem Entgelt für den konkreten Einsatz).

380.500 €.

Selbst wenn ich den für 'präventive Maßnahmen' einsetzbaren Teil abziehe, bleibe ich bestimmt bei immer noch 200.000 €, die ich dann tatsächlich für Maßnahmen ausgeben kann, die verhindern oder zumindest verringern. Und nach 3 - 5 Jahren dürfte auch der letzte Pyridiot verstanden haben, dass er das Gelumpe besser Zuhause mit seinen Kumpels abbrennt..

Mit einer solchen Strategie (die sicherlich verfeinert werden kann) wäre Bremen (dieses Mal nicht der Innensenator, sondern Werder) ganz weit vorn und eine positive Berichterstattung gesichert. Abgesehen davon wäre das Verletzungsrisiko minimiert.
 
In wie weit ein Support ohne Ultras gut oder nur" okay ist, ist oftmals subjektive Ansichtssache. Sicherlich tragen Ultras viel zu der Stimmung im Stadion bei bzw. sind oftmals auch die Initialzündung dafür. Aber eben nur oftmals und nicht immer. Denn es gab in den letzten Jahren immer mal wieder Situationen, in denen die Mannschaft den Support von den Rängen brauchte, jedoch die Ultras so in ihren Eigenarten wie z.B.
Galeerengesänge vertieft waren, so dass sie die schwierige Lage unserer Elf nicht erkennen konnten - oder gar wollten? - weshalb die Initialzündung von anderen Rängen kam.

Oder: Statt sich beim Zweitrundenpokalspiel gegen Heidenheim im Herbst 2019 sich statt der entwickelnden 4:1-Halbzeitführung gegen Heidenheim zu erfreuen - in einer Zeit, in der Werder-Siege bekanntermaßen leider rar waren - zogen die Ultras es vor, ihrer Anti-Stadionnamen-Sponsoren durchzuziehen. Was von der großen Mehrheit in der Ostkurve Pfiffe und und Ultras-Raus-Rufen quittiert wurde. Worauf die Ultras, beleidigt wie kleine Kinder, die mitten im schönsten Spiel von Mutti zum Essen gerufen wurden, beleidigt mit Worten und Gesten die Ostkurve verließen. Der guten Stimmung im Stadion hat das nicht geschadet.

Es muss in jedem Fall eine Gruppe dafür sorgen, dass die Wechselgesänge funktionieren und auch dann anfeuern, wenn es nicht so gut läuft. Von den "normalen" Fans wird dies nicht ausgehen (habe ich noch nirgends erlebt) und daher befürchte ich, dass da nur die Ultras übrigbleiben. Die Ultras wiederum bestehen aus einigen Anführern und ganz vielen Mitläufern und genau da müssten man ansetzen. Bestrafe einen und erziehe den Rest oder mache den Schulterschluss und motiviere "freiwillig" auf den Unsinn zu verzichten. Ein Belohnungssystem wäre m.E. deutlich zielführender, als die Bestrafung, die nur als letztes Mittel in Betracht gezogen werden sollte.

Korrekt, wobei ich dieses "immer" aus eigener Erfahrung relativieren muss. ;)

Seit Einführung der PL sind die Ticketpreise in England in der Tat exorbitant gestiegen. Vorher waren die Ticktet auch noch für den Average Joe erschwinglich. Im Frühjahr 1989 hatte ich mit einem Freund eine ca. zweiwöchige Groundhopping-Tour durch England absolviert, wo Stehplatztickets in den damaligen 1st und 2nd Divisions im Schnitt ca 3.50 £ kosteten. Das entsprach durch den damaligen, im Vergleich zu heute sehr hohem £-Kurs im Schnitt ca. 10,50 DM, was in etwa dem Preisniveau für Steher in der 1. und 2. Bundesliga entsprach.

Meine erste Saison in England (1. Division) hat mich auf dem Stehplatz 8,-- GBP gekostet, Einzeltickets, da ich nicht jedes Spiel sehen konnte, was damals 32,-- DM entsprach. Gebe zu, war immer nur bei Heimspielen sämtlicher Londoner Klubs (QPR, WH, LO, Arsenal, Spurs, FH etc.). Für den Preis, konnte man in DE noch mindestens 3 Kumpels zum Spiel mitnehmen.

Joe Public ist heute in der Pub neben dem Stadion, weil er sich die Preise nicht mehr leisten kann (spreche nur über London, wo ich mich auskenne).
 
Es muss in jedem Fall eine Gruppe dafür sorgen, dass die Wechselgesänge funktionieren und auch dann anfeuern, wenn es nicht so gut läuft. Von den "normalen" Fans wird dies nicht ausgehen (habe ich noch nirgends erlebt) und daher befürchte ich, dass da nur die Ultras übrigbleiben. Die Ultras wiederum bestehen aus einigen Anführern und ganz vielen Mitläufern und genau da müssten man ansetzen. Bestrafe einen und erziehe den Rest oder mache den Schulterschluss und motiviere "freiwillig" auf den Unsinn zu verzichten. Ein Belohnungssystem wäre m.E. deutlich zielführender, als die Bestrafung, die nur als letztes Mittel in Betracht gezogen werden sollte.



Meine erste Saison in England (1. Division) hat mich auf dem Stehplatz 8,-- GBP gekostet, Einzeltickets, da ich nicht jedes Spiel sehen konnte, was damals 32,-- DM entsprach. Gebe zu, war immer nur bei Heimspielen sämtlicher Londoner Klubs (QPR, WH, LO, Arsenal, Spurs, FH etc.). Für den Preis, konnte man in DE noch mindestens 3 Kumpels zum Spiel mitnehmen.

Joe Public ist heute in der Pub neben dem Stadion, weil er sich die Preise nicht mehr leisten kann (spreche nur über London, wo ich mich auskenne).
Zu Absatz 2, mittlerweile trifft man selbst beim einst ruhmreichen Meidericher SV in der (ehemals) dritten Liga vermehrt Engländer, die offenbar lieber eine längere Tour auf sich nehmen als im heimischen Stadion Fussball zu schauen, ist wohl auch insgesamt günstiger.
 
Back
Top